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So pflegt ihr Zimmerpflanzen richtig – auch ohne grünen Daumen

Pflanzen verschönern jedes Fensterbrett. [Foto: jab]
22.05.2020 16:34 - Jacqueline Brinkwirth

Pflanzen in der Wohnung sorgen erwiesenermaßen nicht nur für eine bessere Raumluft, sie wirken sich auch positiv auf Wohlbefinden und Psyche aus. Was bei Zimmerpflanzen besonders zu beachten ist und wie ihr euch die Pflege eurer Lieblinge einfach machen könnt, haben wir für euch aufgeschrieben.

Ob Ficus, Bogenhanf oder Monstera – Zimmerpflanzen sind seit einigen Jahren wieder voll im Trend. Und das völlig berechtigt: Je nach Art steigern die kleinen oder großen Grünlinge den Sauerstoffgehalt in der Luft, gleichen den Feuchtigkeitsgehalt aus und sorgen so für erholsameren Schlaf und ein besseres Immunsystem. Doch Pflanzen können noch mehr. Forscher*innen haben herausgefunden, dass bereits der Anblick von Grün das Wohlbefinden steigert und sich langfristig positiv auf die Psyche auswirken kann. Grund genug also, die eigenen vier Wände mit Zimmerpflanzen zu verschönern. Dafür braucht ihr noch nicht einmal einen grünen Daumen, wenn ihr einige Tricks und Tipps beachtet.

Standort und Gießen

Egal welche Pflanze ihr euch zulegt: Es ist wichtig, vorher mögliche Standorte in eurer Wohnung oder eurem Zimmer auszuspähen und nach den Gegebenheiten zu entscheiden, welche Pflanze wo optimal aufgehoben ist. Einige Pflanzen brauchen viel Licht, andere fühlen sich auch in schattigen Ecken wohl. Vorsicht ist bei Plätzen mit starkem Luftzug geboten. Gerade beliebte Pflanzen wie das Fensterblatt (Monstera deliciosa) reagieren empfindlich auf Luftveränderungen und Standortwechsel. Genaue Informationen zu den speziellen Bedürfnissen eurer Pflanzen findet ihr entweder auf einem kleinen Schild an der Pflanze selbst oder an dem Topf, in dem ihr sie kauft. Wenn ihr euch dann immer noch unsicher seid, findet ihr haufenweise Pflegehinweise zu allen möglichen Arten im Internet.

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Ein Thema, das viele bei der Pflege ihrer Gewächse an den Rand der Verzweiflung bringt, ist das Gießen. Dabei verraten die meisten Pflanzen von ganz allein, wann sie Wasser brauchen. Ein guter Anhaltspunkt hierfür ist, die Feuchtigkeit der Erde zu prüfen: Fühlt sie sich trocken an, ist es Zeit zu gießen. Ist sie noch feucht, braucht ihr erst einmal nichts zu tun. Grundsätzlich gilt: Pflanzen mit mäßigem Wasserbedarf brauchen rund ums Jahr ungefähr einmal pro Woche Wasser. Hierzu gehören die meisten Pflanzen, die ohnehin ziemlich pflegeleicht sind, wie die Glücksfeder, Bogenhanf oder der Geldbaum. Um ein Übergießen zu vermeiden, hilft es, die Pflanzen von unten zu gießen, beispielsweise über einen Pflanzteller unter dem Blumentopf. Dann holt sich die Pflanze über die Wurzeln selbst die Menge Wasser, die sie braucht. Anzeichen für zu viel Wasser sind braune Flecken auf den Blättern, viele gelbe Blätter oder Blattabwurf. Hier kann es hilfreich sein, das Gießen auszusetzen oder die Pflanze in trockene Erde umzutopfen. Alternativ könnt ihr auch eine Drainage aus kleinen Kieselsteinen oder Sand unten in den Topf schichten, um zu verhindern, dass die Wurzeln faulen. Solange ihr insgesamt darauf achtet, dass eure Grünlinge regelmäßig und moderat Wasser bekommen, sollte mit dem Gießen aber eigentlich nichts schiefgehen. 

Übrigens: Die wenigsten Pflanzen mögen Staub, denn die Partikel hemmen die Aufnahme von Kohlenstoffdioxid und Licht und somit auch die Photosynthese. Deshalb ist es wichtig, alle Pflanzen ab und zu mit einem weichen Tuch von Staub zu befreien. Eine weitere Möglichkeit, die sich gerade bei kleinblättrigen Pflanzen anbietet, ist die Dusche. Einfach die Pflanze samt Topf in die Dusche stellen und mit einem leichten Strahl lauwarmen Wassers abduschen, um Ablagerungen zu entfernen. Das könnt ihr alle paar Monate machen, um euren grünen Mitbewohnern etwas Gutes zu tun.

Umtopfen und Düngen

Wenn Standort und Gießrhythmus stimmen, wachsen die meisten Pflanzen gut und schnell. Deswegen ist es wichtig, euren Pflanzen auch genügend Raum zu geben, um sich ausbreiten zu können. Wenn ihr neue Triebe bemerkt oder eure Lieblinge über den Topf hinauswachsen, wird es Zeit, umzutopfen. Hierbei müsst ihr eigentlich nur eines beachten: Haltet genügend Erde bereit, um das gesamte Wurzelwerk auch im neuen Topf damit bedecken zu können. Im Gartenfachhandel oder Baumarkt bekommt ihr diese meist in großen Mengen zu einem günstigen Preis. Wenn ihr einen Sack Erde schlecht lagern könnt, lohnt es sich zudem, bei Freund*innen und Verwandten nachzufragen, ob ihr dort vielleicht etwas Erde abzwacken könnt. Doch Vorsicht: Erde ist nicht gleich Erde. Zimmerpflanzen brauchen feinere Erde, die zusätzlich mit Substrat angereichert ist. Hierfür eignen sich die meisten Blumenerden gut. Pflanzenerde, wie sie für Gärten oder Gewächshäuser genutzt wird, ist hingegen nicht zu empfehlen, weil wichtige Substrate fehlen oder das Gießwasser nicht gut abgeleitet werden kann. 

Wenn ihr die richtige Erde gewählt habt, überleben die meisten Pflanzen, ohne zusätzlich gedüngt zu werden. Allerdings kann es hilfreich sein, von Frühjahr bis Oktober immer mal wieder etwas Dünger zu geben, um das Wachstum anzuregen. Hierfür müsst ihr nicht zwangsweise Dünger kaufen. Es gibt genügend Hausmitteln, die ausreichend Mineral- und Nährstoffe enthalten, um eure Pflanzen mit allem Nötigen zu versorgen. Kaffeesatz, Eierschalen, abgestandenes Mineralwasser, Bier oder ungesalzenes Gemüsewasser eignen sich dafür besonders gut. Als Faustregel sollte beachtet werden, dass häufige und kleine Mengen Dünger meist besser funktionieren, als selten große Mengen zu düngen.

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