Studentische Monatszeitung für Duisburg, Essen und das Ruhrgebiet

RATGEBER & TERMINE

Vererbung und Hierarchie

<a href="http://akduell.de/wp-content/uploads/2013/07/Ekelbaron-294x300.jpg"><img class="alignleft wp-image-3191" alt="Ekelbaron-294x300" src="http://akduell.de/wp-content/uploads/2013/07/Ekelbaron-294x300.jpg" width="206" height="210" /></a>Auf dem Rückweg von dem Feierlichkeiten am Britischen Hof, mussten wir einmal wieder lesen, wie manch bürgerlicher Schreiberling über die Monarchie zu denken pflegt. Für den Times-Kolumnisten Philip Collins etwa steht die Monarchie „nur noch für sehr wenig von dem, an das wir glauben. Wir glauben an Leistung, nicht an Vererbung, an Gleichheit und nicht an Hierarchie“, schreibt der Herr Volksversteher und erklärt sich selbst zum Maß aller Dinge.
 

Bilder einer Ausstellung

<a href="http://akduell.de/wp-content/uploads/2013/07/Ekelbaron-294x3001.jpg"><img class="alignleft wp-image-3199" alt="Ekelbaron-294x300" src="http://akduell.de/wp-content/uploads/2013/07/Ekelbaron-294x3001.jpg" width="206" height="210" /></a>Die Religion und die Kunst bestehen im Kern aus einer Unterscheidung zwischen dem Gewöhnlichen und dem Erhabenen. Während Religion hier allerdings gleichförmige Rituale bemüht, um das Heilige vom Profanen zu trennen, geht es in der Kunst vielmehr um das individuelle Genie, das im Werke sichtbar wird. Während Religion also einer Masse bedarf, die sie trägt, kann Kunst nur gedeihen, wo sie Exklusivität und Einzigartigkeit herstellt.
 

Auf der Straße

<span style="text-align: justify;"><a href="http://akduell.de/wp-content/uploads/2013/07/Ekelbaron-294x3002.jpg"><img class="alignleft wp-image-3204" alt="Ekelbaron-294x300" src="http://akduell.de/wp-content/uploads/2013/07/Ekelbaron-294x3002.jpg" width="206" height="210" /></a>Unser Chauffeur treibt den Wagen an, sofern die unberechenbaren Überhol- und Abbremsmanöver des fahrenden Volkes es ihm ermöglichen. Als wir am Rande der Straße nicht mehr die endlos kreisenden Rasensprenger Wasser versprühen sehen, sondern bloß noch die postmoderne Form der Windmühlen, die das einstige Sinnbild des wanderlustigen Müllers zwar von der reinen phallischen Größe her in den Schatten stellt, aber nichts mehr symbolisiert, als das stumpfe maschinenhafte Kreisen des Bürgers um sein vakuöses Selbst.</span>
 

Raus aus dem schnöden Einerley

<a href="http://akduell.de/wp-content/uploads/2013/06/Ekelbaron-294x3003.jpg"><img class="wp-image-2817 alignleft" alt="Ekelbaron-294x300" src="http://akduell.de/wp-content/uploads/2013/06/Ekelbaron-294x3003.jpg" width="206" height="210" /></a>In der heutigen Zeit da der amerikanische Präsident unverhohlen verlogen von der großen Abrüstung träumt, obgleich sein Staat in unzählige militärische Auseinandersetzungen verwickelt ist, treibt die große Politik uns einmal wieder die Galle bis zu den Ohren hinauf. Die bürgerlichen Nationen geben sich kaum noch die Mühe, ihre immer dreisteren Lügen überhaupt glaubwürdig zu gestalten, warum sollten wir also unsere wertvolle Zeit daran verschwenden, ihnen gegenüber für Wahrheit und Tradition zu streiten?
 

Wir sind die fünfundneunzig Prozent!

<a href="http://akduell.de/wp-content/uploads/2013/06/Ekelbaron-294x3002.jpg"><img class="alignleft size-thumbnail wp-image-2770" alt="Ekelbaron-294x300" src="http://akduell.de/wp-content/uploads/2013/06/Ekelbaron-294x3002-150x150.jpg" width="150" height="150" /></a>Der Bürger verabscheut die Politiker und Funktionäre, die er sich wählt. Politik gilt ihm als unanständige Angelegenheit, die zu nichts führt, außer zu Streit. Dennoch getraut er sich nicht jene, die ihm als Abgrenzungsvorlage innerhalb des eigenen Standes dienen, endlich zum Teufel zu jagen, damit legitime Mächte wieder das Ruder übernehmen könnten. Eine Haßliebe verbindet den Bürger mit seinem Repräsentanten. 
 

Zentrum und Peripherie

<a href="http://akduell.de/wp-content/uploads/2013/06/Ekelbaron-294x3001.jpg"><img class="alignleft wp-image-2706" alt="Ekelbaron-294x300" src="http://akduell.de/wp-content/uploads/2013/06/Ekelbaron-294x3001.jpg" width="158" height="162" /></a>Wer nur einen flüchtigen Blick auf die hiesigen Dörfer wirft, vermag kaum zu übersehen, dass ihre Gemeinschaft noch immer durch jene Institutionen geprägt ist, die dem bürgerlichen Nationalismus einst als Brutstätte dienten. Sportvereine, Schützenvereine, selbst die </strong><strong>lieben Herrengesangsvereine widerstehen seit über einem Jahrhundert zivilisatorischen Neuerungen und schweißen die Landmenschen zu volksgemeinschaftlichen Kollektiven zusammen. 
 

Istanbul ist Konstantinopel

<img class="alignleft wp-image-2608" alt="Ekelbaron" src="http://akduell.de/wp-content/uploads/2013/06/Ekelbaron-294x300.jpg" width="185" height="189" />Im November 1922 traf das Osmanische Reich ein vergleichbares Schicksal, wie einige Jahre zuvor auch das Deutsche Kaiserreich. Bürgerliche Nationalisten hatten das Volk betört und die legitime Herrschaft durch eine Republik ersetzt. Schon für das Römische Reich war Konstantinopel einst Stolperstein gewesen, wo man fern der Kirche versucht hatte, ein neues Machtzentrum aufzubauen. Was im heutigen Istanbul als kleinbürgerlicher Aufstand begann, könnte sich nun zum Waterloo bürgerlicher Irrlehren entwickeln.
 

Die Tagesmütter

<a href="http://akduell.de/wp-content/uploads/2013/05/Ekelbaron-294x3002.jpg"><img class="alignleft size-thumbnail wp-image-3149" alt="Ekelbaron-294x300" src="http://akduell.de/wp-content/uploads/2013/05/Ekelbaron-294x3002-150x150.jpg" width="150" height="150" /></a>Das Frühjahr ist nicht bloß die Jahreszeit aufkeimender Gefühlswallungen, es ist auch die Zeit der nutzlosen Feiertage. Anders als bei Frohnleichnam oder Mariä Himmelfahrt mag dem einfachen Bürger der Sinn des Muttertages dagegen noch am deutlichsten erscheinen. Dies ist kein Wunder, schließlich war die Idee zum Feiertag gleich mehreren bürgerlichen Geschmacksverirrungen entsprungen und pendelte schon damals zwischen Ideologie und Geldmacherei.
 

Offen im Denken - Beschränkt im Handeln

<img class="alignleft size-medium wp-image-2388" alt="Ekelbaron" src="http://akduell.de/wp-content/uploads/2013/05/Ekelbaron-294x300.jpg" width="169" height="175" />Der Bürger hört sich gerne reden und erfindet munter zahlreiche Gremien und Institutionen, die allein dazu dienen, sein übermäßiges Redebedürfnis zu stillen. Wie wir hören müssen, führt ein Universitätsrektor in Essen nun sogar geschlossene Veranstaltungen durch, in denen offenes Denken gepflegt werden soll. Was schon ähnlich paradox klingt, wie die Aufforderung „Sei spontan!“, kaschiert nur mit Notdurft den Mangel an einer Identität, oder zumindest an einem Konzept.
 

Leibesertüchtigung

<a href="http://akduell.de/wp-content/uploads/2013/05/Ekelbaron-294x3001.jpg"><img class="alignleft wp-image-3146" alt="Ekelbaron-294x300" src="http://akduell.de/wp-content/uploads/2013/05/Ekelbaron-294x3001.jpg" width="206" height="210" /></a>Es ist wahrlich eine Ironie des Schicksals, dass im Finale der Champions League zwei deutsche Vereine aufeinander treffen, die nach den führenden Königreichen des Heiligen Römischen Reiches deutscher Nation benannt sind: Die Preußen, nichts anderes heißt Borussia, spielen gegen die Bayern. Dabei sind die zahlreichen deutschen Sportvereine einst genau jenem bürgerlich-republikanischen Taumel entsprungen, der diese Königreiche schließlich hat untergehen lassen.
 

Homestory: Der Mann hinter den Kolumnen

Er ist eigentlich kein Mann großer Worte. Umso mehr wissen wir, was wir an ihm haben: Woche für Woche liefert Baron Friedrich von Einhalt <a href="http://akduell.de/author/friedrich-von-einhalt/">scharfsinnige politische Analysen</a>, die wir mit Freude jeweils auf dieser Seite abdrucken. Doch wer ist der Mann hinter der akduell-Kolumne? Das wollte ich herausfinden. Und so habe ich mich auf den Weg gemacht, um den zurückgezogen lebenden Adeligen auf seinem Anwesen zu besuchen.
 

Der Wurstbürger

<img class="alignleft size-medium wp-image-2217" alt="Ekelbaron" src="http://akduell.de/wp-content/uploads/2013/04/Ekelbaron3-294x300.jpg" width="245" height="251" />Ob mit Pferd oder ohne Pferd: Wer die Wurst nicht ehrt, lebt verkehrt. Die Wurstigkeit ist des Bürgers Achillesferse und nichts repräsentiert diese so sehr wie der Bourgeois Hoeneß, der seinen Vornamen einst zum pseudoproletarischen Uli verwurstete.