Ekelbaron-294x300Das Frühjahr ist nicht bloß die Jahreszeit aufkeimender Gefühlswallungen, es ist auch die Zeit der nutzlosen Feiertage. Anders als bei Frohnleichnam oder Mariä Himmelfahrt mag dem einfachen Bürger der Sinn des Muttertages dagegen noch am deutlichsten erscheinen. Dies ist kein Wunder, schließlich war die Idee zum Feiertag gleich mehreren bürgerlichen Geschmacksverirrungen entsprungen und pendelte schon damals zwischen Ideologie und Geldmacherei.">
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Die Tagesmütter

15.05.2013 11:15 - Friedrich von Einhalt

Das Frühjahr ist nicht bloß die Jahreszeit aufkeimender Gefühlswallungen, es ist auch die Zeit der nutzlosen Feiertage. Anders als bei Frohnleichnam oder Mariä Himmelfahrt mag dem einfachen Bürger der Sinn des Muttertages dagegen noch am deutlichsten erscheinen. Dies ist kein Wunder, schließlich war die Idee zum Feiertag gleich mehreren bürgerlichen Geschmacksverirrungen entsprungen und pendelte schon damals zwischen Ideologie und Geldmacherei.


In den USA war es zunächst eine frühe Feministin, später dann ihre christliche Tochter, die sich für einen Muttertag einsetzte. Als Präsident Wilson diesen 1914 schließlich einführte, zeigte die bürgerliche Wirtschaftsmacht sich begeistert von der kostenlosen Werbeveranstaltung für Blumen und Pralinen.


In Deutschland hingegen war es bereits zu Beginn die bloße Gier, die einen Floristenverband dazu bewegte, den Muttertag 1923 auszurufen um das Geschäft anzukurbeln. Erst im Nachhinein wurde dieser von der Hitler-Regierung politisch vereinnahmt. Dieser ging es stärker um Wettbewerb und Leistungsgerechtigkeit: Einfach nur Mutter sein genügte nicht mehr, man musste damals schon ein ganzes Rudel geworfen haben um noch gewürdigt zu werden.


Der antichristliche Geist bürgerlicher Feiertage wird hier offenbar. Wenn der Bürger sich und Seinesgleichen feiert, muß hart erarbeitet oder teuer bezahlt werden, dazu zu gehören.


Hochachtungsvoll,
Friedrich von Einhalt

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