Studentische Monatszeitung für Duisburg, Essen und das Ruhrgebiet

RATGEBER & TERMINE

Was du tun musst, wenn du vom Bachelor in den Master willst

Foto: Britta Rybicki

20.08.2018 13:03 - Britta Rybicki

Während der Bachelorarbeit bleibt oft wenig Zeit, sich mit dem Leben danach auseinanderzusetzen. Insbesondere die anstehende Verwaltungsarbeit ist nervtötend. Damit man ertragbar weiterleben und studieren kann, ist diese leider notwendig. Wir haben ein paar Fakten für euch zusammengeschrieben.

Die wenigsten können sich ein Studium selbstständig leisten und sind deshalb auf BAföG angewiesen. Was passiert aber zwischen dem Bachelor und dem Master? Um das gesamte Studium über eine staatliche Förderung zu erhalten, muss man es zunächst in Regelstudienzeit schaffen. Ist man schneller, endet der Anspruch auf BaföG mit der letzten Prüfungsleistung. Und zwar dann, wenn eine Arbeit eingereicht wird – nicht, nachdem sie kontrolliert wurde.

Erst mit der Zusage eines Masterplatzes kann man weiterhin BAföG erhalten. Zu diesem Zeitpunkt muss der Bachelor außerdem dann auch tatsächlich erfolgreich abgeschlossen sein. Müssen Studierende länger als einen Monat auf Beginn des Masters warten, wird die Förderung unterbrochen. Deswegen empfehlen wir: Traut euch und bewerbt euch schon für einen Masterstudiengang, bevor ihr eure Bachelorarbeit abgebt.

Oftmals endet die Bewerbungsfrist für einen Masterstudiengang noch bevor man die Bachelorarbeit abgegeben hat. Üblicherweise ist das der 15. Juli im Sommersemester. Um sich trotzdem mit dem noch nicht bestanden Bachelor bewerben zu können, erstellen die Universitäten sogenannte Zulassungen unter Vorbehalt. In besonderen Fällen ist es sogar möglich, die Betreuer*in der Bachelorarbeit darum zu bitten, sich ein Schreiben ausstellen zu lassen, aus dem hervorgeht, dass man die Arbeit zumindest bestanden hat – sollte diese*r sich schon in der Korrekturphase befinden. Das Bachelorzeugnis kann an künftigen Universitäten bis zu drei Monate später nachgereicht werden.

Kindergeld?

Das Kindergeld bekommt man bis zur Vollendung des 25. Lebensjahres. Wenn man die Übergangszeit gut begründet, ist es sogar möglich, zwischen zwei Ausbildungsabschnitten weiterhin Kindergeld zu beziehen. Während der Übergangszeit darf man allerdings nicht mehr als 20 Stunden in der Woche arbeiten, um die Leistung weiterhin beziehen zu können.

Es ist außerdem nicht ungewöhnlich, sich für die Zeit nach dem Bachelor arbeitslos zu melden. Schließlich kann es durchaus passieren, dass man nicht direkt einen Masterplatz bekommt. Einen Anspruch auf Arbeitslosengeld I haben nur Studierende, die während ihres Studiums mindestens ein Jahr sozialversicherungspflichtig beschäftigt waren. Andere haben die Möglichkeit, Hartz-IV-Leistungen zu beantragen. Da man währenddessen theoretisch dem Arbeitsmarkt zur Verfügung stehen muss, suchen die Sachbearbeiter*innen be, eine passende Stellen für Betroffene rauszusuchen. Wenn man die Sachbearbeiter*innen über die eigenen Zukunftspläne in Kenntnis setzt, können diese jedoch gezielt nach befristeten Jobs suchen. Vielleicht hat man Glück und es ist sogar ein interessantes Angebot dabei.

 

Rede und Antwort: Neuer Geschäftsführer des Studierendenwerks im Interview

Das Studierendenwerk Essen-Duisburg hat einen neuen Geschäftsführer. Jörg Lüken im Gespräch.
 

Islambild der Neuen Rechten

Das Verhältnis der Neuen Rechten zum Islam ist ambivalent. Matheus Hagedorny vom Otto-Suhr-Institut der Freien Universität Berlin versucht Perspektiven aufzuzeichnen.
 

Real Scientists: Forschung leicht vermittelt

Wissenschaftliche Themen sind für Außenstehende schwer fassbar. Formate wie Real Science DE bereiten komplexe Sachverhalte für Laien auf.
 
Konversation wird geladen