Studentische Monatszeitung für Duisburg, Essen und das Ruhrgebiet

LOKALES

Überfall auf ehemaligen ESSQ-Sprecher

Das Bündnis will sich von dem Angriff nicht einschüchtern lassen.
[Symbolfoto: David Peters]

17.12.2019 16:44 - David Peters

Vergangene Woche wurde Max Adelmann, der ehemalige Sprecher des Bündnisses „Essen stellt sich quer“ (ESSQ) angegriffen. Adelmann hatte in der Vergangenheit bereits Morddrohungen erhalten.

Die Essener Polizei und ESSQ berichten übereinstimmend, dass der vermummte Angreifer Adelmann am 9. Dezember nach dem Verlassen eines Büros in der Essener Steubenstraße unvermittelt angriff und mit einem Faustschlag zu Boden streckte. Adelmann verlor dadurch nach Angaben des Bündnisses das Bewusstsein. Danach flüchtete der unbekannte Täter, der zwischen 17 und 25 Jahren alt und zwischen 175 und 180 Zentimetern groß sein soll. Der dunkelhaarige Täter war zur Tatzeit mit einer dunklen Hose und einer beigefarbenen Jacke bekleidet. Außerdem trug er eine graue Basecap, eine Sonnenbrille und war vermummt mit einem schwarzen Schal oder einem schwarzen Tuch.

Das Essener Bündnis vermutet hinter der Tat einen rechten Hintergrund. „Die Attacke stellt einen Angriff auf das „Bündnis Essen stellt sich quer” und alle Antifaschist*innen dar, die mit offenem Visier gegen gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit, Antisemitismus und rechte Gewalt kämpfen“, schreibt ESSQ in einer Pressemitteilung. Das Bündnis, bestehend aus verschiedenen Organisationen, Gewerkschaften und Parteien hat es sich zum Ziel gesetzt, mit gewaltfreien Demonstrationen, Kundgebungen und Blockaden gegen Neonazi-Aktivitäten in Essen aktiv zu werden und für eine weltoffene und tolerante Stadt einzutreten. In der jüngsten Vergangenheit demonstrierte das Bündnis vor allem gegen selbsternannte rechte Bürgerwehren in Essen, darunter auch die Steeler Jungs.

Staatsschutz ermittelt

Aufgrund der Durchführung der Attacke glaubt das Bündnis nicht an einen spontanen Einfall des Täters: „Die Tatsache, dass der Angreifer mit Basecap, Sonnenbrille und Schal vermummt war und vor dem Büro gelauert haben muss, spricht dafür, dass die Tat vorbereitet und von langer Hand geplant war. Die anhaltende Hetzerei rechter politischer Parteien und Gruppen wurde augenscheinlich in Form von körperlicher Gewalt in die Tat umgesetzt.“ Das Bündnis will sich trotz des Angriffes weiter gegen rechts engagieren: „Wir lassen uns von dem feigen Angriff nicht einschüchtern und werden unsere Arbeit gegen rechte und rechtsradikale Kräfte in Essen abermals intensivieren.“

Wegen des Angriffes ermittelt der Staatsschutz der Essener Polizei.

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