Studentische Monatszeitung für Duisburg, Essen und das Ruhrgebiet

LOKALES

Tanzparade für sozial-ökologische Freiräume in Dortmund

 Allen voran – der feministische erste Block: [Foto: Ayssa Maiß]

20.09.2021 14:49 - Ayssa Maiß

Am 10. September demonstrierten bis zu 800 Menschen für ein sozial-ökologisches Zentrum (SÖZ) in Dortmund. Der Initiativkreis fordert selbstverwaltete Freiräume der Begegnung und des Austauschs und rief zur Tanzparade für eine #StadtVonUnten auf. Schon lange besteht bei den Dortmunder:innen der Wunsch eines autonomen Zentrums, scheiterte jedoch bisher daran, dass der Stadt verlässliche Ansprechpartner:innen und ausgefeilte Nutzungspläne fehlten.


Der 2020 gegründete Initiativkreis für ein sozial-ökologisches Zentrum hat im September Nutzungspläne vorgelegt und ist nun mit der Stadt in Verhandlungen über eine ehemalige Schule in Dortmund-Derne als möglichen Standort. Tim Maaß ist Sprecher des Initiativkreises und fordert, dass sie „kostenlos ein Gebäude von der Stadt zur Verfügung gestellt bekommen, da [sie] ehrenamtlich einen wichtigen Beitrag für die Stadtgesellschaft leisten“. Zudem soll der Verein durch Mitgliedsbeiträge, ein Café und Veranstaltungen finanziert werden, erklärt Mila Ellee, die ebenfalls Sprecherin des Initiativkreises ist.

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Im SÖZ soll die Auseinandersetzung mit sozialen und ökologischen Problemen stattfinden. „Wir werden auf unserer Außenfläche Urban Gardening machen, um Natur auch im urbanen Raum erfahrbar zu machen. Aber es soll auch ein vielfältiges Angebot geben, das sich alle leisten können”, berichtet die Sprecherin von söz.org. “Ob gemeinsamer Sport, ein Medienraum oder eine Fahrradwerkstatt: Für alle soll etwas dabei sein.”

Laute Bässe für eine bessere Welt


Mit der Demo am 10.09. machten die Teilnehmenden Druck für eine „Stadt von unten und das gute Leben für alle“. „Keine der Parteien im Bundestag hat zufriedenstellende Lösungen parat. Wir brauchen soziale Bewegungen“, eröffnete der Initiativkreis mit Hinweis auf die anstehenden Wahlen die Demo. Das fehlen bezahlbaren Wohnraums, Diskriminierung und kein Vorankommen im Klimaschutz, sollen in einem sozial-ökologischen Zentrum diskutiert und an „Utopien gewerkelt” werden. Unterstützung erhalten sie von Dortmunder:innen der Hafeninitiative, dem Feministischen Kollektiv und den Naturfreunden.

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Die Parade startete im Dortmunder Westpark: [Foto: Ayssa Maiß]


Die etwa vierstündige Demo wurde von vier Soundsystemen wie etwa von dem Techno Kollektiv Urban Guerilla Youth mit Musik begleitet, die live über das Radio Nordpol gestreamt wurde. Auch die Initiativen Stadt für alle aus Bochum, die Solidarische Landwirtschaft (SoLaWi) und die Autonome Antifa 170 machten ihre Unterstützung in Zwischenkundgebungen deutlich. 


Es werde noch dieses Jahr eine Entscheidung von der Stadt zum sozial-ökologischen Zentrum in Dortmund erwartet, erzählt Tim Maaß, Sprecher des Initiativkreises. Er wendet ein, dass die Vielzahl an Problemen, die bemängelt werden, nicht allein durch ein sozial-ökologisches Zentrum gelöst werden können. Sie können jedoch „ein Ort sein, an dem Menschen zusammenkommen und wo wir gemeinsam diese Probleme thematisieren und angehen können."

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