Studentische Monatszeitung für Duisburg, Essen und das Ruhrgebiet

Dennis ist seit Dezember 2016 Redakteur bei der akduell und hat immer ein Auge für die Hochschulpolitik der Universität Duisburg-Essen.

Artikel

Zehntausend gegen Abschiebungen nach Afghanistan

Seit Mittwoch, 10. Mai, protestieren Geflüchtete Tag und Nacht gegen Abschiebungen ins Kriegsgebiet Afghanistan. Bis Sonntagabend, 14. Mai, harren sie am Burgplatz in der Düsseldorfer Altstadt aus. Dabei versuchen sie Unterschriften für ihre <a href="https://www.openpetition.de/petition/online/keine-abschiebungen-aus-nrw-nach-afghanistan?utm_source=extern&amp;utm_medium=widget&amp;utm_campaign=keine-abschiebungen-aus-nrw-nach-afghanistan">Petition</a> zu sammeln, die die Landesregierung zu einem Abschiebestopp auffordert, der unter aktuellen Umständen aber wohl in weite Ferne rücken könnte. Das Camp zwischen liebevoller Unterstützung und rassistischer Anfeindung.
 

Wahlabend aus der Hölle

Nordrhein-Westfalen hat gewählt. Die großen Gewinner sind die rechtskonservative CDU, die marktliberale FDP und Hannelore Kraft, die sich nun nicht mehr damit rumschlagen muss, Landesvorsitzende der Sozialdemokrat*innen zu sein: ein Glück. Eine schwarz-gelbe Koalition ist wahrscheinlich und damit eine Regierung quasi direkt aus dem Guss des neoliberalen Rechtsruck. Mein Abend zwischen professionellem Journalismus und politischer Enttäuschung.
 

Antisemitismus: Tief in der Mitte verankert

Über zwei Stunden sprachen etwa 50 Teilnehmende am vergangenen Dienstag, 2. Mai, am Essener Campus über Antisemitismus im 21. Jahrhundert. Das Internationale Referat hatte dazu Dr. Juliane Wetzel, wissenschaftliche Mitarbeiterin am Zentrum für Antisemitismusforschung an der TU Berlin und Armin Langer, Publizist und Student der jüdischen Theologie zur Diskussion eingeladen. Ein Abend mit vielen Erkenntnissen.
 

#NRWIR haben keine Wahl

Ein lauwarmer Montagabend in Neuss, die Sonne steht noch leicht am Himmel, einige Wolken verdecken sie. Die Wolkendecke für die afghanischen Geflüchteten und Unterstützenden vom Bündnis „Afghanischer Aufschrei“ ist heute nicht aufgebrochen. Erneut wurden neun Menschen aus NRW mit einer Sammelabschiebung ins Kriegsgebiet Afghanistan abgeschoben. Seit einigen Monaten protestierten Alizadah, ein Geflüchteter aus Afghanistan und Maria*, eine Unterstützerin der selbstorganisierten Gruppe „Afghanischer Aufschrei“ gegen diese Praxis.
 

Mit der AfD ins 20. Jahrhundert

Was will die AfD für Nordrhein-Westfalen? 51 Seiten Wahlprogramm sollen es den Wählenden näher bringen. Zahlreiche Widersprüche, keine „Ehe für Alle“, mehr Förderung für Jungen und Männer, autoritäre Schulsysteme und eine flüchtlingsfeindliche Politik sollen rechts-liberale bis völkisch-nationale Wähler*innen mobilisieren und die AfD zweistellig in den Düsseldorfer Landtag bringen. Die vermeintlich moderate Partei des „kleinen Mannes“ in 10.476 Zeichen.
 

Aktenschließung ohne Aufklärung

Am vergangenen Donnerstag, 6. April 2017, wurde im nordrhein-westfälischen Landtag der Abschlussbericht des parlamentarischen Untersuchungsausschuss zum NSU vorgestellt. Über 1.000 Seiten dokumentieren die Arbeit und Sitzungen der Abgeordneten, dennoch bleiben im NSU-Komplex viele Fragen offen. Die Opfer und Angehörigen sind unzufrieden, die Behörden behindern die Aufklärung und die Abgeordneten stoßen an ihre Grenzen.