Studentische Monatszeitung für Duisburg, Essen und das Ruhrgebiet

Artikel

„Es verprügelte Sie Herr Müller“

Vorletztes Wochenende, Dortmund: Polizeibeamt*innen haben Nazi-Gegner*innen mit Pfefferspray verletzt um den Neonazis den Rückweg von ihrer Kundgebung freizumachen. Wer sich in den eigenen Rechten verletzt fühlt, kann Anzeige erstatten. Ein Gericht prüft, ob die Exekutive Grundrechte verletzt hat oder gesetzesmäßig vorgegangen ist. So steht es im Staatsrecht-Lehrbuch. In der Realität indes scheitert ein rechtsstaatliches Verfahren bereits häufig an der Identifizierung der Beschuldigten. In NRW soll sich das bald ändern: Das Innenministerium plant die Einführung einer Kennzeichnungspflicht für die<br />
 

Akten D-J und X-Z auf Reisen

Viele Essener Lehramtsstudierende müssen sich wie Asterix und Obelix in „Asterix erobert Rom“ fühlen, möchten sie ein persönliches Gespräch mit dem Landesprüfungsamt (LPA) wahrnehmen: Vom Pförtner in den zweiten Stock, um sich dort den Passierschein A38 aushändigen zu lassen. Von dort in den sechsten Stock geschickt, um das blaue Formular zu beantragen, ohne das man den Passierschein nicht bekommt. Hierfür muss zunächst der lilafarbene Antrag ausgefüllt werden.
 

Kein Platz für Nazis während Dortmunder CSD

Mitglieder der Neonazi-Partei „Die Rechte“, die größtenteils aus dem verbotenen Nationalen Widerstand Dortmund stammen, wollen am 23. August zeitgleich zum Christoper Street Day in Dortmund demonstrieren. Das Bündnis BlockaDo ruft dazu auf, die Nazi-Kundgebung eine Woche vor dem Antikriegstag zu blockieren. Seit Jahren versuchen Nazis, den Tag, der an den Überfall Deutschlands auf Polen und den Beginn des Zweiten Weltkriegs erinnert, für ihre Zwecke zu missbrauchen. Zentraler Aufmarschort sollte in den vergangenen Jahren Dortmund sein. Mal wurde die Demo verboten, meist jedoch kurzfristig gerichtlich erlaubt.
 

Tote Kaninchen und viel Formalia

539 grausam getötete Kaninchen. Das könnte die Bilanz des Wahlergebnisses der Studierendenparlamentswahl an der UDE sein. Denn die Die Partei-Hochschulgruppe  hatte noch vor der Wahl gewarnt, für jede RCDS-Stimme ein süßes Karnickel zu töten. Nun hat die Die Partei-Fraktion in der konstituierenden StuPa-Sitzung einen Antrag gestellt, dass der RCDS wegen seiner Verantwortung für die über 500 toten Hoppler aus dem Parlament ausgeschlossen werden soll. Ansonsten gab es auf der ersten Sitzung der studentischen Vertretung jede Menge Formalia, Wahlen und Befragungen durch die Opposition.
 

Jugendorganisationen gemeinsam gegen Mindestlohn-Ausnahmen

Mindestlohn ausnahmslos – für diese Forderung gab es in Essen nun einen Schulterschluss zwischen den Jusos Essen, der DGB-Jugend Mülheim-Oberhausen-Essen und der Linksjugend Solid Ruhr. Ein Schweizer Käse ist den Jugendorganisationen nicht genug, wenn es um das Mindeste zum Leben geht.<br />
 

Fußball ist geil, aber...

Ein wenig froh war ich schon, als die deutsche Nationalmannschaft sich vergangenen Samstag unentschieden von Ghana trennte. Zu nervig finde ich die Massen an Deutschland-Fahnen, zu fremd ist mir der Party-Patriotismus. Zu überheblich waren die eifrigen Deutschland-Fans nach dem klaren Sieg über die portugiesische Nationalmannschaft. Aber hätte ich mich gefreut, wenn Deutschland verloren hätte? Geärgert, hätten sie gewonnen? Nein!