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Das Know-how der Frühlingsblumen

Krokusse sind beliebte Frühlingsblumen, aber giftig für Hund und Katze.
[Foto: Saskia Ziemacki]
​​​​​​​15.03.2021 12:55 - Saskia Ziemacki

Im Frühling wird es wieder bunt! Krokusse, Hyazinthen, Primeln und Co. bringen nach den dunklen Wintermonaten endlich Farbe in den Garten oder auf den Balkon. Wir zeigen, welche Blumen im Frühjahr angepflanzt werden können und auf welche Blüten Haustieren zuliebe besser verzichtet werden sollte.

Knollen- und Zwiebelblumen

Hyazinthen, Tulpen, Krokusse, Kaiserkronen, Märzenbecher, Narzissen und Zierlauch. Sie  haben etwas gemeinsam: Eine Knolle oder Zwiebel, die im Winter Nährstoffe und Wasser speichert, um im Frühling auszutreiben. Am Besten ist es daher, sie bereits im Spätherbst anzupflanzen. Allerdings kann man schon jetzt angezüchtete Blumen in Gartencentern oder im Supermarkt kaufen. Damit tut ihr außerdem etwas Gutes für die Natur. Denn die im Frühjahr blühenden Arten sind wichtige Futterpflanzen für Bienen und Hummeln. Doch Vorsicht: die meisten Zwiebelblumen-Arten sind für potenzielle „Fraßfeinde“ wie Menschen und Tiere giftig, insbesondere Narzissen und Tulpen. 

Krokusse: Ihre Farbpalette reicht von weiß über gelb bis violett, die Sorte „Pickwick“ ist sogar gestreift. Einmal gepflanzt benötigen sie keine besondere Pflege mehr. Am liebsten haben sie jedoch viel Sonnenlicht. Im Sommer haben die Knollen Tochterzwiebeln gebildet, die man dann aus der Erde nehmen und verpflanzen kann. Achtung: Krokusse enthalten Picocorin, das bei Hunden und Katzen Übelkeit, Erbrechen und Durchfall verursacht.

Hyazinthen: Es gibt sie in blau, violett, rosa und weiß, aber auch in ungewöhnlicheren Farbtönen wie apricot, goldgelb und purpurrot. Auch sie benötigen einen sonnigen und warmen Platz. Die Pflanztiefe für Hyazinthenzwiebeln beträgt rund zehn Zentimeter. Dabei sollte auf genügend Pflanzabstand zur Nachbarpflanze geachtet werden, optimal sind 15 Zentimeter oder mehr. Um die schweren Blütentrauben bei heftigem Regen vorm Umfallen zu schützen, kann ein kleiner stützender Stab in die Erde gesteckt werden. Auch hier ist Vorsicht geboten: Calciumoxalate und Alkaloide können bei Verzehr Übelkeit, Erbrechen, Durchfall und Magenkrämpfe verursachen. 

Bei allen Blumen ist es wichtig, gelockerte, nicht zu schwere Erde zu benutzen, da letztere zu Staunässe führen kann, wodurch die Knollen oder Zwiebeln faulen. Am besten wird die Erde daher mit Sand verdünnt. Alternativ gibt es extra Anzuchterde im Gartencenter.

Ungiftige Frühlingsblumen

Veilchen: Wer einen Hund oder eine Katze zu Hause hat und lieber auf Nummer sicher gehen möchte, sollte zu den violett bis mehrfahrbigen Veilchenarten wie Hornveilchen oder Stiefmütterchen greifen. Die stark duftenden Blüten sind ungiftig. Im Volksglaube wird ihnen sogar eine heilende Wirkung nachgesagt: Sie sollen kühlend, schmerzstillend und entspannend sein.

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Krokusse brauchen keine besondere Pflege, jedoch viel Sonnenlicht. [Foto: Saskia Ziemacki]
 

Schlüsselblumen: Sie gehören zu den Primeln, enthalten aber keinerlei Giftstoffe, weshalb Hunde und Katzen sie problemlos fressen können. In der Volksmedizin dienen sie vor allem als Hausmittel gegen Erkältungen und Gelenkbeschwerden.

Die Eisheiligen

Mit dem Pflanzen vieler Blumen muss noch bis nach den Eisheiligen (11. bis 15. Mai) gewartet werden. Du dieser Zeit kann es noch einmal zu Frost kommen. Solche Temperaturstürze vertragen die meisten Gewächse wie Geranien, Fuchsien und Dahlien, aber auch Tomaten, Gurken, Bohnen und die meisten Salatsorten nicht. Zitruspflanzen wie Orangen-, Mandarinen- und Zitronenbäumchen können bereits jetzt zur Abhärtung ins Freie. Über die Eisheiligen müssen sie jedoch wieder reingestellt werden, da auch sie Frost nicht überleben. Will man dennoch schon mit der Bepflanzung beginnen, kann man die Samen im Haus oder Gewächshaus anziehen und sie nach den Eisheiligen nach draußen stellen. 

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