Studentische Monatszeitung für Duisburg, Essen und das Ruhrgebiet

ARCHIV

07.05.2015, 13:34
Es ist nur wenig bekannt über die sogenannten Dark Ages: Die Ausstellung „Werdendes Ruhrgebiet“ im Essener Ruhrmuseum bringt nun etwas Licht ins Dunkel der Jahrhunderte zwischen Spätantike und Mittelalter. Mit zeitgenössischen Alltagsgegenständen, Kunstwerken und Grabungsfunden erhellt sie die schriftlose Zeit. Dabei analysiert sie auch kulturelle wie religiöse Entwicklungen und den nicht zu unterschätzenden Einfluss der jeweiligen Gegenwart auf die Deutung der Vergangenheit.
06.05.2015, 10:20
Der Gießener Student Robert Schönzart klagte Anfang 2014 gegen die niedrigen BAföG-Sätze. Eine derartige Sozialleistung dürfe den Hartz-IV-Satz nicht unterschreiten und müsse die unterschiedlichen Miet- und Lebenskosten in den Universitätsstädten berücksichtigen, argumentierte er. Schönzart verlor in erster Instanz und will nun bis ans Bundesverfassungsgericht (BVerfG) gehen. Weil er die Prozesskosten dafür selbst hätte aufbringen müssen, unterstützen ihn nun Studierendenschaften aus dem gesamten Bundesgebiet. Auch das Landes-ASten-Treffen Nordrhein-Westfalen (LAT NRW) sagte 750 Euro zu.
05.05.2015, 13:22
„Der andere Verletzte, das war jetzt der Täter?“, fragt die junge Polizistin ihren Kollegen. Am Rande der Demonstration zum 1. Mai in Wuppertal hatte sie damit die wichtigste, gesicherte Information zur Messerattacke am Autonomen Zentrum vom 16. April prägnant wieder gegeben. Ein dringend Tatverdächtiger sitzt mittlerweile für den wohl versuchten Mord an dem 53-jährigen AZ-Besucher <a href="http://akduell.de/2015/04/ein-messer-viele-ungereimtheiten/">(akduell berichtete)</a> in Untersuchungshaft, eher tröpfchenweise sickerten in den vergangenen Tagen weitere Details zum Fall durch. In einer zweiten Pressemitteilung nahmen die Aktiven des linken Zentrums ausführlich Stellung und nennen den Namen des Täters. Währenddessen ist der Zustand des Opfers stabil, bleibt aber weiter kritisch.
05.05.2015, 13:04
<a href="http://akduell.de/wp-content/uploads/2015/05/Bernd.jpg"><img class="alignleft size-medium wp-image-9024" src="http://akduell.de/wp-content/uploads/2015/05/Bernd-273x300.jpg" alt="Bernd" width="273" height="300" /></a>Getz ham die Studenten endlich ihr neues Ticket, da streikt die Bahn schon wieder. Ich bin ja heut auch nich mehr so viel unterwechs wie früher, aber ich würd mir dat nich gefallen lassen. Wenn et heutzutage normal is, datt einen von zwölf Monaten im Jahr alles stillsteht, dann können die doch gefälichst auch ummen Zwölftel runtergehn mittem Preis. Wenn die Bahn nicht gescheit bezahlt, warum solln die Kunden dat dann machen?
05.05.2015, 11:06
Vergangenen Montag kam der dm-Gründer Götz Werner nach Duisburg, um die Mercator-Professur der Universität Duisburg-Essen entgegenzunehmen. Nachdem Rektor Ulrich Radtke ihm die Urkunde überreicht hatte, wandte sich der „etwas andere Unternehmer“ <a href="http://akduell.de/2015/02/die-realitaet-der-zukunft-ist-die-utopie-von-heute/">(akduell berichtete)</a> an sein Publikum. „Wirtschaft heißt miteinander füreinander leisten“, so der Titel seines Vortrages. Doch was steckt hinter der wohlklingenden Formel und ist Götz Werners Stil der Unternehmensführung tatsächlich so bahnbrechend anders?
04.05.2015, 19:01
In einem Schreiben an die Landesregierung forderten die Oberbürgermeister*innen (OBs) des Ruhrgebiets im März Härtefallprüfungen für ältere, kranke und alleinerziehende Geflüchtete abzuschaffen. Gemeint sind damit Roma, die in Deutschland ohnehin schon mit Vorurteilen zu kämpfen haben. Geht es nach den OBs, sollen Roma ohne weitere Prüfung abgeschoben werden können, obwohl sie in osteuropäischen Ländern Verfolgung fürchten müssen. Damit bedienen die Ruhrgebiets-OBs vor allem Forderungen, die man offen ausgesprochen nur von rechten Parteien wie AfD und NPD kennt. 
03.05.2015, 15:38
03.05.2015, 13:23
Das Politische hat Einzug gehalten in das Museum Folkwang. Bis zum 5. Juli ist dort die Ausstellung <a href="http://www.museum-folkwang.de/de/ausstellungen/aktuell/conflict-time-photography.html">"Conflict, Time, Photography"</a> zu sehen, die von der Tate Modern konzipiert und zuerst in London gezeigt wurde. Unsere Redakteurin hat sich dort umgeschaut und mit Hans-Jürgen Lechtreck, stellvertretender Direktor des Museums und Kurator der Ausstellung, gesprochen.
02.05.2015, 10:29
Der Tag der Arbeit ist traditionell ein Demonstrationstag für Gewerkschaften, Arbeiter*innen und Beschäftigte. Aber der Maifeiertag ist wie schon in den vergangenen Jahren auch ein festes Datum für rechte Kräfte im Ruhrgebiet und NRW. Sie deuten den Tag der Gewerkschaften wie im Dritten Reich um und feiern den „Tag der nationalen Arbeit“, der von den Nationalsozialist*innen nach der Zerschlagung der sozialistischen Gewerkschaften ebenfalls am 1. Mai begangen wurde. Gleich drei rechte Parteien - NPD, Die Republikaner und die Rechte - zogen in diesem Jahr durch Mönchengladbach, Essen und Duisburg. Antifaschist*innen hatten unter dem Motto „1. Mai Nazifrei“ auf die Straße mobilisiert und schließlich die rassistischen Parteien erfolgreich blockiert.
01.05.2015, 11:34
70 Jahre ist es her, da wurden die Konzentrations-
und Vernichtungslager der Nationalsozialist*innen befreit. Etwa sechs Millionen Menschen wurden dort während des Holocaust ermordet. Nur noch wenige Überlebende können im Jahr 2015 ihre Geschichte erzählen. Eine von ihnen ist Lydia Maksimovich, die 
als kleines Kind wie durch ein Wunder 15 Monate im Vernichtungslager Auschwitz-Birkenau überlebte. In Gedenken an die Opfer der Vernichtungsmaschinerie des Nationalsozialismus druckt die akduell im Folgenden einen Teil ihrer Geschichte ab, die sie im Rahmen der Gedenkstättenfahrt der Sozialistischen Jugend Deutschlands – Die Falken erzählte.