Studentische Monatszeitung für Duisburg, Essen und das Ruhrgebiet

RATGEBER & TERMINE

Heil Hashtag?

30.08.2014 14:32 - Gastautor*in



LOL, jetzt haben sie es auch noch in die Saarbrücker Zeitung und die Lausitzer Rundschau geschafft: Inzwischen gibt es wohl kein Holzmedium mehr, das noch nicht Seiten gefüllt hat, um über den angeblich ach so neuen Lifestyle-Trend unter Neonazis zu berichten: Tattoos, Tunnels, Jute- beutel. Der knackige Neologismus dafür: #Nipster.

Da mussten sich tatsächlich erst ein paar arme Irre mit Sturmhauben in die Küche stellen, Vegan-Food zubereiten und das ganze auf Youtube stellen, um von den 1.0-Medien beachtet zu werden.Der Neuigkeitswert hält sich indes in Grenzen. Kennen ja btw eh schon alle, die sich ab und zu ins Netz verirren. Dennoch: Die internationale Presse hat das Thema aufgegriffen, und auch in der englischsprachigen Wikipedia gibts nun einen Nipster-Artikel. (In der deutschen Relevanzkriterienhölle nicht, wen wunderts.)

Dabei sind Hipster gar nicht so progressiv. Vollbärte, Holzfällerhemden und Jutebeutel haben schon unsere Eltern getragen. Das passt doch prima zu einer Ideologie, die so was von Dreißiger ist. Bevor die Nazis zu „Nipstern“ wurden, bezeichnete der Begriff angeblich Leute, die auf Männerbusen stehen – behauptet jedenfalls Wikipedia. Zum Glück sind uns immerhin homophobe Witze darüber erspart geblieben. However, in Wirklichkeit ist der Nipster-Hype in den Medien voll lame. Immer wieder haben sich Nazis bei Szenekulturen bedient. Skinheads, Autonome Nationalisten, Nazi-Punks – nun sind eben die Hipster dran. Mal schauen wie lange es dauert, bis die ersten Nippies und Nip-Hopper auftau- chen. Gähn.
Qapla‘! Liz

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