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FFP2-Masken: Das sollte man beachten

 Seit kurzem unsere Alltagsbegleiterin: Die FFP2-Maske [Symbolbild: pixabay]

10.02.2021 16:34 - Özgün Ozan Karabulut

Seit dem 25. Januar gilt in Nordrhein-Westfalen die neue Fassung der Coronaschutzverordnung. Alltagsmasken werden nun größtenteils von medizinischen Masken abgelöst. Wir geben euch Tipps, wie der Umgang mit FFP2-Masken klappt und zeigen, wie ihr sie wiederverwenden könnt.

FFP2-Masken bestehen aus mehreren Lagen und filtern mindestens 94 Prozent der Aerosole und Schadstoffe. Filtermasken enthalten Lagen aus  Filtervlies, die elektrostatisch aufgeladen sind. So werden Aerosole wie von einem winzigen Sieb aufgehalten. Ventilmsaken werden nicht empfohlen, da lediglich eingeatmete Luft gefiltert wird und somit kein ausreichender Fremdschutz besteht.

Die als Einwegprodukte konzipieren FFP2-Masken sind eigentlich nicht wiederverwendbar. Forscher:innen der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster und der Fachhochschule Münster (FH Münster) haben in einer vom Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte geförderten Arbeitsgruppe die „Wiederverwendung von FFP2-Masken“ erforscht. Die Ergebnisse wurden in einer Broschüre festgehalten.

Professor Martin Kreyenschmidt leitet das Institut für Konstruktions- und Funktionsmaterialien der FH Münster und ist Teil des Forschungsprojekts. Bereits beim Kauf von FFP2-Masken kann man erste Fehler machen: „Der Laie kann einzig darauf achten, dass die FFP2-Masken eine entsprechende CE-Kennzeichnung haben. Darüber hinaus kann man beim Erwerb keine Rückschlüsse auf die Qualität ziehen.” Neben dem CE-Kennzeichen auf der Maske sollten unter anderem Angaben über den Hersteller, Filterstandard, und einer vierstelligen Kennnummer vorhanden sein. Letztere informiert, welche Prüfstelle die Maskenqualität kontrolliert. Die NANDO-Datenbank ermöglicht, die Prüfstelle einzusehen.

Was ist zu beachten?

FFP2-Masken sollten dicht am Gesicht getragen werden, damit keine Luft an den Seiten entweichen kann. Barthaare können einen festen Sitz verhindern. Wenn sich inner- beziehungsweise außerhalb der Maske Feuchtigkeit bemerkbar macht, ist sie sofort zu entsorgen. Wird man selbst direkt angehustet oder angeniest, sollte man die Maske ebenfalls gegen eine neue austauschen. Aufgrund des Filtermaterials kann das Atmen nach einiger zeit schwer fallen. Die Berufsgenossenschaft für Gesundheitsdienst und Wohlfahrtspflege empfiehlt daher, die Masken nicht länger als 75 Minuten am Stück zu tragen. Anschließend sollte eine halbstündige Pause eingelegt werden.

Beim Aufsetzen sollte die Oberfläche der Maske nicht berührt werden, das Absetzen der Maske erfolgt daher an den Haltebändern. Möchte man die Maske beispielsweise nach dem Besuch des Supermarktes nicht erst zuhause abnehmen, gibt es laut Kreyenschmidt eine bequeme Möglichkeit: „Wollen Sie die Maske bis zum Trocknen für den Transport verstauen, so packen Sie diese vorsichtig in einen verschließbaren Gefrierbeutel, den sie jedoch nach dem Gebrauch entsorgen sollten.“ 

Methoden zum Wiederverwenden

Die Forscher:innen des Projekts um Professor Kreyenschmidt haben zwei Vorgehensweisen untersucht, die eine Wiederverwendung für den privaten Gebrauch ermöglichen. Neben dem Verfahren „Sieben Tage trocknen bei Raumluft“ wurde die Methode  „80 °C trockene Hitze“ erprobt. „Grundsätzlich können alle FFP2-Masken wiederverwendet werden. Formstabile Masken (sogenannte Körbchenmodelle) und Masken mit Ausatemventil können nicht mit der Backofenmethode behandelt werden“, verdeutlicht Kreyenschmidt.

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Händewaschen nicht vergessen! [Symbolbild: pixabay]
 

Die einfache Methode ist das einwöchige Trocknen der Masken bei Raumluft. Hierfür werden die Masken an Haken, Nägeln oder einer Leine in Zimmern mit geringer Luftfeuchtigkeit aufgehängt. Der Wochentag der Maske und die Maskennutzer:innen sollten jeweils gekennzeichnet werden. Bei mehreren Personen oder Leinen sollte genügend Abstand zur anderen Leine eingehalten werden. Masken über oder auf der Heizung trocknen zu lassen, ist nicht zu empfehlen, da Temperaturen von 30 bis 40 Grad für viele Bakterien ideale Voraussetzungen zum Wachsen bieten. Nach sieben Tagen Trockenzeit kann die Maske wiederverwendet werden. Um einen Maskenkreislauf beizubehalten, sind somit sieben Masken nötig. Nachdem eine Maske fünfmal verwendet wurde, sollte sie im Hausmüll entsorgt werden.

Außerdem können Masken im Backofen erhitzt werden. Die Backofen-Methode reduziert im Gegensatz zur Raumluftmethode die Coronaviren vollständig. Die Masken sollten dabei zuerst für einen Tag aufgehängt werden. Danach können sie bei 80 Grad im Backofen erhitzt werden. Bei zu hoher Temperatur können an der Maske Schäden auftreten. Ist die Hitze zu gering, werden die Viren nicht vollständig entfernt. Die Masken sollten mit einem Thermometer auf ein Rost mit Backpapier gelegt und für 60 Minuten auf mittlerer Schiene im Backofen verbleiben. Die Masken können so fünfmal wiederverwendet werden.

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