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How to UB: Was Ihr bisher noch nicht über die Unibibliothek wusstet

Welche Geheimnisse verstecken sich hinter diesen Mauern? [Foto: Jacqueline Brinkwirth]
12.01.2020 13:21 - Jacqueline Brinkwirth

Die Universitätsbibliothek der Uni Duisburg-Essen (UDE) ist für alle Studierenden ein wichtiger Dreh- und Angelpunkt. Egal ob im ersten oder im 17. Semester – ohne Bücher, Aufsätze und Co. ist ein erfolgreiches Studium beinahe unmöglich. Doch die UB bietet an den beiden Hauptstandorten viel mehr als dicke Wälzer und einen Ort zum Lernen. Wir klären für euch alle Geheimnisse rund um die Bibliothek auf.

Der Ort, an dem viele Studierende einen großen Teil ihres Studiums verbringen, über Gruppenarbeiten verzweifeln oder versuchen ihre Abschlussarbeiten fertigzustellen, bleibt den meisten am Ende als Recherche- und Lernort in Erinnerung. Dass die Universitätsbibliothek aber noch deutlich mehr anbietet als Bücherausleihe und Arbeitsplätze, bleibt ein Geheimnis. „Das ist jedes Jahr aufs Neue eine Sache der Sichtbarkeit. Dass Studierende die Bibliothek nicht nur als solche oder als Lernort wahrnehmen, sondern auch unsere Dienste und Angebote“, erzählt Birgit Omansiek. Sie arbeitet in der LK-Bibliothek Duisburg in den Bereichen Infodienste und Benutzung sowie im Schulungs- und Social-Media-Team. 

Das bietet die UB

Etwas, das viele Studierende erst sehr spät im Studium kennenlernen, ist das umfangreiche Schulungsangebot der UB. „Wir haben festgestellt, dass die Studierenden darüber meist nichts wissen“, erklärt Omansiek. „Wir haben vier große Angebote. Das sind die Einführung in die Nutzung der Bibliothek, die allgemeine Literaturrecherche, die fachspezifische Literaturrecherche und die Literaturverwaltung mit Citavi und Endnote.“ Gerade Literaturrecherche und -verwaltung sind in allen Studiengängen wesentlicher Bestandteil der meisten Prüfungsleistungen und aller Abschlussarbeiten. Weswegen einige Fakultäten den sogenannten Bibliotheksschein obligatorisch in den Studienverlauf einbinden. „Die Studierenden müssen für den Schein entweder drei oder vier Module absolvieren, unter anderem die Bibliotheks-Einführung und die Literaturrecherche“, führt Sabine Lenzing aus. Sie arbeitet am Standort Essen in den Bereichen Infodienste, Digitale Bibliothek und der Webredaktion der UB. „Studierende, die den Schein gemacht haben, kennen unser Angebot dann natürlich. Aber gerade Erstsemester wissen oft nichts über unsere Schulungen. 

Die Schulungen zu Citavi und Endnote umfassen beispielsweise 90 Minuten, es gibt einen Kurs für Einsteiger*innen und einen Anschlusskurs für Fortgeschrittene. „Die Kurse sind sehr umfangreich. Wir erläutern den Umgang mit dem Programm und machen dann Praxisübungen mit den Teilnehmenden“, berichtet Birgit Omansiek. So können Studierende am Ende der Kurse sicher mit den Programmen umgehen und durch die Nutzung den Arbeitsprozess ihrer schriftlichen Arbeiten optimieren. „Unsere Empfehlung ist, die Kurse möglichst früh im Studium zu machen, bevor man am Ende vor der Bachelor- oder Masterarbeit stark unter Druck steht“, ergänzt Sabine Lenzing. 

Sprechstunde und Beratung

Für spezielle Fragen oder Probleme bietet die UB in Essen und Duisburg zweimal wöchentlich eine Sprechstunde zur Literaturverwaltung an. „Da kommen die Leute mit ganz konkreten Fragen und wir können sie gezielt beraten und unterstützen“, schildert Lenzing. Daneben gibt es auch noch eine individuelle Beratung, in der alle Unsicherheiten rund um Bibliothek und Literatur mit den Mitarbeitenden geklärt werden können. Die Anmeldung erfolgt über ein kurzes Online-Formular und drei Terminvorschläge, die Studierende angeben müssen. „Hier haben wir die Möglichkeit, intensiv zu beraten und individuelle Probleme auszuräumen“, erklärt Omansiek dazu. 

Seit Kurzem können Studierende online Gruppen-arbeitsräume 
buchen.

Die häufigsten Fragen werden in der UB aber nicht zum Schulungs- und Beratungsangebot gestellt. „Viele Nutzer fragen, wo sich die Toiletten oder Arbeitsräume und -plätze befinden. Also eher auf die Infrastruktur bezogen“, erzählen Omansiek und Lenzing lachend. Seit Kurzem können Studierende online sogar Gruppenarbeitsräume inklusive E-Screen buchen, um Referate oder Gemeinschaftsarbeiten dort in Ruhe erledigen zu können. Der Bedarf für Arbeitsplätze ist an beiden Standorten der UB hoch. „Gerade in den Klausurphasen gibt es häufig Diskussionen. Wir haben bereits Pausenzettel eingeführt, mit denen Nutzer ihren Arbeitsplatz für eine Stunde verlassen können. Aber da halten sich auch nicht alle dran“, beschreibt Sabine Lenzing. 

Um Studierenden einen möglichst unkomplizierten Service zu ermöglichen, bietet die UB verschiedene Tools und Dienste an. Dazu gehören neben dem Campuslieferdienst für Buch- und Aufsatzbestellungen zwischen den Standorten Essen und Duisburg, natürlich der Bibliothekskatalog Primo und der neu implementierte Regalfinder. „Neben dem Buchtitel wird dann direkt ein Lageplan angezeigt, mit dem man den genauen Weg zum Buch finden kann. Das wird sehr gut angenommen“, erläutert Lenzing. Sollte die richtige Literatur einmal nicht an der UDE verfügbar sein, gibt es die Fernleihe, um Bücher aus anderen Bibliotheken zu bestellen. Darüber hinaus finden Studierende auf der Homepage der UB fachspezifische Datenbanken, in denen ebenfalls nach Texten gesucht werden kann. „Für viele Datenbanken bezahlt die UB die Lizenzen. Studierende können dann meist sofort auf Volltexte zugreifen. Dafür brauchen sie allerdings den VPN-Client“, fasst Omansiek zusammen. Der VPN-Tunnel, der vom ZIM angeboten wird, ist der Schlüssel, um das gesamte Literaturangebot der UB zu erschließen. 

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