Studentische Monatszeitung für Duisburg, Essen und das Ruhrgebiet

RATGEBER & TERMINE

Die Freiheit von den Liberalen

<a href="http://akduell.de/wp-content/uploads/2013/09/Ekelbaron-294x3001.jpg"><img class="alignleft wp-image-3411" alt="Ekelbaron-294x300" src="http://akduell.de/wp-content/uploads/2013/09/Ekelbaron-294x3001.jpg" width="206" height="210" /></a>Wir müssen gestehen, wir hatten uns vom Ergebnis der Bundestagswahl nicht viel versprochen, doch zu guter Letzt hat sich der Liberalismus als Teil jener Kraft herausgestellt, der stets das Böse will und doch das Gute schafft; in diesem Falle sich selbst abschafft. Der liberale Freiheitsbegriff verlangt zuletzt nämlich nach Konkurrenz und Wettstreit, damit seine Akteure letztlich selbst darin umkommen können.
 

Wer alles gibt, muss mehr bekommen

<a href="http://akduell.de/wp-content/uploads/2013/09/Ekelbaron-294x300.jpg"><img class="alignleft wp-image-3261" alt="Ekelbaron-294x300" src="http://akduell.de/wp-content/uploads/2013/09/Ekelbaron-294x300.jpg" width="206" height="210" /></a>Mit obenstehendem Satz wirbt die Sozialdemokratische SPD derzeit für sich und die Einführung eines Mindestlohnes. Wir sehen einmal davon ab, das das natürlich rein logisch völliger Unsinn ist. Wer alles gibt, kann vielleicht auch alles zurückbekommen, aber auch sicherlich nicht mehr.
 

Es geht um die Wurst

<a href="http://akduell.de/wp-content/uploads/2013/08/Ekelbaron-294x3001.jpg"><img class="alignleft wp-image-3179" alt="Ekelbaron-294x300" src="http://akduell.de/wp-content/uploads/2013/08/Ekelbaron-294x3001.jpg" width="206" height="210" /></a>Selbst noch in der Urlaubszeit scheint sich der Bürger an seinen identitätsstiftenden Arbeitsplatz zurückzusehnen. Anders ist es kaum zu erklären, dass Deutschlands Presselandschaft derzeit kein wichtigeres Thema zu kennen scheint als die Speisepläne der Kantinen. Als die Grünen vorschlugen, einen wöchentlichen Gemüsetag einzuführen, hatten sie die Fleischeslust ihrer Mitbürger wohl unterschätzt.
 

Vererbung und Hierarchie

<a href="http://akduell.de/wp-content/uploads/2013/07/Ekelbaron-294x300.jpg"><img class="alignleft wp-image-3191" alt="Ekelbaron-294x300" src="http://akduell.de/wp-content/uploads/2013/07/Ekelbaron-294x300.jpg" width="206" height="210" /></a>Auf dem Rückweg von dem Feierlichkeiten am Britischen Hof, mussten wir einmal wieder lesen, wie manch bürgerlicher Schreiberling über die Monarchie zu denken pflegt. Für den Times-Kolumnisten Philip Collins etwa steht die Monarchie „nur noch für sehr wenig von dem, an das wir glauben. Wir glauben an Leistung, nicht an Vererbung, an Gleichheit und nicht an Hierarchie“, schreibt der Herr Volksversteher und erklärt sich selbst zum Maß aller Dinge.
 

Bilder einer Ausstellung

<a href="http://akduell.de/wp-content/uploads/2013/07/Ekelbaron-294x3001.jpg"><img class="alignleft wp-image-3199" alt="Ekelbaron-294x300" src="http://akduell.de/wp-content/uploads/2013/07/Ekelbaron-294x3001.jpg" width="206" height="210" /></a>Die Religion und die Kunst bestehen im Kern aus einer Unterscheidung zwischen dem Gewöhnlichen und dem Erhabenen. Während Religion hier allerdings gleichförmige Rituale bemüht, um das Heilige vom Profanen zu trennen, geht es in der Kunst vielmehr um das individuelle Genie, das im Werke sichtbar wird. Während Religion also einer Masse bedarf, die sie trägt, kann Kunst nur gedeihen, wo sie Exklusivität und Einzigartigkeit herstellt.
 

Auf der Straße

<span style="text-align: justify;"><a href="http://akduell.de/wp-content/uploads/2013/07/Ekelbaron-294x3002.jpg"><img class="alignleft wp-image-3204" alt="Ekelbaron-294x300" src="http://akduell.de/wp-content/uploads/2013/07/Ekelbaron-294x3002.jpg" width="206" height="210" /></a>Unser Chauffeur treibt den Wagen an, sofern die unberechenbaren Überhol- und Abbremsmanöver des fahrenden Volkes es ihm ermöglichen. Als wir am Rande der Straße nicht mehr die endlos kreisenden Rasensprenger Wasser versprühen sehen, sondern bloß noch die postmoderne Form der Windmühlen, die das einstige Sinnbild des wanderlustigen Müllers zwar von der reinen phallischen Größe her in den Schatten stellt, aber nichts mehr symbolisiert, als das stumpfe maschinenhafte Kreisen des Bürgers um sein vakuöses Selbst.</span>
 

Raus aus dem schnöden Einerley

<a href="http://akduell.de/wp-content/uploads/2013/06/Ekelbaron-294x3003.jpg"><img class="wp-image-2817 alignleft" alt="Ekelbaron-294x300" src="http://akduell.de/wp-content/uploads/2013/06/Ekelbaron-294x3003.jpg" width="206" height="210" /></a>In der heutigen Zeit da der amerikanische Präsident unverhohlen verlogen von der großen Abrüstung träumt, obgleich sein Staat in unzählige militärische Auseinandersetzungen verwickelt ist, treibt die große Politik uns einmal wieder die Galle bis zu den Ohren hinauf. Die bürgerlichen Nationen geben sich kaum noch die Mühe, ihre immer dreisteren Lügen überhaupt glaubwürdig zu gestalten, warum sollten wir also unsere wertvolle Zeit daran verschwenden, ihnen gegenüber für Wahrheit und Tradition zu streiten?
 

Wir sind die fünfundneunzig Prozent!

<a href="http://akduell.de/wp-content/uploads/2013/06/Ekelbaron-294x3002.jpg"><img class="alignleft size-thumbnail wp-image-2770" alt="Ekelbaron-294x300" src="http://akduell.de/wp-content/uploads/2013/06/Ekelbaron-294x3002-150x150.jpg" width="150" height="150" /></a>Der Bürger verabscheut die Politiker und Funktionäre, die er sich wählt. Politik gilt ihm als unanständige Angelegenheit, die zu nichts führt, außer zu Streit. Dennoch getraut er sich nicht jene, die ihm als Abgrenzungsvorlage innerhalb des eigenen Standes dienen, endlich zum Teufel zu jagen, damit legitime Mächte wieder das Ruder übernehmen könnten. Eine Haßliebe verbindet den Bürger mit seinem Repräsentanten. 
 

Zentrum und Peripherie

<a href="http://akduell.de/wp-content/uploads/2013/06/Ekelbaron-294x3001.jpg"><img class="alignleft wp-image-2706" alt="Ekelbaron-294x300" src="http://akduell.de/wp-content/uploads/2013/06/Ekelbaron-294x3001.jpg" width="158" height="162" /></a>Wer nur einen flüchtigen Blick auf die hiesigen Dörfer wirft, vermag kaum zu übersehen, dass ihre Gemeinschaft noch immer durch jene Institutionen geprägt ist, die dem bürgerlichen Nationalismus einst als Brutstätte dienten. Sportvereine, Schützenvereine, selbst die </strong><strong>lieben Herrengesangsvereine widerstehen seit über einem Jahrhundert zivilisatorischen Neuerungen und schweißen die Landmenschen zu volksgemeinschaftlichen Kollektiven zusammen. 
 

Istanbul ist Konstantinopel

<img class="alignleft wp-image-2608" alt="Ekelbaron" src="http://akduell.de/wp-content/uploads/2013/06/Ekelbaron-294x300.jpg" width="185" height="189" />Im November 1922 traf das Osmanische Reich ein vergleichbares Schicksal, wie einige Jahre zuvor auch das Deutsche Kaiserreich. Bürgerliche Nationalisten hatten das Volk betört und die legitime Herrschaft durch eine Republik ersetzt. Schon für das Römische Reich war Konstantinopel einst Stolperstein gewesen, wo man fern der Kirche versucht hatte, ein neues Machtzentrum aufzubauen. Was im heutigen Istanbul als kleinbürgerlicher Aufstand begann, könnte sich nun zum Waterloo bürgerlicher Irrlehren entwickeln.
 

Die Tagesmütter

<a href="http://akduell.de/wp-content/uploads/2013/05/Ekelbaron-294x3002.jpg"><img class="alignleft size-thumbnail wp-image-3149" alt="Ekelbaron-294x300" src="http://akduell.de/wp-content/uploads/2013/05/Ekelbaron-294x3002-150x150.jpg" width="150" height="150" /></a>Das Frühjahr ist nicht bloß die Jahreszeit aufkeimender Gefühlswallungen, es ist auch die Zeit der nutzlosen Feiertage. Anders als bei Frohnleichnam oder Mariä Himmelfahrt mag dem einfachen Bürger der Sinn des Muttertages dagegen noch am deutlichsten erscheinen. Dies ist kein Wunder, schließlich war die Idee zum Feiertag gleich mehreren bürgerlichen Geschmacksverirrungen entsprungen und pendelte schon damals zwischen Ideologie und Geldmacherei.
 

Offen im Denken - Beschränkt im Handeln

<img class="alignleft size-medium wp-image-2388" alt="Ekelbaron" src="http://akduell.de/wp-content/uploads/2013/05/Ekelbaron-294x300.jpg" width="169" height="175" />Der Bürger hört sich gerne reden und erfindet munter zahlreiche Gremien und Institutionen, die allein dazu dienen, sein übermäßiges Redebedürfnis zu stillen. Wie wir hören müssen, führt ein Universitätsrektor in Essen nun sogar geschlossene Veranstaltungen durch, in denen offenes Denken gepflegt werden soll. Was schon ähnlich paradox klingt, wie die Aufforderung „Sei spontan!“, kaschiert nur mit Notdurft den Mangel an einer Identität, oder zumindest an einem Konzept.