Studentische Monatszeitung für Duisburg, Essen und das Ruhrgebiet

RATGEBER & TERMINE

Wie plane ich einen Low-Budget Urlaub?

Ansichtskarten als Erinnerung [Symbolbild: Magdalena Kensy]

30.07.2019 13:25 - Magdalena Kensy

Die Klausuren sind geschrieben, bis zum nächsten Semester sind es noch ein bis zwei Monate hin. Fürs Erste gibt es nichts zu tun, als sich zu entspannen. Doch wo lässt es sich noch besser ausruhen als zu Hause? Richtig, im Urlaub. Hier bekommt ihr Tipps und Tricks für eure nächste Urlaubsplanung, auch, wenn ihr gerade knapp bei Kasse seid.

Der Blick ins Portmonee und aufs Konto sagt schon alles: Das wird wohl nichts mit dem Fünf-Sterne-all-inclusive-Urlaub unter Palmen. Wohl eher mit einem Kasten Bier und ein paar Freund*innen auf dem Balkon die Sonne genießen. Auch, wenn letzteres verlockend klingt, geht es anders – und zwar ohne ein Vermögen dafür auszugeben. Wo wolltet ihr schon immer einmal Urlaub machen? Ihr habt euch einen Urlaubsort ausgesucht? Perfekt, dann kann die Suche beginnen.

Es gibt haufenweise Vergleichsportale für Hotels und Flüge, aber was ist mit  klassischem Room-Sharing? Auf Airbnb werden zum Teil günstige Zimmer, ganze Wohnungen oder auch Häuser vermietet. Wer bei der Vorstellung jetzt ein flaues Gefühl im Magen bekommt, temporär bei einem*r Fremden einzuziehen, dem kann man entgegenwirken: Es gibt zu jeder Unterkunft eine detaillierte Beschreibung, der*die Vermieter*in hat Bewertungen von vorherigen Besucher*innen und ihr könnt ungebunden mit ihm*ihr in Kontakt treten, um Fragen zu klären und schon einmal einen ersten Eindruck von dem*der Vermieter*in zu gewinnen. Airbnb bietet darüber hinaus Tipps und Angebote für Entdeckungen, Aktivitäten, Restaurants, Cafés oder Bars vor Ort.  

Alkohol in der Öffentlichkeit?

Vergleichsportale, wie Booking.com, Trivago oder Weg.de, verschaffen einen guten Überblick, wie viel man durchschnittlich für eine Übernachtung hinblättern muss. Günstige Urlaubsländer sind beispielsweise Tschechien, Bulgarien, Spanien, Tunesien und

Griechenland. Dort zahlt man durchschnittlich für eine Nacht im Hotel zwischen 60 und 100 Euro pro Person (Vergleich bei Check24).

Je nach Urlaubsziel, meistens Nicht-EU Länder, muss Geld gewechselt werden. Ihr solltet im Hinterkopf behalten, dass Banken ausländische Währungen nicht immer in großen Mengen vorrätig haben. Somit kann es zwischen drei bis fünf Werktage dauern, bis das Geld bei euch angekommen ist. Ob es jedoch für euch vorteilhafter ist, vor der Reise Geld zu wechseln oder zu warten, bis ihr am Zielort angekommen seid, könnt ihr ganz einfach an den aktuellen Wechselkursen sehen.

Impressionen zu bestimmten Reisezielen könnt ihr auch ganz leicht auf Youtube sammeln. Insider-Ideen, die längst keine mehr sind, findet ihr dort in Hülle und Fülle. Außerdem bekommt ihr so auch Eindrücke, welche Normen und Regeln in den einzelnen Städten herrschen.

In der Öffentlichkeit Alkohol zu konsumieren, ist in Deutschland kein Problem. Doch in Frankreich oder Tschechien gibt es Verbote gegen das Trinken auf öffentlichen Plätzen oder Straßen. Auch, wenn Straßenverkäufer*innen Bier und Wein anbieten, rate ich davon ab. In Paris wird Wein zwar noch an öffentlichen Plätzen zumeist noch toleriert, andere alkoholische Getränke sind jedoch verboten.

Spartipps vor Ort

Einmal im Urlaub angekommen gibt es die ultimative Informationsquelle: Die Einheimischen. Wer kennt die Stadt besser, als jemand, der schon sein*ihr ganzes Leben dort verbracht hat? Knüpft Kontakte, unterhaltet euch mit Leuten im Supermarkt oder kommt ins Gespräch, wenn ihr gerade an einer Sehenswürdigkeit vorbeilauft. Einheimische können euch Hinweise geben, wo es Touristenfallen gibt und welche Orte man umsonst besichtigen kann.

Restaurantpreise sollte man mit Vorsicht genießen. Viele Rechnungen enthalten bereits das Trinkgeld. Auswärts essen gehen ist ohnehin eine der kostspieligsten Angelegenheiten. Warum also nicht selbst kochen? Wenn die Unterkunft eine Küche hat: perfekt. Falls nicht, lassen sich

Hydriert zu bleiben, hat die oberste Priorität.

Kleinigkeiten beschaffen, mit denen man für kleines Geld satt wird. Eine Möglichkeit ist, sich vorher zu informieren, wie die Preise in den örtlichen Supermärkten aussehen. Das kann helfen, um zu entscheiden, ob es günstiger ist, von zu Hause bestimmte Nahrungsmittel mitzunehmen. Aber Achtung! Je nachdem, ob ihr fliegt oder mit dem Auto fahrt, solltet ihr darauf achten, welche Sachen vom Zoll verboten sind und welche vielleicht die Temperaturen nicht lange überleben.

Habt ihr keine Küche zur Verfügung, weil ihr in einem Hotel wohnt, solltet ihr an der Rezeption nach einer Mikrowelle fragen. Tütenreis oder andere Fertigprodukte, können problemlos in der Mikrowelle aufgewärmt werden. Hotels bieten meistens Mikrowellen im Aufenthaltsraum für die Gäste zur freien Verfügung an.

Im Urlaub ist man meistens den ganzen Tag unterwegs. Oft kommt der Hunger dann, wenn man gerade kilometerweit vom Essen entfernt ist. Eine Gelegenheit, aus dem Rucksack Snacks hervorzuholen. Riegel, Milchbrötchen oder Ähnliches sind leicht zu transportieren, nehmen nicht viel Platz im Rucksack ein und stillen den ersten Hunger.

Wasser überall

Hydriert zu bleiben, hat die oberste Priorität. In manchen Orten könnt ihr problemlos Wasser aus dem Hahn oder Quellen in der Stadt trinken. In anderen ist nur abgepacktes Wasser in versiegelten Flaschen zu empfehlen. Die Ukraine, Russland, die Türkei oder Südafrika, sind nur einige der Länder, in denen nach der US-Behörde Centers for Disease Control, kein Leitungswasser konsumiert werden sollte. Nicht etwa, weil es gefährlich oder verunreinigt ist, sondern, weil das Wasser nicht Jedem*r bekömmlich sein könnte.

Davon abgesehen, gibt es in zahlreichen Urlaubsorten, Straßenverkäufer*innen, die für viel Geld wenig Wasser verkaufen. Besonders an heißen Tagen kann man da schon mal in Versuchung kommen. Die deutlich bessere Alternative ist, den nächsten Supermarkt aufzusuchen. In Paris gibt es zum Beispiel einen Liter Wasser für 25 Cent, während die Straßenverkäufer*innen einen halben Liter für zwei Euro verkaufen. Also Laptop raus und googelt, was das Zeug hält. Dann ist der nächste Urlaub nicht fern und ihr geht entspannt in das nächste Semester.
 

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