Studentische Monatszeitung für Duisburg, Essen und das Ruhrgebiet

RATGEBER & TERMINE

Ein Studium und 200 Euro Mahngebühren

Schmeiß’ die Fuffis durch die Bib.

[Foto: Jacqueline Brinkwirth]

14.11.2020 15:47 - Jacqueline Brinkwirth

Eigentlich ist es wirklich nicht schwierig, Bibliotheksbücher rechtzeitig zurückzugeben. Redakteurin Jacqueline verzweifelt in ihrem Master-Studium an der Uni Duisburg-Essen (UDE) jedoch regelmäßig daran, was sich vor allem in hohen Mahngebühren und unangenehmen Briefen der Uni bemerkbar macht. Und obwohl sie es besser wissen sollte, lässt es sich manchmal eben nicht vermeiden, die Leihfrist zu überziehen.

Eine Kolumne von Jacqueline Brinkwirth

Es ist wirklich ein ziemlich schlechter Witz, sich selbst eingestehen zu müssen, dass man zum wiederholten Mal vergessen hat, ausgeliehene Bücher rechtzeitig zurückzugeben. Noch humorloser ist nur, genau zu wissen, dass man Bücher überzogen hat, sie jedoch nicht zurückgeben zu können, weil man gerade an der eigenen Abschlussarbeit schreibt und auf betreffende Literatur angewiesen ist. Mittlerweile kann ich mit Sicherheit sagen, dass weder das eine noch das andere Szenario erstrebenswert ist.

Denn als sozialer und verantwortungsvoller Mensch kämpft man in beiden Situationen mit dem schlechten Gewissen, dass man anderen Studierenden gerade Wissen vorenthält, was diese möglicherweise für ein Referat oder sogar für ihre Abschlussarbeit brauchen. Ich muss allerdings auch gestehen, dass die Auslastung meiner mentalen Kapazität gerade im Masterstudium zeitweilig so hoch war, dass ich schlicht vergessen habe, wann ich meine Bücher jetzt genau zurückgeben musste. Das hat mich bislang mehr als einmal deutlich ärmer gemacht, was zwar eine schmerzhafte, aber offenbar keine sonderlich prägende Erfahrung war.

Denn die Bücher, die ich für meine Masterarbeit ausgeliehen hatte, habe ich ebenfalls erst drei Wochen nach Fristende zurückgegeben. Nicht, weil ich sie so gern behalten wollte, sondern weil ich sie für meine Arbeit brauchte und steigende Infektionszahlen in einer Pandemie sich zudem eben nicht wirklich gut mit öffentlichen Verkehrsmitteln vertragen. Vor den Mahngebühren schützt mich das leider nicht. Das ist aber auch ok. Ich weiß durch meine Recherchen für die akduell mittlerweile, was mit dem Geld nach Zahlung von Mahngebühren passiert: Es werden neue Bücher angeschafft.

Deswegen ist es etwas weniger bitter, dass ich in meinem Masterstudium insgesamt über 200 Euro für verschusselte Buchabgaben bezahlen musste. Vielleicht haben einige Studierende einen Ersatz für das Buch gefunden, dass sie ausleihen wollten, aber nicht ausleihen konnten, weil es in meinem Bücherberg untergegangen ist. PS.: Da ich mein Studium mittlerweile beendet habe, werde ich in Zukunft vermutlich keine Bücher mehr ausleihen müssen. Für die Buchanschaffungen der Bib ein trauriger, für meinen Geldbeutel jedoch ein fröhlicher Moment.

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