Studentische Monatszeitung für Duisburg, Essen und das Ruhrgebiet

LOKALES

Was passiert mit den Essener Theatern?

Bald können unter Auflagen wieder
Besucher*innen ins Aalto-Theater kommen.
[Foto: Bernadette Grimmenstein/TUP]

03.06.2020 11:26 - Laura Lindemann

In den Essener Theatern wurde die aktuelle Spielzeit 2019/2020 corona-bedingt vorzeitig abgebrochen. Dennoch stellen die Kulturhäuser ein digitales Programm für ihre Zuschauer*innen zur Verfügung. Wie es aktuell aussieht, erzählt Christoph Dittmann, Leiter der Presse und Öffentlichkeitsarbeit der städtischen Theater und Philharmonie Essen (TUP) . 

Vom Aalto-Musiktheater, über das Aalto Ballett bis hin zur Philharmonie: Essens Kulturhäuser stehen derzeit leer. „Es findet kein Probenbetrieb statt und auch künstlerisch passiert hier sehr wenig“, so Dittmann. Um das Kulturgeschehen für die Menschen am Laufen zu halten, errichteten die Theater das Digitalprogramm Tup trotz(t) Corona. Auf der Plattform werden täglich Musikstücke gezeigt, der Hausphilharmonist spielt Orgelkonzerte und es gibt einen Schauspielpodcast.

 

Die Spielzeit 2020/2021 soll im September wieder starten. Dittmann bezweifelt jedoch, dass alles regulär stattfinden wird. „Wir werden uns Alternativprogramme überlegen müssen, sodass eine passende Künstler- und Publikumssituation gegeben ist.“ Es werden bereits Konzepte ermittelt, damit Abstände auf der Bühne und im Publikum eingehalten werden können. Wenn die Stadt Essen das Konzept genehmigt, steht einem Start der Spielzeit nichts mehr im Weg. Aktuell dürfen die Karten für die neuen Stücke allerdings nur reserviert und noch nicht gekauft werden, da „Änderungen sehr wahrscheinlich sind”, so Dittmann. 

Vorfreude auf die neue Spielzeit

Besonders freut er sich auf die Uraufführung der Oper Dockville, inszeniert von einem Komponisten aus Herne. „Die ist auch für junge Leute spannend.“ Bis das Land die vorgeschlagenen Konzepte für das neue Theaterprogramm allerdings genehmigt, wird das digitale Programm weiter bestehen bleiben. „Die Online-Spielzeitvorstellung ist eine Sache, die man auch nach der Coronazeit so beibehalten könnte”, findet Dittmann. Auch der Podcast könne nach Corona größere Zielgruppen ermöglichen. Aber dennoch ist Dittmann der Meinung: „Das Digitalprogramm ist zwar eine gute Lösung, aber wenn wir mal ehrlich sind, wollen die Menschen Kultur am liebsten live erleben.“

Weitere Infos zum Programm der neuen Spielzeit und dem digitalen Alternativprogramm findet ihr unter www.theater-essen.de

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