Studentische Monatszeitung für Duisburg, Essen und das Ruhrgebiet

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So wählten Duisburg und Essen

24.09.2013 13:39 - Alex Grossert


Es war knapp. Anders kann man es nicht sagen. Die CDU hat nur um wenige Stimmen die absolute Mehrheit verpasst und auch der rechtspopulistischen Alternative für Deutschland fehlten am Ende nur 0,3 Prozent zum Einzug in den Bundestag. Während Merkels CDU fast im gesamten Bundesgebiet stärkste Kraft wurde, wählte das Ruhrgebiet hier gegen den Trend. Bis auf den Wahlkreis Essen II gingen alle Direktmandate mit komfortabler Mehrheit an die SPD.


Im Essener Süden allerdings kam es zu einem hauchdünnen Sieg des CDU-Kandidaten Matthias Hauer, der nur drei Stimmen Vorsprung vor seiner SPD-Gegenkandidatin hatte.Auch Peer Steinbrücks Wahlkreis in Mettmann ging mit 34,6 zu 49,5 Prozent deutlich an seine Gegenkandidatin Michaela Noll von der CDU. Neben dem Wahlkreis verlor Steinbrück auch einige Flaschen Weißwein an sie, die er laut WAZ-Angaben auf einen Rot-Grünen Wahlsieg gewettet hatte.


Sich wegen der SPD-Erfolge allerdings einzureden, dass das Ruhrgebiet deutlicher links wählen würde, als der Bundesdurchschnitt, wäre angesichts der Erfolge rechtsradikaler Parteien illusorisch. Während das AfD-Ergebnis im Bundestrend liegt, schockiert vor allem das Duisburger Wahlergebnis der NPD, die mit knapp 2,8 Prozent der Zweitstimmen mehr als doppelt so stark ist, wie in der rechten Hochburg Dortmund. Im Stimmbezirk 2705, wo es kürzlich zu Pogromstimmung gegen osteuropäische Einwander*innen gekommen war, gaben sogar 4,95 Prozent ihre Zweitstimme der NPD. Bei den Erststimmen waren es sogar 10,85 Prozent.

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