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RATGEBER & TERMINE

Wie kann ich soziale Kontakte knüpfen?

Offen auf andere zugehen. (Foto: Lup)

03.12.2018 14:43 - Lucienne Ruppert

Seid Ihr gerade in eine neue Stadt gezogen, beginnt ein neues Studium oder wollt einfach euer soziales Umfeld erweitern? Was für manchen gar kein Thema zu sein scheint, fühlt sich für den anderen wie eine unüberwindbare Hürde an: Kontakte knüpfen fällt nicht allen leicht. Wie stellt man sich dabei am geschicktesten an?

„Sprich doch einfach jemanden an!” Klingt viel einfacher, als es ist. Ob durch Schüchternheit oder Angststörungen: Freundschaften schließen ist nicht für alle selbstverständlich. Hier ein paar Tipps und Tricks, um euch das Ganze zu erleichtern.

Aus sich herausgehen

Wie man im Englischen so schön sagt: „You have to put yourself out there”. Wenn man aus Scheu nur den ganzen Tag in der eigenen Wohnung sitzt, fällt es natürlich schwer, Leute kennenzulernen. Also raus mit Dir!

Selbstverständlich ist das Kontakte knüpfen weder im Supermarkt noch in der Warteschlange am Geldautomaten ideal, wer gerade beschäftigt ist, wird nur ungern gestört. Empfehlenswert ist es, Veranstaltungen zu besuchen oder Vereinen beizutreten, die deinen eigenen Interessen entsprechen. Magst du Schach? Bestimmt gibt es in deiner Stadt einen Schachclub, der sich über ein weiteres Mitglied freuen würde. Schau dich auch mal an deiner Uni um, Universitäten bieten oft günstige Sportangebote von Ballet bis Unterwasserugby an.
Auf Facebook findest du Events aller Art: Poetry-Slams, Spieleabende, Konzerte, coole Museumsaustellungen. Auch wenn es manchmal einschüchternd wirkt, trau dich mal alleine hin. Denn so wird man eher angesprochen.

Das Internet ist dein Freund

Für die ganz Schüchternen ist das Internet der perfekte Raum, mit Leuten zu reden. Die zahlreichen sozialen Netzwerke bieten eine gute Möglichkeit, mit Menschen in Kontakt zu treten. Ob Twitter, Instagram oder Facebook: Bei Follows und Likes triffst du mit Sicherheit auf Gleichgesinnte. Selbst Tinder, das eigentlich als Dating-Plattform gedacht ist, wird heute zum Freunde finden benutzt, oft von Menschen die gerade neu in die Gegend gezogen sind. Weitere Möglichkeiten sind Online-Foren und -Spiele.

Der Nachteil ist nur: oft lernt man jemanden kennen, mit dem man sich super versteht, nur um nach stundenlanger Unterhaltung zu erfahren, dass der*die Gesprächspartner*in am anderen Ende der Welt wohnt. Abseits der virtuellen Welt abzuhängen wird ein bisschen schwerer, wenn einer in Brasilien und der andere im Ruhrpott lebt. Allerdings ist auch der Wert von Online-Freundschaften nicht zu unterschätzen. Wer sich nach einem Ansprechpartner sehnt, ist damit gut bedient.

Schüchternheit überwinden

Es gilt, sich selbst einfach Situationen auszusetzen, in denen man gezwungenermaßen mit Menschen Kontakt hat. Gehe zu der Party, auch wenn du dort niemanden kennst. Lass dich ansprechen. Je öfter du dich zu menschlichem Kontakt zwingst, desto leichter fällt es dir mit der Zeit. Versprochen. Deine Körperhaltung kann auch dazu beitragen. Versuche also ansprechbar auszusehen. Das heißt, nicht mit gekrümmten Rücken und gekreuzten Armen in einer Ecke zu sitzen und dabei auf den Boden zu starren.Manche empfehlen Theaterspielen, um Hemmungen zu überwinden und das Selbstbewusstsein zu stärken.

Man bekommt ein besseres Verhältnis zu seinem Körper und gewöhnt sich daran, vor und mit Anderen zu sprechen. Beides hilft einem dann im privaten Leben, Leute anzusprechen und selbst ansprechbarer zu wirken. Klar, sich selbst preiszugeben kann einschüchternd bis angsteinflößend sein. Die Überwindung ist es aber auf jeden Fall wert. Schließlich ist jede*r liebenswert und hat das Potenzial, schöne Freundschaften zu schließen. Als jemand, der seine Schüchternheit über die Jahre überwunden hat, und jetzt keine Probleme mehr mit dem Freundschaften schließen hat, sage ich euch, vertraut euch selbst. Natürlich sind diese Tipps nicht alle nutzbar, aber probiert doch einfach mal, was für euch am besten funktioniert.

 

„Feministin sein ist nicht immer lustig“

Oftmals negativ konnotiert, dafür aber immer noch wichtig, meint die Autorin/Journalistin Julia Korbik.
 

Die Listen stellen sich vor

Die Listen stellen ihre Wahlprogramme vor:
 

–>Mein Campuserlebnis<–

Hier lest ihr, was die Beschwerdestelle der Uni nach einer ungerechten Note für euch tun kann.
 
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