Ekelbaron-294x300Auf dem Rückweg von dem Feierlichkeiten am Britischen Hof, mussten wir einmal wieder lesen, wie manch bürgerlicher Schreiberling über die Monarchie zu denken pflegt. Für den Times-Kolumnisten Philip Collins etwa steht die Monarchie „nur noch für sehr wenig von dem, an das wir glauben. Wir glauben an Leistung, nicht an Vererbung, an Gleichheit und nicht an Hierarchie“, schreibt der Herr Volksversteher und erklärt sich selbst zum Maß aller Dinge.">
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Vererbung und Hierarchie

31.07.2013 20:30 - Friedrich von Einhalt

Auf dem Rückweg von dem Feierlichkeiten am Britischen Hof, mussten wir einmal wieder lesen, wie manch bürgerlicher Schreiberling über die Monarchie zu denken pflegt. Für den Times-Kolumnisten Philip Collins etwa steht die Monarchie „nur noch für sehr wenig von dem, an das wir glauben. Wir glauben an Leistung, nicht an Vererbung, an Gleichheit und nicht an Hierarchie“, schreibt der Herr Volksversteher und erklärt sich selbst zum Maß aller Dinge.


Collins liest die Zeichen der Zeit ähnlich selektiv, wie Peer Steinbrück Umfrageergebnisse: Ohne Rücksicht auf Realität, wird der narzisstische Glaube an die eigene Macht zum Bedürfnis des Volkes uminterpretiert. Als ob dieses jemals irgendeine noch so verschrobene Begierde gehabt hätte, dem Prinzen William zu seinen überragenden Leistungen in den Bereichen Zeugung und Namensgebung zu gratulieren.


Gott schuf nun einmal keine Welt der Gleichheit, noch schuf er eine, in der Leistungen gerecht belohnt würden. Er platzierte uns in einer hierarchischen Ordnung, die vom Bürger selbstgerecht verdreht wird: Wer unter ihm steht, hat zu wenig geleistet. Wer über ihm steht, profitiert von schändlicher Ungleichheit. Warum aber sollten wir die Leistungen von Tellerwäschern und Kofferträgern kleinreden. Warum ihnen die utopische Möglichkeit des Aufstiegs vors Maul halten, wie dem Esel die Karrotte? Uns sind Loyalität und Gehorsam höhere Werte als solcherley permanente Leistungssteigerung zu verlangen.


Hochachtungsvoll,


Friedrich von Einhalt

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