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LOKALES

Stapeltor Duisburg: Endlich kann es losgehen!

Die neuen Räumlichkeiten des Soziokulturellen Zentrums füllen sich mit Leben.

[Foto: Lena Janßen]

16.09.2021 15:50 - Helena Wagner

Lange wurde darauf hingefiebert, in der letzten Woche war es endlich soweit: Das Stapeltor in Duisburg öffnete nach langer Umbau- und Erprobungsphase die Tore vor Ort. Max Wernicke und Christian Wagemann haben mit der akduell über Hürden und zukünftige Pläne gesprochen.

Mit einem Podiumsgespräch zum Thema „Soziokultur Jetzt!“ eröffnete das Soziokulturelle Zentrum Stapeltor in Duisburg nach über einem Jahr Umbau- und Erprobungsphase endlich seine Tore. Im Anschluss an die Diskussion über langfristige Perspektiven und Förderungen des Duisburger Soziokulturellem Zentrums gab das Künstlerkollektiv Nikitch und Kuna Maze ein Konzert. Am Tag darauf veranstaltete das Stapeltor in seinen Räumlichkeiten die Eröffnung des Interkulturellen Cafés, welches fortan jeden Donnerstag von 17 bis 22 Uhr stattfinden soll. Es wurde Live-Musik gespielt, es gab eine Kleidertauschbörse und ein Mitbring-Buffet.

Die Freude über die Eröffnung der Räumlichkeiten war allen Beteiligten vor Ort anzusehen. Die Besucher:innen saßen entspannt in den Kellerräumen des Stapeltors, das sogenannte Stapeltief. Die Bar war geschmückt, eine Bühne war aufgebaut und eine große Sitzgruppe bildete sich im Halbkreis darum. An der Decke hingen Girlanden, an den Wänden Poster und Infokarten zu den verschiedensten Kulturen auf der ganzen Welt, die von den Besucher:innen selbst mitgebracht wurden. Die Atmosphäre war entspannt und heimisch.

Auf alles vorbereitet

„Wir freuen uns sehr zu sehen, wie dieses Angebot angenommen wird. Bis gestern stand das noch etwas auf der Kippe“, erzählte Max Wernicke vom Team für Öffentlichkeitsarbeit des Stapeltors. „Der Bau wurde am Mittwochmorgen erst final abgenommen, weshalb wir etwas spontan planen mussten. Trotzdem ist alles gut gegangen und die Podiumsdiskussion und auch die Eröffnung wurden gut besucht.“ Das ehrenamtliche Team hinter dem Stapeltor musste schnell auf Zusagen oder Absagen von Behörden reagieren. Die Planungen für die Eröffnungswoche wurden dementsprechend spontan, etwa eine Woche vor Veranstaltungsbeginn, wirklich konkret.

„Für die geplante Club-Nacht am Samstag haben wir am Donnerstag Morgen erst die vorläufige Ausschanklizenz erhalten. Das bedeutet für die Planung natürlich extreme Flexibilität und auch die Hoffnung, dass trotz der spontanen Ankündigung viele Menschen davon mitbekommen und die Veranstaltungen besuchen“, so Christian Wagemann. Für die Veranstaltungen konnte man sich im Voraus anmelden und ein kostenloses Ticket buchen, die 3G-Regeln und Hygienemaßnahmen waren Voraussetzung. Außerdem wurden die Besucher trotz der 3G-Regel gebeten, einen kostenlosen Schnelltest zu machen.

Mitmachen ist das A und O

Die Möglichkeit, mitten in Duisburg ein soziokulturelles Zentrum zu eröffnen, brachte viele Hürden mit sich, die das Team des Stapeltors jedoch mit Bravour gemeistert hat: „Auf Nachbarschaftsbeschwerden aufgrund der Lautstärke sind wir vorbereitet, wir haben in der Nachbarschaft Flyer verteilt und sind auch in einer Whatsapp-Gruppe mit den Nachbarn aus dem Haus, um gegebenenfalls bei Beschwerden direkt reagieren zu können, bevor jemand die Polizei ruft. Eine extra dafür eingerichtete Nummer ist den ganzen Abend zu erreichen“, erzählt Wagemann.

Wagemann und Wernicke hoffen auf lokales Engagement: „Wir sind für alles offen. Wenn eine Seniorengruppe Lust hat, hier wöchentlich Chorproben zu veranstalten, sind wir dabei.” Möglich ist alles, von Workshops über Konzerte bis hin zu Podiumsdiskussionen. „Wir freuen uns auf Feedback und Input von außen. Ein Soziokulturelles Zentrum lebt von den Menschen, die Lust haben, etwas hier vor Ort zu veranstalten. Dafür sind wir jetzt bereit“, so Wernicke. Wenn ihr Lust habt, euch lokal und ehrenamtlich zu beteiligen, meldet euch über die Homepage des Stapeltors.

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