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So bringt ihr eure Zimmerpflanzen gut durch den Winter

Lassen deine Pflanzen im Winter die Köpfe hängen? [Foto: Jacqueline Brinkwirth]

05.01.2021 15:54 - Jacqueline Brinkwirth

Wenig Licht und warme, trockene Heizungsluft – für Zimmerpflanzen ist der Winter eine harte Zeit. Doch mit einigen Tricks könnt ihr euren grünen Lieblingen auch in der kalten Jahreszeit etwas Gutes tun und sie so sicher durch den Winter bringen.

Auf genügend Licht achten

Im Winter ist es nicht so lange hell wie im Sommer. Darunter leiden nicht nur Menschen, sondern auch einige Zimmerpflanzen enorm. Denn um wachsen zu können, brauchen sie ausreichend Tageslicht. Am besten eignen sich dafür Fensterbänke oder Plätze in der Nähe von Fenstern. Doch wohin mit den grünen Mitbewohnern, wenn die Fensterbänke schon belegt sind? Am besten könnt ihr die begehrten Fensterplätze immer mal wieder durchtauschen, sodass alle Pflanzen ab und zu etwas Licht bekommen. Doch Vorsicht, einige anspruchsvollere Vertreter wie zum Beispiel die Monstera reagieren auf Standortwechsel selten positiv. Hier können Glühlampen in Tageslichtstärke Abhilfe schaffen. Dafür sollten diese zwischen 2.500 und 5.000 Lux haben.

Manche mögen's feucht

Zu wenig Licht ist eine der häufigsten Ursachen von Krankheiten und Schädlingsbefall bei Pflanzen Doch auch Heizungsluft spielt eine große Rolle. Denn die trockene und warme Luft sorgt für ideale Bedingungen, damit sich Blattläuse oder Milben ausbreiten können. Um die Luftfeuchtigkeit zu erhöhen und Schädlingen so den Kampf anzusagen, könnt ihr spezielle Behälter für die Heizung verwenden oder einfach eine Schüssel Wasser auf die Heizung stellen. Eine weitere Möglichkeit ist es, feuchte Wäsche im Zimmer zu trocken. Wenn ihr die Möglichkeit habt, einen Raum eurer Wohnung weniger zu heizen, könnt ihr eure Pflanzen für den Winter auch dort unterbringen. 

Ab unter die Dusche

Damit eure Lieben auch an dunklen Tagen Photosynthese betreiben können, solltet ihr die Blätter regelmäßig von Staub befreien. Dazu könnt ihr entweder mit einem weichen Tuch über die Pflanzen wischen oder aber ihr nehmt eure grünen Mitbewohner einfach mit unter die Dusche. Etwa alle zwei Wochen könnt ihr eure Zimmerpflanzen mit lauwarmem Wasser abduschen. Das spült Staub und Schmutz weg und entfernt möglicherweise auch schon einen kleinen Schädlingsbefall. Achtet aber darauf, dass die Pflanzen danach nicht in literweise Wasser stehen.

Weniger ist mehr

Wasser und Nährstoffe sind wichtig, damit eure Pflanzen weiterhin wachsen. Allerdings solltet ihr im Winter etwas sparsamer gießen und auf Dünger bestenfalls verzichten. Die meisten Pflanzen stellen nämlich über den Winter ihr Wachstum größtenteils ein, weil ihnen dafür zu wenig Licht zur Verfügung steht. Zu viel Wasser und Nährstoffe sind also einerseits gar nicht nötig und können andererseits sogar die Wurzeln eurer Lieblinge angreifen. Als Faustregel könnt ihr je nach Pflanze entweder im gewohnten Rhythmus gießen und die Wassermenge reduzieren oder ihr gießt seltener mit der normalen Wassermenge. 

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Finde den sonnigsten Fleck in deiner Wohnung. [Foto: pixabay]

Pflegekick im Frühjahr

Im Frühjahr nimmt die Lichtintensität langsam aber sicher zu und die Tage werden wieder länger. Das wird euren Zimmerpflanzen einen Wachstumsschub geben. Damit sie sich in Ruhe ausbreiten können, brauchen sie allerdings ausreichend Platz. Ein zu kleiner Topf kann dazu führen, dass eure Lieblinge ihr Wachstum ganz einstellen. Deswegen solltet ihr zum Frühjahr hin alle Pflanzen mit einem zu klein gewordenen Topf umpflanzen. Der neue Topf sollte im Durchmesser drei bis vier Zentimeter größer sein. Beim Eintopfen solltet ihr neue Erde verwenden, da sie Nährstoffe in Form von Substrat enthält und diese das Wachstum zusätzlich anregen.

Für Pflanzen, die anfällig für Staunässe sind, solltet ihr vor der Erde eine Drainage im Topf anlegen. Dafür könnt ihr Sand, kleine Kieselsteine oder Tonkügelchen verwenden, durch die das Wasser besser ablaufen kann. Wenn ihr eure Pflanze nun aus ihrem alten Zuhause heraus nehmt, klopft vorsichtig die alte Erde ab und lockert mit den Fingern den Wurzelballen etwas. So können sich die einzelnen Wurzelstränge besser verteilen. Setzt die Pflanze im neuen Topf ab, füllt mit Erde auf und drückt diese oben leicht an. Wichtig ist, dass ihr danach kräftig angießt, damit die Erde gut durchfeuchtet ist. Nun könnt ihr eure Lieblinge wieder an ihren Standort zurückstellen. 

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