Studentische Monatszeitung für Duisburg, Essen und das Ruhrgebiet

Dennis ist seit Dezember 2016 Redakteur bei der akduell und hat immer ein Auge für die Hochschulpolitik der Universität Duisburg-Essen.

Artikel

Das BVB-Dilemma

Alle haben es gesehen, gehört oder gelesen: Am Samstag, 4. Februar, kam es am Rande der Bundesliga-Begegnung zwischen Borussia Dortmund und Rasenballsport Leipzig zu Angriffen auf Leipziger Fans. Viel wurde in der vergangenen Woche über die Kritik an RB Leipzig und die Ausmaße dessen diskutiert. Von ideologischen Analysen bis hin zu Forderungen nach wöchentlichem Freiheitsentzug war alles dabei. Der BVB befindet sich dabei in einer besonderen Situation: Zwischen internationaler Marke und dem Ruf nach Tradition.
 

Keine Diskussion mit Neonazis

Die AfD tut sich schwer damit, an den Universitäten Fuß zu fassen. Abgesehen von einigen Ausnahmen in der Hochschulpolitik sehen sie sich mit vielfältigen Protesten konfrontiert. So auch am Donnerstag, 2. Februar, an der Technischen Universität Dortmund (TU). Das Autonome Schwulenreferat lud zu einer Podiumsdiskussion anlässlich der im Mai stattfindenden Landtagswahlen nicht nur Vertreter*innen von CDU, FDP, SPD, Grünen und Linken ein, sondern auch von der AfD.
 

Viele Fragen, wenige Antworten

Minütlich erscheinen am Mittwoch, 1. Februar, Nachrichten über eine Festnahme des mutmaßlichen Attentäters vom Wehrhahn-Anschlag. 16 Jahre zuvor, am 27. Juli 2000, werden zwölf Menschen Opfer eines Bombenanschlags an der S-Bahn-Station Düsseldorf-Wehrhahn. Ein ungeborenes Kind stirbt, zehn migrantische, teils jüdische Menschen, die eine Sprachschule in der Nähe besuchten, werden zum Teil schwer verletzt und überleben nur knapp. Der Fall scheint abgeschlossen, dennoch drängen sich Fragen auf.
 

Fly Schulz, fly!

Oha, Martin Schulz ist Kanzlerkandidat der SPD. Was für eine Nachricht, die Medien überschlagen sich. Der Neuanfang ist ausgerufen. Sigmar Gabriel is gone, also als Wirtschaftsminister und SPD-Vorsitzender, jetzt ist er Außenminister. Diplomatie ist bekanntlich das Handwerk, das Gabriel am besten beherrscht. Ob er jedoch Donald Trump den Mittelfinger zeigen wird, ist noch fraglich und eher unwahrscheinlich. Aber back to topic: Es ist Schulz, Schulz, überall Schulz.
 

Massiver Protest, internes Chaos

„Wir werden der AfD auch dieses Mal die Stimme nehmen und die Wahlkampfvorbereitungen stören“, schallt es aus dem Lautsprecher-Wagen. Knapp 1.500 Demonstrant*innen fanden sich am Sonntag, 29. Januar, zur Demonstration der Kampagne Nationalismus ist keine Alternative (NIKA) in Oberhausen zusammen, um gegen den fünften Landesparteitag der AfD seit 2016 zu protestieren. Zeitgleich sind die Gemüter in der AfD erhitzt, unzählige interne Auseinandersetzungen zeichnen das Bild der Partei in NRW.
 

Nicht weniger als eine Revolution

Ein Freiheitskampf in der Sorgearbeit, aber was genau ist eigentlich Sorgearbeit? Die Care Revolution ist ein bundesweit agierendes Netzwerk. Auf der Homepage heißt es, dass dort vor allem Menschen tätig sind, die in der „sozialen Reproduktion – Hausarbeit, Gesundheit, Pflege, Assistenz, Erziehung, Bildung, Wohnen und Sexarbeit – aktiv sind“. Die Autorin und Professorin Gabriele Winker hat sich in ihrem Buch <em>Care Revolution. Schritte in eine solidarische Gesellschaft</em> dem Thema gewidmet und beschreibt darin ausführlich, worum es geht. In den Räumen der Düsseldorfer Hochschule gründete sich am Freitagabend, 20. Januar, das Netzwerk Rhein-Ruhr der Care Revolution. akduell-Redakteur Robin Dullinge sprach mit den Initiatorinnen Janette E. und Marlene C. über persönliche Stresssituationen, Bewusstseinsveränderungen, gesellschaftliche Verhältnisse, Revolution und die Hintergründe der Netzwerkgründung.