Ekelbaron-294x300Die Religion und die Kunst bestehen im Kern aus einer Unterscheidung zwischen dem Gewöhnlichen und dem Erhabenen. Während Religion hier allerdings gleichförmige Rituale bemüht, um das Heilige vom Profanen zu trennen, geht es in der Kunst vielmehr um das individuelle Genie, das im Werke sichtbar wird. Während Religion also einer Masse bedarf, die sie trägt, kann Kunst nur gedeihen, wo sie Exklusivität und Einzigartigkeit herstellt.">
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Bilder einer Ausstellung

17.07.2013 20:29 - Friedrich von Einhalt

Die Religion und die Kunst bestehen im Kern aus einer Unterscheidung zwischen dem Gewöhnlichen und dem Erhabenen. Während Religion hier allerdings gleichförmige Rituale bemüht, um das Heilige vom Profanen zu trennen, geht es in der Kunst vielmehr um das individuelle Genie, das im Werke sichtbar wird. Während Religion also einer Masse bedarf, die sie trägt, kann Kunst nur gedeihen, wo sie Exklusivität und Einzigartigkeit herstellt.

In heutigen Museen und Galerien allerdings kann hiervon nicht die Rede sein. Es gibt kaum einen beschämenderen Anblick, als die Werke alter Meister in öffentlichen Museen einem Pöbel überantwortet zu sehen, der nur den Kitsch und die Derbheit zu schätzen weiß. Einkaufstütentragend drängt der Bürger sich durch die Gänge und bemerkt, dass er dieses Bild ebenfalls hätte malen können und er auf jenem ein Geschlechtsteil erkennen könne.

Es ist wie mit der Institution der Universität, die langsam aber sicher zu Grunde geht, seitdem sie den Massen geöffnet wurde. Pop-Science wird heute multipel wählbar in unzähligen Kopien an den Studenten gebracht, wie einst Warhol die Kunst als erster konsequent bürgerlich begriff und auf massenkompatiblen Kitsch reduzierte.

Eine Freiheit der Kunst, wie sie erstrebenswert ist, heißt zu allererst eine Freiheit der Kunst von diesen Massen. Zensur kann hier nur hilfreich sein, eine Offenheit im Denken herzustellen, die im Wettbewerb bloß unterdrückt würde.

 

Hochachtungsvoll,

Friedrich von Einhalt

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