Studentische Monatszeitung für Duisburg, Essen und das Ruhrgebiet

LOKALES

„So’n Mädels Ding“

Symbolbild: Auf den Mädelsflohmärkten gibt es zahlreiche Kleider wie diese [Foto: pixabay]

22.04.2019 17:20 - Magdalena Kensy

Die Warteschlange bestehend aus Grüppchen von Frauen und Mädchen ist lang und geht nur langsam voran. Man hört aufgeregtes Gerede darüber, wie gespannt man ist, was es drinnen wohl alles zu finden gibt. Vereinzelt sind Männer zu sehen, welche dem Angebot nachkommen, umsonst auf den Mädelsflohmarkt zugehen. Für die Mädchen und Frauen wird eine Eintrittsgebühr von drei Euro fällig, bei der  mir die Frage aufkommt, warum man denn drei Euro zahlt, um auf einen Flohmarkt zu gehen?

In der Stadthalle selbst erstreckt sich vor mir eine Masse an Menschen und Ständen wo alles Mögliche an Kleidung angeboten wird – egal ob Schuhe, Hosen, Mützen oder Sonnenbrillen, hier findet man fast alles. Langsam bahne ich mir meinen Weg durch die Menschenmasse vorbei an den ersten Ständen, um mich auf die Suche nach neuen Second Hand Sachen zu machen. Die Leute quetschen sich vor die einzelnen Verkaufsstände und mir ist es kaum möglich, mich durch die Menge zu bewegen, geschweige denn einen intensiveren Blick auf die angebotenen Sachen zu werfen. 

Gruppenkuscheln vorprogrammiert 

Vor einem Stand angekommen, liegen vor mir Marken- und Vintagesachen, welche sich alle in einem super Zustand befinden. Die Verkäuferin lächelt freundlich, aber wendet ihren Blick immer wieder rund um ihren Stand. „Ich dachte nicht, dass es so voll sein wird!“, erzählt sie mir später, nachdem ich ihr einen Pullover abgekauft hatte. „Ich bin das erste Mal hier am Verkaufen, selber stöbern war ich schön öfter, aber verkaufen ist etwas komplett anderes. Ich muss die ganze Zeit darauf achten, dass auch nichts runterfällt oder einfach so mitgenommen wird. Es sind so viele Leute hier, da hätte ich lieber noch eine zweite Person bei mir hinter dem Stand.“ 

Ich stöbere mich weiter über die Verkaufsfläche und merke, dass die drei Euro Eintritt gerechtfertigt sind. Wäre der Eintritt nicht, würde es noch voller sein und die Chance durch die Klamotten zu stöbern wäre noch geringer. Während ich vor dem nächsten Verkaufsstand stehe, merke ich wie unangenehm es ist, wenn sich Leute vorbei quetschen oder einem über die Schulter schauen, um bloß nichts zu verpassen. Mit einem Blick auf die Uhr fällt mir auf, dass schon zwei Stunden vergangen sind und ich mich erst mit der Hälfte der Angebots- Stände intensiv auseinandergesetzt habe. 

Kein kleiner Zeitvertreib 

Der Mädelsflohmarkt ist von 11 bis 16 Uhr für alle geöffnet und Besucher sollten genug Zeit zum Umschauen und Kaufen mitbringen. Nach der Veranstaltung unterhalte ich mich etwas mit Anita, die schon einige Male bei „So’n Mädels Ding“ gekauft und verkauft hat. Sie erzählt mir: „So wie heute ist es nicht immer. Ich habe auch schon erlebt, dass nichts los ist. Da ist die Halle fast komplett leer, abgesehen von uns Verkäufern.“ Nach so einem Tag kann ich mir das kaum vorstellen, aber stelle es mir auch etwas entspannter vor. „Tage wie solche sind zwar stressig, aber sie bringen halt auch mehr ein und ich kann weniger Kleidung mit nach Hause nehmen.“ 

Mädelsflohmärkte sind eine coole Idee , wo jedes Mädchen und jede Frau etwas nach ihrem Geschmack finden kann. Es ist Glückssache, ob es an dem Tag voll oder leer ist, aber das Gequetsche und die immer drückendere Luft nehme ich gerne wieder in Kauf, wenn ich meinen Kleiderschrank mit neu errungenen Schätzen füllen kann. Anita gibt mir auf dem Weg noch den Tipp mit: „Wenn du verkaufen möchtest musst du dich früh genug für einen Tisch anmelden, die sind mega schnell weg“, wobei ich mir fest vornehme, auf der Website (https://www.sonmaedelsding.de) nachzusehen wann und wo der nächste Flohmarkt stattfindet. 

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