Studentische Monatszeitung für Duisburg, Essen und das Ruhrgebiet

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Was tun mit all den Wahlplakaten?

02.09.2013 13:24 - Alex Grossert



Seit einigen Wochen hängen sie wieder in allen Straßen: Plakate mit Werbung zur Bundestagswahl. Während die Parteien mit großem Einsatz von Geld und Personal dafür sorgen, dass ihre Plakate noch in die letzten Winkel der Städte gelangen, entfernen manche Bürger*innen diese wieder, bemalen die abgebildeten Gesichter oder verändern sogar den Slogan.



Man könnte fast glauben, dass der  veröffentlicht, der mit jedem Klick ein neues Plakat erstellt. Das Programm verbindet zufällig verschiedene Satzteile, die mehr oder weniger zur christdemokratischen Rhetorik passen. „Politik braucht Verachtung und gezielte Nadelstiche“, steht dort etwa, oder „Jeder Bürger ist ein Goldstück und braucht eine Villa im essin.“

Doch nicht nur im Internet gehen Menschen kreativ mit der Wahlwerbung um. Anstatt ungeliebte Plakate bloß abzureißen, werden diese manchmal auch mit absurden Forderungen überklebt. Werbung im öffentlichen Raum zu verfremden nennt sich Adbusting und wurde von Konsumkritiker*innen als Form der Kommunikationsguerilla entwickelt. Meist wird ein veränderter Text in der gleichen Schriftart ausgedruckt und aufgeklebt, manchmal genügt es schon, einzelne Wörter zu überkleben. So wird aus Angela Merkels Slogan „Gemeinsam erfolgreich“ ganz schnell „einsam reich“. Häufiger als solche Kunstwerke findet man natürlich einfache Kritzeleien, wie Hitlerbärtchen oder Teufelshörner, die keinen großen Aufwand erfordern, sondern lediglich einen Edding.

Insbesondere rechtsradikale Parteien hängen aus diesem Grund ihre Plakate meist etwas höher auf, als die bürgerlichen Parteien. Mit Teleskopstangen oder Farbbeuteln lässt sich aber auch diesen noch auf die Pelle rücken. Doch Obacht: Wahlplakate zu verändern gilt als Sachbeschädigung, je nach Inhalt womöglich auch als Beleidigung der abgebildeten Kandidat*innen. Wer Plakate abreißt erfüllt zudem den Tatbestand des Diebstahls. Trotzdem: Den Wahlkampf macht es deutlich bunter. Einige Beispiele für Adbustings aus dem aktuellen Wahlkampf findet ihr beim .

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