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RATGEBER & TERMINE

How to Home Office

Am Schreibtisch arbeitet es sich am gesündesten. [Symbolfoto: pixabay]
13.04.2020 12:50 - Erik Körner

Schon vor der Corona-Krise hat die akduell-Redaktion oft im Home Office gearbeitet. Doch viele sind in den letzten zwei Wochen plötzlich gezwungen, erstmals ausschließlich von zu Hause aus zu arbeiten. Wir haben für euch ein paar Tipps gesammelt, die die Umstellung erleichtern können.

Ein Arbeitstag im Home Office beginnt am selben Platz wie ein regulärer Arbeitstag: im Bett. Wie an jedem anderen Arbeitstag solltet ihr aufstehen, statt von dort zu arbeiten. Dafür gibt es viele Gründe; einer davon ist die Gesundheit eures Rückens. Im Gegensatz zu jeder Art von Stuhl bieten Betten keine angemessene Rückenstütze. Mehrere Stunden im Schneidersitz auf einer Matratze zu verbringen, kann schwere gesundheitliche Folgen mit sich bringen, wie Verspannungen, eingeklemmte Nerven oder Wirbelsäulenverformungen. Auch, wenn es schwer fällt: Tut euch selbst einen Gefallen und schwingt euch nach dem Frühstück an den Schreibtisch. 

Dort lauert die nächste Herausforderung. Ohne Vorgesetzte im Nacken, die einen ankeifen, wenn man nebenbei Katzenvideos schaut oder Artikel wie diesen liest, ist es leicht, sich von Ablenkungen verlocken zu lassen. Wie kann man also effektiver selbstständig arbeiten? Dafür gibt es verschiedene Methoden. Die wohl bekannteste ist die Pomodoro-Technik. Laut ihr soll man 25 Minuten lang arbeiten und danach fünf Minuten entspannen. Nach vier dieser Intervalle sollen 30 Minuten Pause eingelegt werden. Danach beginnt man von vorn. Wer sich nicht ständig Wecker stellen möchte, kann sowohl im Appstore als auch im Playstore Pomodoro-Apps herunterladen. Die haben alles voreingestellt; auf die „Los”-Taste zu drücken, reicht. 

Lieber LoFi

Doch egal, wann ihr eure Pausen macht: Steht auf und bewegt euch. Laut Dr. Edward R. Laskowski von der Mayoklinik „haben Forschungen gezeigt, dass langes Sitzen mit einer Reihe medizinischer Probleme verbunden ist, wie erhöhter Blutzucker und Blutdruck oder abnormale Cholesterinwerte“.

Möchtet ihr nebenbei Musik hören, solltet ihr auf eure geliebte Duschplaylist voller Banger aus eurer Jugend verzichten. Eine Studie des Cambridge Sound Management ergab, dass sich rund 48 Prozent aller Befragten auf der Arbeit am meisten von Stimmen abgelenkt fühlen. Ist euch ohne Musik zu langweilig, greift ihr am besten auf Instrumentalstücke zurück. Die obligatorischen „LoFi Beats to Chill and Study to“-Streams auf YouTube sollten helfen.
Am wichtigsten ist jedoch: Seid gut zu euch. Die plötzliche Umstellung aufs Home Office wird vielen schwer fallen. Dass sie durch eine globale Pandemie bedingt ist, macht es nicht leichter. Es ist in Ordnung, wenn ihr anfangs nicht so produktiv sein könnt, wie ihr es gerne wärt. Ansonsten: Macht genug Pausen, trinkt ausreichend Wasser, gönnt euch kleine Belohnungen und bleibt in Kontakt mit euren Liebsten.
 

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