Studentische Monatszeitung für Duisburg, Essen und das Ruhrgebiet

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Pensionierte auf die Felder!

 

Der Wahltrieb

„Stell Dir vor, es ist Wahl – und niemand geht hin“? Das Jammern über geringe Beteiligung begleitet jede Wahl so sicher, wie das Gekabbel um Stimmen. Kaum bietet sich der Anlass, werden Prozente jongliert als wäre man im schönsten Barbetrieb. Untergangsstimmung macht sich breit. Mimimi, niemand will mehr. Dabei fehlen in dieser gern wiedergekäuten Debatte die wichtigsten Personen: Diejenigen, die tatsächlich noch mitmachen. Warum machen die das? Was treibt die Menschen zur Urne? Und wieso wählen Affen nicht? Eine Suche nach Erklärungen eines Phänomens.
 

Was die Zukunft bewegt

Geplant, beforscht und debattiert: Die Zukunft der Stadt bleibt dennoch ungewiss. Ausgehend von Gesprächen mit Prof. Alexander Schmidt, dem Leiter des in Essen ansässigen Instituts für Stadtplanung und Städtebau sowie Prof. Stephan Rammler, Autor des Buches „Schubumkehr“, skizziert akduell ein Szenario. Das Ergebnis: Ein betreuter Rundgang durch die Stadt von morgen.
 

Im Zweifel sicher

Die Neuerkrankungen an Syphilis nehmen bundesweit seit Jahren zu. In Essen hingegen geht der Trend seit 2013 in die entgegengesetzte Richtung, nicht zuletzt dank der Bemühungen der Beratungsstelle für sexuell übertragbare Krankheiten im Gesundheitsamt Essen. Dass die Stelle kostenlos und anonym Syphilis- sowie HIV-Tests anbietet, ist jedoch, trotz der umfangreichen Aufklärungsarbeit der Berater*innen, vielen noch unbekannt.
 

Verschollene Jahrhunderte

Es ist nur wenig bekannt über die sogenannten Dark Ages: Die Ausstellung „Werdendes Ruhrgebiet“ im Essener Ruhrmuseum bringt nun etwas Licht ins Dunkel der Jahrhunderte zwischen Spätantike und Mittelalter. Mit zeitgenössischen Alltagsgegenständen, Kunstwerken und Grabungsfunden erhellt sie die schriftlose Zeit. Dabei analysiert sie auch kulturelle wie religiöse Entwicklungen und den nicht zu unterschätzenden Einfluss der jeweiligen Gegenwart auf die Deutung der Vergangenheit.
 

Würde im Würgegriff

„<span lang="de-DE">Das Seltsamste am menschlichen Verhalten ist, dass der Mensch sich seine Hindernisse selbst baut. Er denkt sich Mythen aus – und verehrt sie dann als etwas Heiliges.“ Für Sätze wie diesen wurde der saudische Blogger Raif Badawi 2012 verhaftet. Im Mai 2014 lautete das endgültige Urteil eines ansässigen Gerichts: zehn Jahre Haft, 1000 Peitschenhiebe und ein Bußgeld von etwa 194.000 Euro. Nun ist eine Auswahl seiner Texte auf Deutsch erschienen.</span>