Studentische Monatszeitung für Duisburg, Essen und das Ruhrgebiet

Artikel

Alternatives Wohnen in Duisburg gefährdet

M</strong><strong>it der Kündigung des Pachtvertrages </strong><strong>mit dem Verein </strong><strong>Experimentelles Wohnen e.V. </strong><strong>durch die Stadt Duisburg </strong><strong>ist der Lebensraum von elf </strong><strong>Menschen, zehn Hunden und </strong><strong>einer Katze bedroht. Auf ihrem </strong><strong>Bauwagenplatz in Duisburg-</strong><strong>Homberg haben sie vorgelebt, </strong><strong>wovon sonst nur geredet wird: </strong><strong>Mit Solarkraft, Kompostieranlagen </strong><strong>und Gemüseanbau wurde </strong><strong>hier der inflationär gebrauchte </strong><strong>Begriff der Nachhaltigkeit </strong><strong>mit Bedeutung versehen. Die </strong><strong>Gemeinschaftsküche ist rauch- und</strong><strong> fleischfrei, das Miteinander </strong><strong>harmonisch, die Zukunft </strong><strong>ungewiss. Am 5. Januar 2015 </strong><strong>würde der Platz seinen zwanzigsten </strong><strong>Geburtstag feiern.
 

SchwuBiLeTransQueer

Bei der Vollversammlung des autonomen Referates für Schwule, Bixesuelle und Lesben am vergangenen Donnerstag wurde eine Satzungsänderung beschlossen, der nach der Schutzraum für Homo- und Bisexuelle seine Zuständigkeit erweitern und sich künftig auch trans- und intersexuellen Menschen annehmen soll. Außerdem fand die jährliche Wahl der Referent*innen statt. Die akduell begleitete diese Prozedere.
 

350 Veranstaltungen gegen Antisemitismus

Der Antisemitismus ist noch immer tief in der deutschen Gesellschaft verankert. Allein in diesem Jahr kam es zu über 650 registrierten antisemitischen Straftaten in Deutschland. Die Amadeu-Antonio Stiftung entschied darum zum elften Mal zu den Aktionswochen gegen Antisemitismus aufzurufen. Der Schwerpunkt wird dabei auf israelbezogenem Antisemitismus sowie dem Sommer 2014 in Deutschland legen.
 

Geflüchteten-WGs

Geflüchtete aufzunehmen hat in Lübeck seit dem 2. Weltkrieg Tradition. Die seit 1988 SPD-regierte Hansestadt bemüht sich daher weit mehr als andere Städte um eine geflüchtetenfreundliche Integrationspolitik. Die Anzahl der Asylsuchenden hat sich in den letzten drei Jahren allerdings mehr als verfünffacht und für die Unterbringung und Versorgung all der Menschen, die noch dieses Jahr zu erwarten sind, ist nicht vollständig gesorgt. Jetzt ergreifen Studierende die Initiative.
 

Angst vor Salafismus als Alibi

Seit einigen Monaten organisieren sich Hooligans mannigfaltiger Vereine gegen Salafismus, die „zunehmende Islamisierung“ Deutschlands und angeblich auch gegen die Terrororganisation IS. Hooligans gegen Salafisten (kurz HoGeSa) nennt sich die Gruppe und erhält schon seit ihrer Entstehung eine breite Unterstützung aus dem Nazi-Milieu. Die Akteure geben sich außerstande zwischen Islamismus und Islam zu differenzieren. Ebenso wenig sind sie gewillt einen Unterschied zwischen Islamist*innen und Menschen mit vermutetem Migrationshintergrund aufzuarbeiten. Mit 4.000 rechten Hooligans und massivsten Ausschreitungen, kam es vergangenen Sonntag in Köln zur bislang größten HoGeSa-Demonstration. Anmelder der Veranstaltung war ein Mitglied der rechten Kleinstpartei Pro NRW; das entsprechende Facebook-Event arrangierte die Seite Wir sind Deutschland.
 

O-Wochen: Trotz allem ein Erfolg

In der vegangenen Woche fanden die Orientierungswochen an der UDE statt. Die O-Woche stand zunächst auf der Kippe: Grund dafür war eine Haushaltssperre. Die akduell hat sich auf einigen der Veranstaltungen umgesehen und bei den Fachschaften umgehört. Es sieht so aus, als wäre die Haushaltsmisere glimpflich ausgegangen.