Studentische Monatszeitung für Duisburg, Essen und das Ruhrgebiet

RATGEBER & TERMINE

Homestory: Der Mann hinter den Kolumnen

Er ist eigentlich kein Mann großer Worte. Umso mehr wissen wir, was wir an ihm haben: Woche für Woche liefert Baron Friedrich von Einhalt <a href="http://akduell.de/author/friedrich-von-einhalt/">scharfsinnige politische Analysen</a>, die wir mit Freude jeweils auf dieser Seite abdrucken. Doch wer ist der Mann hinter der akduell-Kolumne? Das wollte ich herausfinden. Und so habe ich mich auf den Weg gemacht, um den zurückgezogen lebenden Adeligen auf seinem Anwesen zu besuchen.
 

Der Wurstbürger

<img class="alignleft size-medium wp-image-2217" alt="Ekelbaron" src="http://akduell.de/wp-content/uploads/2013/04/Ekelbaron3-294x300.jpg" width="245" height="251" />Ob mit Pferd oder ohne Pferd: Wer die Wurst nicht ehrt, lebt verkehrt. Die Wurstigkeit ist des Bürgers Achillesferse und nichts repräsentiert diese so sehr wie der Bourgeois Hoeneß, der seinen Vornamen einst zum pseudoproletarischen Uli verwurstete.
 

Schluß mit dem Theater!

<img class="alignleft size-medium wp-image-2137" alt="Ekelbaron" src="http://akduell.de/wp-content/uploads/2013/04/Ekelbaron2-294x300.jpg" width="225" height="229" />Als der geschäftstüchtige Mormone Mitt Romney im letzten Jahr Präsident der USA werden wollte, war die Chancenlosigkeit des charismatischen Langweilers von Beginn an ein offenes Geheimnis. Die deutsche Bundestagswahl droht zu einer ähnlich nutzlosen Farce zu werden, solange Bundeskanzlerin Merkel keinen ernstzunehmenden Gegenkandidaten hat. Wäre dies nicht ein guter Zeitpunkt, bürgerliche Utopien von freien und gleichen Wahlen endlich auf den Misthaufen der Geschichte zu befördern?
 

Der häßliche Deutsche

<img class="alignleft size-medium wp-image-2092" alt="Ekelbaron" src="http://akduell.de/wp-content/uploads/2013/04/Ekelbaron1-294x300.jpg" width="193" height="199" />Die deutsche Regierung steht innerhalb der EU so sehr in der Kritik, daß Frau Merkel in den letzten Wochen selten ohne Hitlerbart portraitiert wurde. Deutschland wird als Krisenprofiteur und egoistischer Drahtzieher gescholten, doch unter den berufsmäßigen Dampfplauderern in Presse und Parlamenten herrscht ein ungebrochener Burgfriede: Unberechtigt sei ein solches Deutschlandbild. Ein antideutscher Reflex oder gar eine Verschwörungstheorie. In Wahrheit sei der häßliche Deutsche ein schöner Schwan.
 

Das Vierte Reich

<img class="alignleft size-medium wp-image-1949" alt="Ekelbaron" src="http://akduell.de/wp-content/uploads/2013/04/Ekelbaron-294x300.jpg" width="294" height="300" />Nostradamus prophezeite einst, dass um die Jahrtausendwende ein Bourbone mit dem Namen Heinrich der Glückliche zuerst Europa und dann der ganzen Welt die Monarchie zurückbringen würde. Er scheint sich zumindest im Datum geirrt zu haben, was bei Propheten ein durchaus verbreitetes Problem darzustellen scheint. Dennoch steckt ein wahrer Kern in der Vorstellung: Europa ist heute als Reich geeint. Es fehlt bloß noch ein Kaiser um darüber zu herrschen.
 

Alle reden vom Papst, wir reden vom Wetter

<img class="alignleft size-medium wp-image-1844" alt="Ekelbaron" src="http://akduell.de/wp-content/uploads/2013/03/Ekelbaron-294x300.jpg" width="242" height="249" />Heute noch mag das Volk über den Papst der Armen sprechen, morgen bereits wird es sich anderen Dingen zugewendet haben und sich nicht in seiner alltäglichen Wiederholung des Immergleichen stören lassen.
 

Demokratische Denkmäler

<img class="alignleft size-full wp-image-1723" alt="Ekelbaron1-294x300" src="http://akduell.de/wp-content/uploads/2013/03/Ekelbaron1-294x3001.png" width="233" height="233" />Der aufmerksame Leser mag den Eindruck gewinnen, dass wir uns widerholen, doch können wir dazu nicht schweigen: Das Vertrauen des Volkes in seine demokratischen Repräsentanten schwindet. Die Sehnsucht nach einem König wird immer größer.
 

Die Rücktrittswelle

<img class="alignleft size-thumbnail wp-image-1666" alt="Ekelbaron1-294x300" src="http://akduell.de/wp-content/uploads/2013/03/Ekelbaron1-294x300-150x150.png" width="230" height="230" />Man sollte glauben, Rücktritte seien etwas für Protestanten und Damenfahrräder. Als Königin Beatrix ihre Krone abgab, wahrten wir noch die Contenance, doch mittlerweile schwappt von deutschen Landen aus eine monströse Rücktrittswelle durch die Welt, welche bereits den Heiligen Stuhl überschwemmt hat.
 

Monarchie im Aufwind

Es mag verwundern, daß wir uns in letzter Zeit häufig mit den Niederungen der Lokalpolitik befaßt haben. Wir sind jedoch überzeugt, daß große Entwicklungen sich zunächst im Kleinen abzeichnen und begreifen das Ergebnis eines Essener Volksentscheides als Entscheidung mit Symbolkraft.
 

Wenn Bürger begehren

<img class="alignleft size-full wp-image-1451" alt="Ekelbaron1-294x300" src="http://akduell.de/wp-content/uploads/2013/02/Ekelbaron1-294x300.png" width="294" height="300" />Der Essener Bürger begehrt mal wieder auf gegen städtische Kürzungen. Gemeinsam mit dem Pfaffen kann er, nein will er nicht fassen, daß Stadionneubau und Sozialleistungen es nötig machen, an anderer Stelle zu sparen. Brot und Spiele haben den Vorzug bekommen, und wir halten dies für den weitaus vernünftigsten Weg, bürgerlichen Begierden zu begegnen.
 

Der Bürger auf der Jagd

<img class="alignleft size-full wp-image-1382" alt="Ekelbaron" src="http://akduell.de/wp-content/uploads/2013/01/Ekelbaron.jpg" width="225" height="230" />Nach heiligem Recht gilt die Jagd als ein Privileg des Adels. Die Beute wird geortet, die Meute wird auf sie gehetzt und schließlich wird sie vom Jäger erlegt. Schon immer faszinierte den Bürger diese ihm verbotene Frucht, so daß er sich bei der Suche nach Ehefrauen in die Rolle des Jägers hineinphantasierte.
 

Dienstuntauglich

<img class="alignleft size-full wp-image-1265" alt="Ekelbaron1-294x300" src="http://akduell.de/wp-content/uploads/2013/01/Ekelbaron1-294x300.png" width="175" height="179" />Otto von Bismarck sagte einst: „Mit schlechten Gesetzen und guten Beamten läßt sich immer noch regieren. Bei schlechten Beamten helfen die besten Gesetze nichts.“ Damals war der Beamte die Zierde seiner Nation. Selbstlosigkeit und Loyalität waren seine Tugenden. Eiserne Disziplin und unbedingte Pflichterfüllung. Der heutigen Gesellschaft hingegen gelten derlei Tugenden als überholte Atavismen. Selbstverwirklichung, Aufstieg und Autonomie verspricht sie noch dem geringsten ihrer Mitglieder.