Studentische Monatszeitung für Duisburg, Essen und das Ruhrgebiet

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Stell dir vor, es ist Wahl und kaum eine*r geht hin

17.06.2015 08:39 - Maren Wenzel



Nur 7,3 Prozent – das war die Wahlbeteiligung zu den Wahlen des Studierendenparlamentes (StuPa) im Jahr 2014. Als im Mai dieses Jahres um den Erhalt des Semestertickets ging, schafften es immerhin etwa 34,5 Prozent der Studierenden an die Wahlurnen. Warum haben Hochschulwahlen, verglichen mit Bundes- und Landtagswahlen, eine so geringe Beteiligungsquote? Schließlich geht es um einen Millionenbetrag, den die studentischen Vertreter*innen im Allgemeinen Studierendenausschuss jedes Jahr verwalten. Und ihr könnt mitbestimmen, wo eure Beiträge (26 Euro pro Jahr) in der kommenden Legislaturperiode hinfließen sollen.

Eines steht jetzt schon fest: Der Wahlkampf wird in diesem Jahr spannender als in den vergangenen Jahren. Der jetzige AStA, der von der Grünen Hochschulgruppe und der Linken Liste gestellt wird, hat viel Konkurrenz bekommen. Gleich vier neue Listen (vergleichbar mit Parteien bei anderen Wahlen) stehen auf den Wahlzetteln: Darunter eine unpolitische Liste und eine weitere linke Liste, die sich vor allem für die Belange von Studierenden mit Migrationshintergrund einsetzen will. Aber auch altbekannte Listen, die der SPD und der FDP nahe stehen, haben sich zu dieser Wahl wieder aufstellen lassen. Das heißt in der Woche vom 22. bis zum 26. Juni: Wahlplakate und Flyer auf dem Campus, Muffins und Waffeln von den Listen. Es ist wieder Wahlkampfzeit.

Jede Menge Listen stehen zur Auswahl

Wer den neuen AStA stellt, ob er eher links oder rechts gerichtet ist, das entscheiden die Wähler*innen bei der Studierendenparlamentswahl. Außer man kennt eine Kommiliton*in, der* oder die* antritt, sind den meisten Studierenden die Listen an der Uni wohl eher noch unbekannt. Dennoch: Die Listen, die die meisten Wähler*innen von sich überzeugen können, stellen die Mehrheit im Studierendenparlament und damit auch den AStA. Eine inhaltliche Vorstellung der Listen findet ihr jeweils fünf Fragen beantwortet.

Um welche Wurst geht es?

Der Allgemeine Studierendenausschuss – das ist die studentische Vertretung für alle Studierenden. Im vergangenen Jahr hat er kostenlose Sozial- und Rechtsberatung angeboten, einen Härtefallfound für Studierende mit geringem Einkommen eingeführt und kulturelle Veranstaltungen wie zum Beispiel das Campusfest organisiert. Er hat gemeinsam mit anderen ASten in NRW mit dem Verkehrsverbund Rhein- Ruhr über das Semesterticket verhandelt, Demos und Informationsveranstaltungen zu Ticketpreiserhöhung organisiert. Dafür hat der AStA 26 Euro pro Jahr und Studierendem zur Verfügung. Im Vergleich zum Beitrag für das Studierendenwerk oder das Semesterticket eine eher kleine Zahl, insgesamt kommen so im Jahr aber etwas über eine Millionen Euro zusammen. Obwohl die Studierenden über diese Gelder mitentscheiden können, ist eine Wahlbeteiligung von mehr als 10 Prozent an der UDE nach wie vor eher unwahrscheinlich.

Auch Senat wird gewählt

Studentische Vertreter*innen sitzen aber nicht nur im AStA: Auch im höchsten beschlussfassenden Gremium der Universität, dem Senat, verteidigen gewählte Vertreter*innen die Interessen der Studierenden gegenüber den Professor*innen und Mitarbeiter*innen der Uni. Welche Aufgaben die studentischen Senatsmitglieder im vergangenen Jahr übernommen haben und welche heißen Debatten es im Gremium gab, das könnt ihr lesen.

Auf einen Blick:
Podiumsdiskussion: Ihr wollt die Listen kennen lernen? Am Donnerstag, 18. Juni, ab 18 Uhr findet in S05 T00 B32 eine Podiumsdiskussion der antretenden Listen statt. Moderiert von Meiko Huismann (Campus FM). Eintritt frei.

Hier geht’s zu den Wahlurnen
Vom 22.06.2015 bis zum 26.06.2015 zwischen 10 und 16 Uhr

Campus Essen:
Audimax R14
Mensafoyer
R12, vor der roten Cafeteria
Royer R11 (Universitätsbibliothek)
Schützenbahn
Audimax Klinikum
WSC

Campus Duisburg:
Audimax LX
Audimax LA
Mensafoyer (M-Bereich)
BA-Bereich

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