Studentische Monatszeitung für Duisburg, Essen und das Ruhrgebiet

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Brand an Duisburger Flüchtlingsunterkunft

07.08.2015 16:41 - Maren Wenzel



In der Nacht von Donnerstag auf Freitag sind um etwa 3 Uhr an einer Flüchtlingsunterkunft in Duisburg-Hochfeld Müllcontainer in Brand geraten. Die Duisburger Polizei ermittelt derzeit in alle Richtungen. Ein Brandgutachter von der Staatsanwaltschaft wurde eingesetzt um die Brandursache herauszufinden. In der Unterkunft sind derzeit 160 Menschen untergebracht.

Bislang habe die Duisburger Polizei keine Hinweise, dass es sich um vorsätzliche Brandstiftung handeln könnte. Ausschließen will die Behörde ein vorsätzliches Delikt jedoch auch nicht, so die Pressestelle auf Anfrage der akduell. Sie wolle erst ein schriftliches Brandgutachten einholen, in dem der Brandherd auf chemische Brandbeschleuniger untersucht werden wird.

Derzeit geht die Polizei aufgrund der Begleitumstände davon aus, dass das Feuer auch fahrlässig verursacht worden sein könnte. Erste Ermittlungsergebnisse will die Behörde aber noch nicht bekannt geben. Dennoch würden die Beamt*innen derzeit auf Hochdruck ermitteln, weil der Brand als Gefährdungsdelikt eingestuft wird. Die Müllcontainer, die Feuer gefangen hatten, befanden sich während des Brandes nur wenige Schritte von der Unterkunft entfernt.

Laut Statistiken des Bundesinnenministeriums gab es allein im ersten Halbjahr 2015 etwa 202 Übergriffe auf Flüchtlingsunterkünfte. Viele der oft traumatisierten Geflüchteten sorgen sich deshalb um ihre Sicherheit. Laut den haben auch die Duisburger Bewohner*innen seit dem Vorfall große Angst und fordern einen Sicherheitsdienst für die Unterkunft.

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