Studentische Monatszeitung für Duisburg, Essen und das Ruhrgebiet

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Follow-Up: Brauner Joghurt?

01.12.2014 12:48 - Redaktion

akduell legt in diesem Beitrag Screenshots des Facebookprofils von Thomas O., Geschäftsführer des Dortmunder Frozen-Yoghurt-Ladens YOOBO, offen. Thomas O. hat sein Profil zwar wieder öffentlich einsehbar gemacht, inzwischen aber deutlich aufgeräumt: Ein Großteil seiner geposteten Inhalte, die mit der HoGeSa sympathisieren, gegen Geflüchtete und Antifaschist*innen hetzen, hat er von seinem privaten Profil gelöscht. Wir schaffen Transparenz und veröffentlichen vorher angefertigte Screenshots, die auch seine Kommentare auf unserer Homepage teils widerlegen, teils konterkarieren.

In der Kommentarspalte des Artikels , kritisiert der im Artikel erwähnte Joghurt-Laden Betreiber Thomas O.: „Unglaublich wie Dinge verdreht und an den Haaren herbeigezogen werden, die nicht im geringsten der Sache entsprechen!“ Dem setzen wir im Folgenden Screenshots entgegen, die die im Artikel zitierten Aussagen von Thomas O. belegen.

1.  Im Artikel steht zu den Posts von Thomas O.: „Häufig teilt er Links des rechten Nachrichtenportals Netzplanet, das vor allem Hetze gegen Geflüchtete, antifaschistisch Aktive und die USA verbreitet.“ Hier einige Screenshots, die die Aussage belegen:





2. „Thomas O. verbreitet auch Fotos seiner Facebook-Freundin Sigrid Schüßler. Die bekannte Neonazi-Aktivistin war NPD -Spitzenkandidatin bei den vergangenen bayrischen Landtagswahlen und Vorsitzende des „Rings Nationaler Frauen“ in der NPD“, heißt es weiter im Artikel. Hier der Beleg für das geteilte Bild:



3. Außerdem beschreibt der Artikel: „[...]So finden sich auf O.s Facebook-Seite Bilder von der gewalttätigen HoGeSa-Demo (Hooligans gegen Salafisten) in Hannover. Insgesamt hat Thomas O. eine Reihe von Posts geteilt, die eindeutig mit der militant rechten HoGeSa-Bewegung sympathisieren. Darunter ist ein Bild von „Patriotische Europäer gegen Islamisierung Deutschlands NRW“, in dem die HoGeSa-Ausschreitungen in Köln in Schutz genommen, die Sachbeschädigungen bagatellisiert und zwei verletzte Demonstranten auf Seiten der Hooligans in den Vordergrund gerückt werden.“ Hier der Screenshot:



4. Auch die Hetze gegen Antifaschist*inenn, die Thomas O. selbst verfasst hatte, ist dokumentiert. Und Freund*innen des Geschäftsführers rufen unter dem Post dazu noch zu Straftaten auf:



5. Nicht nur gegen Antifaschist*innen, sondern auch gegen Einwander*innen hetzt Thomas O.: „Er kommentiert außerdem einen Artikel, der sich mit einem Angriff von zwei Kindern auf einen Mitschüler in Österreich befasst, mit den Worten: „Abschieben – das soll die europäische Zukunft sein? Friedliches miteinander? Abwarten… Es wird so knallen“. Hier der Beleg:



6. Neben geteilten Postings postet Thomas O. seine politischen Ansichten in einer Gruppe. Im Artikel heißt es: „In der Gruppe „Wir sind das Volk“, die er verwaltet, will Thomas O. „gegen die jetzige fehlerhafte Politik“ vorgehen. Das bedeute für ihn unter anderem „kontrollierterer Zustrom von Flüchtlingen in Europa inklusive massiver Kontrollverfahren“ und „sofortige Ausweisung von nicht deutschen Straftätern“. Alle Forderungen von Thomas O. bildet der folgende Screenshot ab:



Im folgenden Abschnitt wird Stellung bezüglich der Kommentare von Thomas O. auf unserer Homepage bezogen. Unter dem veröffentlichen Artikel äußert sich der Geschäftsführer zum und tätigt Aussagen, denen hier Screenshots gegenüber gestellt werden. Diese sollen die Widersprüchlichkeit der Aussagen von Thomas O. verdeutlichen:

1. Thomas O. kommentiert unter dem Artikel mit dem Pseudonym "Yoobo":„Ich als person Thomas Opalka, gehöre keiner “Szene” an, noch kenn oder will ich Leute aus irgendwelchen Linken oder rechten Kreisen kennen!“ Die im ersten Abschnitt geteilten Bilder von Sigrid Schüßler widerlegen diese Behauptung. Wie bereits im Artikel beschrieben wird, gehört Schüßler zu den Führungsfiguren der rechten Partei NPD.

2. Außerdem behauptet Thomas O. als Yoobo:„Und zur Info: yoobo’s Mitarbeiter sind Multi kulti, die Vollzeit mitarbeiten ist Türkin mit türkischem pass (sehr rechts, Yoobo… Ja klar. Lächerlich) und auch Privat sind Freund Multi kulti, die echt lachen müssen über so einen Artikel! Meine ausländischen Freunde regen sich mehr über dieses Geschmiere auf als ich!“ In folgenden Posts hetzt Thomas O. gegen Menschen mit türkischem Migrationshintergrund:





3. „Mich als Rassist oder nazi zu beschimpfen ist eine Straftat! Und da hört der Spaß auf!!!“, schreibt der Nutzer Yoobo unter dem Artikel. Fakt ist: In keinem Satz des Artikels wird Thomas O. so genannt.

4. Unter dem Artikel rät Thomas O. als Nutzer Yoobo:„Tutgutes! Ehrenamtliche hilfe in Flüchtlings oder altenheimen!!! Aber nicht so einen Schwachsinn hier verbreiten.“ Dass er selbst vor allem Postings gegen Geflüchtete verbreitet, zeigt wie widersprüchlich seine Aussagen unter dem Artikel und sein Verhalten auf seinem privaten Profil sind. Hier ein paar Posts, in denen er gegen Geflüchtete Position bezieht, in dem er vor allem Berichte über Kriminalfälle und gegen Flüchtlingsunterkünfte teilt:





5. Die Dortmunder Partei „die Rechte“ hatte nach Veröffentlichung den Artikel „Brauner Joghurt“ geteilt. Im Posting macht sie Werbung für den Laden:



Thomas O. wird daraufhin von akduell-Leser*innen konfrontiert, was er zu der Werbung von rechter Seite sagt. Er antwortet, als „Opalka“: „Rechte Dortmund? Was ist das?“ und als Yoobo schreibt er: “Rechte” ist eine Partei?! Keine Ahnung, Beschäftigte ich mich nicht mit… Mein Thema ist “guten frozen yogurt” machen! Ich kenne SPD, CDU, Grüne… Was hier mit umstellt wird ist ein Witz!“ Dass der Thomas O. noch nicht mit der extrem rechten Partei in Kontakt gekommen ist, kann so nicht stimmen. Im September teilte er einen Artikel vom „DortmundEcho“, dem Presseorgan der Partei die Rechte. Das ist auf deren Homepage auch deutlich erkennbar, wie folgende Screenshots zeigen:







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