Studentische Monatszeitung für Duisburg, Essen und das Ruhrgebiet

Artikel

Geflüchtete in die Stadt, nicht in Container!

Bis zu 200 Geflüchtete in Containern, am Essener Stadtrand zusammengepfercht. Wenn es nach der Vorlage der Stadtverwaltung geht, sollen an sieben Standorten solche „Containerdörfer“ entstehen, in denen jeweils mindestens 100 Geflüchtete untergebracht werden können. Laut Verwaltung soll im Notfall an einzelnen Standorten sogar die Unterbringung von bis zu 200 Menschen möglich sein: Von der vermehrten Unterbringung Geflüchteter in normalen Wohnungen findet sich im Plan keine Spur.
 

Kolonialmacht FIFA erobert Brasilien

In Brasilien findet in wenigen Tagen die Fußball-Weltmeisterschaft statt und die ganze Welt freut sich. Die ganze Welt? Nein, ein von unbeugsamen Fußballfans bevölkertes Land wehrt sich gegen die FIFA-Besatzung und kämpft seit über einem Jahr gegen staatliche Willkür, Kürzungen an Krankenhäusern, sozialen Einrichtungen und Schulen – alles aufgrund der Investitionen für die Fußball-WM.
 

Duisburg: Deutlicher Rechtsruck

<a href="http://akduell.de/wp-content/uploads/2014/05/Bildschirmfoto-2014-05-27-um-10.34.17.png"><img class="aligncenter size-full wp-image-5677" src="http://akduell.de/wp-content/uploads/2014/05/Bildschirmfoto-2014-05-27-um-10.34.17.png" alt="Bildschirmfoto 2014-05-27 um 10.34.17" width="665" height="385" /></a>Pro NRW, NPD, und AfD werden im neuen Duisburger Stadtrat vertreten sein. Mit zusammen etwa zehn Prozent der Stimmen erhalten die rechten Parteien besonders starken Zuspruch. Die Wahlbeteiligung ließ zu wünschen übrig und sank im Vergleich zur Kommunalwahl 2009 von 45,7 auf 42,66 Prozent. Ein Stimmungsbild aus dem Duisburger Rathaus.
 

(Verg-)Essener Blutsonntag

1967: Während einer Demonstration stirbt der Student Benno Ohnesorg durch die Kugel eines Polizisten. Seither ist es sein Name, der als erster mit dem Thema Polizeigewalt in Verbindung gebracht wird. Doch Ohnesorg war nicht der erste Aktivist, der von der deutschen Polizei erschossen wurde. Vor 62 Jahren starb Antifaschist und KPD-Mitglied Philipp Müller in Essen durch die Schüsse eines Polizeibeamten.
 

Nationalisten-Konzert oder Vertragsstrafe?

Der Sänger Marko Perkovic aka „Thompson“ und seine fünfköpfige Band sollen am 3. Mai in der städtischen Essener Eissporthalle vor bis zu 1.800 Gästen auftreten. Dass sich die Band nach einer Maschinenpistole benennt, mit der ihr Sänger im jugoslawischen Bürgerkrieg kämpfte, ist noch ein vergleichsweise kleines Problem: Sie haben sich europaweit einen Ruf erarbeitet – als nationalistische und faschistische Kombo.
 

Integration nur mit Schweinshaxe?

Die Essener Alternative für Deutschland (AfD) stellt zum Auftakt des Kommunalwahlkampfes eine steile These auf: Integration hängt davon ab, was Leute essen. In ihrem kürzlich verabschiedeten Kommunalwahlprogramm bläst die sogenannte Alternative in dasselbe rechtspopulistische Horn wie ihr eigener Bundesverband.