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Seebrücke Duisburg sammelt Spenden für Geflüchtete

Die Aktivist:innen der Seebrücke setzen sich für Geflüchtete ein.
[Archivfoto: David Peters]
18.01.2021 14:30 - David Peters

Die Aktivist:innen der Seebrücke Duisburg sammeln bis zum 28. Januar Sach- und Geldspenden für Geflüchtete in Bosnien. Mehrere tausend Menschen haben dort bei Minusgraden keinen Zugang zu Essen, Unterkünften oder medizinischer Versorgung.

Am 22. Dezember  brannte das Flüchtlingscamp in der Nähe der bosnischen Stadt Bihać. Damit verschärfte sich die Situation der Geflüchteten, die über die Balkanroute versuchen das Gebiet der Europäischen Union (EU) zu erreichen. Das Camp, dass von jeglicher Infrastruktur, wie Strom und Wasser, abgeschnitten war, sollte eigentlich nur als Notfallcamp dienen, doch die Kapazitäten waren schnell erschöpft. Durch den Brand und die Räumung des Camps sollen nach Angaben von NGOs 1.300 Geflüchtete auf der Straße stehen.
„Die Geflüchteten leben aktuell auf der Straße“, erklärt Ida Spingys von der Seebrücke Duisburg. „Es gibt keinen Zugang zu Essen, medizinischer Versorgung, Wärme und Unterkünften. Viele der Menschen verstecken sich jetzt in illegalen Camps.“ Die Berichte über die Zustände rund um Bihać sind für Ida Spingys ein weiterer Beleg für die Untätigkeit der EU. „Das können wir nicht auf uns sitzen lassen“, findet die Studentin der Politikwissenschaft. „Warum wird diesen Menschen bewusst nicht geholfen? Es muss sichere Fluchtwege und eine humanitäre Flüchtlingspolitik geben.“

Gemeinsam mit der Flüchtlingspatengruppe Duisburg-Nord möchte die Seebrücke deshalb die bosnische Hilfsorganisation „SOS Bihac“ und das „Aachener Netzwerk für humanitäre Hilfe und interkulturelle Friedensarbeit“ unterstützen. Die Gruppe „SOS Bihac“ versucht die Geflüchteten vor Ort mit Nahrungsmitteln, Kleidung, Decken, Schlafsäcken, aber auch medizinisch zu versorgen.

Mit einer Spendenaktion wollen die Duisburger Aktivist:innen die Geflüchteten in Bosnien unterstützen. Dazu werden vom 13. bis zum 28. Januar Sach- und Geldspenden gesammelt. Die Sachspenden sollen nach Ablauf der Sammlung mit einem LKW nach Bosnien gebracht werden, so Spingys. Neben den Spenden wünschen sich die Aktivist*innen, dass ihre Spendenaufrufe in den Sozialen Netzwerken geteilt werden und auf die Situation in Bosnien aufmerksam gemacht wird.

An Sachspenden werden benötigt:
Isomoatten, Schlafsäcke, Decken, Zelte, Taschenlampen, Männerkleidung, Männerschuhe, Unterwäsche (neu), Thermounterwäsche, Verbandsmaterial, Zahnbürsten, Zahncreme, Desinfektionsmittel, Masken, Handys mit GPS Funktion und Ladekabel, Powerbanks

Die Sachspenden können in Kartons in der Duisburger Geschäftsstelle der Grünen (Philosophenweg 2) abgegeben werden. Die Geschäftsstelle ist Montag bis Donnerstag von 10 bis 18 Uhr und Freitag von 10 bis 15 Uhr geöffnet.

Geldspenden können an das „Aachener Netzwerk für humanitäre Hilfe und interkulturelle Friedensarbeit“ überwiesen werden:
Spendenkonto:
Empfänger: Aachener Netzwerk für humanitäre Hilfe und interkulturelle Friedensarbeit e.V.
Stichwort: Duisburg-SOS Bihac
IBAN: DE21390500000000317008
Wer eine Spendenquittung benötigt, muss zusätzlich seinen Namen und Adresse angeben.

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