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RATGEBER & TERMINE

Der Weg an die Spitze: Die ersten Schritte im Esports

Nicht zwingend notwendig, aber hilfreich: gutes Equipment [Foto: Erik Körner]

30.05.2019 14:46 - Erik Körner

Mit der stetig steigenden Popularität des Esports, scheint der Traum Vieler, mit Videospielen Geld verdienen zu können, nicht nur attraktiver, sondern überhaupt realistisch zu werden. Doch was wird benötigt, beziehungsweise was sollte man wissen, wenn man in die Welt des kompetitiven Spielens eintaucht?

Wirft man einen Blick auf das Equipment vieler professioneller Spieler*innen, fällt auf, dass sie Peripheriegeräte nutzen, die qualitativ und in der Menge ihrer Funktionen weit über herkömmlichen Produkten liegen. Etwa Monitore mit hohen Bildwiederholungsraten, mechanische Tastaturen oder Mäuse mit zusätzlichen Tasten und hochwertigen, präzisen Sensoren.

Leevi „Criator“ Vaikkola, Head Coach des finnischen Overwatch-Teams Nyyrikki Esports, ist der Meinung, dass man sich zu Beginn seiner Esports-Laufbahn wenig Gedanken um teures Equipment machen sollte. „Ich kenne zahlreiche talentierte Spieler, die unfassbar schlechtes Equipment, unter anderem 60hz Monitore, benutzen und es trotzdem an die Spitze schafften“, merkt der Finne an. Allerdings weist er gleichermaßen daraufhin, dass es einen guten Grund gibt, weshalb Pros teure Ausstattung benutzen: „Ich schätze, für die meisten Leute wird es gutes Equipment viel, viel leichter machen, es nach oben zu schaffen oder mit ihrem vollen Potenzial zu spielen.“ 

Zeit ist Geld

Wie in jedem anderen Sport werden nur diejenigen gut, die genug Zeit haben, zu trainieren. Vaikkola ist der Ansicht, dass aufstrebende Pros täglich mindestens zwei Stunden spielen sollten. „Die Zeit kommt natürlich ganz auf den Spieler an, aber wer sich nicht jedes mal noch eine bis zwei weitere aufwärmen will, sollte die zwei Stunden anpeilen”, so der Coach. Freie Tage sollten seiner Meinung nach möglichst vermieden werden: „Solltest du mal einen Tag nicht schaffen, ist es wichtig, dass du versuchst, am nächsten Tag dafür mehr zu spielen.“

Ratsam ist außerdem, sich möglichst schnell für ein Team zu bewerben. Die meisten Teams suchen entweder auf großen Plattformen wie Reddit oder in Discord-Servern (Anmk. d. Red.: Discord ist eine Alternative zu Skype, die vor allem in der Videospielbranche genutzt wird) nach neuen Mitgliedern. Wer sich länger mit seinem Spiel beschäftigt, wird, auch wiederum über Reddit, schnell Zugang zu diesen Servern finden. Der eigene Rang im Spiel ist dafür irrelevant, da es Teams von den niedrigsten bis zu den höchsten Rängen gibt. 

Ohne Erfahrungen in einer solchen organisierten Umgebung stehen die Chancen schlecht, später professionell spielen zu können. Vaikkola gibt zu bedenken, wie wichtig die Erfahrung als Teamspieler*in ist: „Als einzelner Spieler kannst du mit genügend Zeit hohe Ränge erreichen, aber in vielen Spielen trennen dich deine Fähigkeiten als Teamplayer vom Rest der hochrangigen Spieler.“ Er fährt fort: „Du musst als Individuum durchgehend stark abliefern, aber auch gleichzeitig in der Lage sein, wichtige Informationen zu kommunizieren, einen kühlen Kopf zu bewahren und stets das Gesamtbild des Spielgeschehens verstehen. Das lernst du nur in einer koordinierten Umgebung.“

Das Ziel ist nur der Anfang

Wer professionell spielen will, darf nicht vergessen, dass der schwere Teil der Reise erst beginnt, sobald man die Spitze erreicht. Vaikkola sieht es ähnlich: „Auf ein professionelles Level zu kommen, ist gar nicht mal so schwer, wenn du weißt, was du tust und motiviert genug bist. Schwierig wird es erst, wenn du ganz oben bist und dort bleiben willst.“

Laut Vaikkola ist in erster Linie die Natur der professionellen Umgebung, gepaart mit astronomisch hohen Erwartungen und dem ständigen Druck, bestmögliche Ergebnisse abliefern zu müssen, der Grund, weswegen viele den Esport freiwillig hinter sich lassen.
„Von Spielern, aber auch Coaches oder Managern, wird konstant erwartet, hochgradig professionell zu arbeiten. Es kann sich sehr schnell wie ein regulärer Job anfühlen, den du auch dann machen musst, wenn du keine Lust hast. Ab da ist es kein Spiel mehr“, mahnt er.
 

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