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Husten, Schnupfen, Heiserkeit: Wenn nur Bettruhe hilft

Bettruhe und Tee gegen Erkältung oder Grippe
[Symbolfoto: pixabay]

31.03.2020 11:35 - Magdalena Kensy

Der April macht was er will – der bekannte Spruch ist nicht weit hergeholt. Noch vor ein paar Tagen gab es 17 Grad und Sonnenschein, am nächsten muss die Sonne schon den Regenwolken weichen. Dass dabei das Immunsystem in Mitleidenschaft, ist klar.  Die Welle der Erkältungen und Grippe nimmt wieder zu. Doch was ist eine Grippe überhaupt und wie kann man sich am besten schützen, um die freie Zeit nicht verschnupft im Bett verbringen zu müssen? 

Bei diesem Wetter werden die öffentlichen Verkehrsmittel eher gemieden. Zwar sind Bus und Bahn beheizt und die Temperaturen deutlich angenehmer, als draußen im Wind zu stehen, dennoch verbergen sich in Menschenmassen Infekte. Ganz klassisch ist dabei die Erkältung, nicht zu verwechseln mit der Grippe. Sonja*, Medizinstudentin aus Düsseldorf, kann den genauen Unterschied benennen. „Der Grippe-Virus kann auch Influenza-Virus genannt werden. Im Unterschied zu einer Erkältung sind bei einer Influenza nicht nur die Atemwege, sondern der gesamte Körper betroffen, wobei die Symptome abrupt auftreten. Bei einer Erkältung sind es hingegen meistens nur die Atemwege.“

Eine Grippe äußert sich durch plötzliches Fieber, Muskel- und Kopfschmerzen und erst im Nachhinein setzt Reizhusten ein. Die Besonderheit der Grippe ist die Mutation des Virus. Durch die alle 20 bis 30 Jahre auftretende Mutation, kann das Immunsystem den Erreger nicht mehr anhand der veränderten Antigene erkennen und automatisch dagegen ankämpfen. Wie kann solch einem Infekt vorbeugt werden, wenn der Körper immer wieder ausgetrickst wird? „Impfung ist eine Art der Vorbeugung. Doch sie schützt nicht zu 100 Prozent, weil nur geschätzt werden kann, welcher Antigen-Typ in dem Jahr am meisten präsent ist“, so Sonja.

Dennoch ist eine Impfung besonders für Risikogruppen, also Personen ab 60 Jahren, Schwangere und chronisch Kranke, zu empfehlen, da deren Immunsystem geschwächter ist. Laut des Bundesministeriums für Gesundheit sind die Monate Oktober und November die beste Zeit im Jahr, um sich impfen zu lassen. Bahn fahren während der Erkältungszeit, um die potenzielle Infektion zu vermeiden, ist schwierig. Was also tun, wenn die U-Bahnen voll sind und der nächste Nieser nicht allzu weit entfernt ist? Sonja rät: „Jeder, der husten oder niesen muss, sollte es in ein Taschentuch tun. Wenn keins da ist, dann in die Armbeuge. Mit Infekten wie Erkältungen oder der Grippe infiziert man sich über Tröpfchen. Daher sollte jeder auf sein Umfeld achten.“ 

Antibiotika helfen nicht gegen Grippe 

Wichtig ist, dass früh gegen den grippalen Virus vorgegangen wird. „Wenn Medikamente erst zu spät eingenommen werden, könnten sie eventuell keinen Effekt haben.“ Grippe wird durch Viren verursacht und unterscheidet sich damit von bakteriellen Infektionen. Antibiotika können somit keine Genesung oder Besserung hervorrufen. Da helfen nur nur Bettruhe und Schonung. Alltagstipps sind zum Beispiel regelmäßige Händewaschen mit Seife oder das Wegwerfen von benutzten Taschentüchern.

Auch das richtige Klima zuhause kann das Immunsystem stärken. Zu dieser Jahreszeit ist es zwar kalt, trockene Heizungsluft ist aber wenig hilfreich. Dem wirkt Stoßlüften entgegen und damit auch dem Austrocknen der Schleimhäute. "Dagegen ist auch das ausreichende Trinken von Wasser ratsam", so Sonja. Genug Energie durch eine gesunde und ausgewogene Ernährung dient zur Unterstützung der Abwehrreaktion. Abschließend kann Sonja raten: „Wenn es dir nicht gut geht, dann bleib besser zu Hause. Ruhe ist das, was der Körper braucht, wenn er gegen Infekte ankämpfen muss.“

*Name von der Redaktion geändert

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