Studentische Monatszeitung für Duisburg, Essen und das Ruhrgebiet

LOKALES

RadEntscheid Essen startet Unterschriftensammlung

Wer Fahrrad fährt, soll es in Essen bald leichter haben.
[Foto: Sophie Schädel]

25.05.2020 09:24 - Sophie Schädel

Das Bürger*innenbegehren zum Radentscheid Essen ist am 15. Mai gestartet. Die Initiative sammelt seither Unterschriften für den Ausbau der lokalen Fahrradinfrastruktur. „Essen braucht ein durchgängiges, sicheres und hochwertiges Radwegenetz“, fordert Klara van Eickels, eine Vertretungsberechtigte vom RadEntscheid.

Radfahren ist aus Sicht der Initiative mehr als nur ein praktisches Fortbewegungsmittel: Es hat auch eine soziale Komponente. „Der Radverkehr erlaubt günstige, gesunde und effiziente Mobilität für Menschen jeden Alters und jeder Fitness – wenn die Infrastruktur dies ermöglicht“, so van Eickels. Die Gruppe sieht in ihren Forderungen auch Möglichkeiten, Essen klimafreundlicher zu machen. Die Stadt hat Ende 2019 beschlossen, den Radverkehrsanteil zu verdreifachen, sodass jeder vierte Weg in der Gemeinde per Rad zurückgelegt wird. „RadEntscheid Essen formuliert einen Umsetzungsvorschlag, um dieses Ziel zu erreichen“, so die Initiative in einer Pressemitteilung.

Das fordert RadEntscheid Essen

1. Durchgängiges Netz für den Alltagsradverkehr
2. Sichere Radverkehrsführung an Knotenpunkten
3. Attraktive Nebenstraßen: Fahrradstraßen und Fahrradzonen
4. Sichere Radwege an Hauptstraßen und geschützte Radspuren
5. Radwege durchgängig und einheitlich gestalten
6. Ausbau sicherer Fahrradstellplätze
7. Kampagnen und konsequente Förderung

Covid-19 erfordert von der Gruppe kreative Ideen. Denn eigentlich war ihre Unterschriftensammlung auf dem herkömmlichen Weg mit viel zwischenmenschlichem Kontakt bei der Werbung und den Unterschriften geplant. „Wegen der aktuellen Hygiene- und Abstandsregelungen wird die Unterschriftensammlung ein demokratisches Experiment, da laut Gesetz nur Unterschriften auf Papier gültig sind“, erklärt RadEntscheid in einer Pressemitteilung. Darum hat man sich für eine kontaktlose Sammlung entschieden.

Unterstützung vom AStA

Innerhalb von drei Monaten müssen mindestens 15.000 Essener*innen unterschreiben, 2,5 Prozent der Einwohner*innen. Dann muss sich der Stadtrat mit den Forderungen der Gruppe befassen. Den genauen Ablauf des Prozederes haben wir euch hier aufgeschrieben. Die Unterschriftenlisten kann man sich herunterladen, ausdrucken und unterschreiben. Außerdem hat die Organisation über die gesamte Stadt 150 Sammelstellen verteilt, an denen die Listen ausliegen. Wo ihr die genau findet, könnt ihr hier nachschauen. Unterschreiben dürfen alle EU-Bürger*innen ab 16 Jahren, die ihren Erstwohnsitz in Essen haben.

Auch der Allgemeine Studierendenausschuss (AStA) der UDE unterstützt die Initiative offiziell. „Eine nachhaltige Kommune bedingt in erster Linie einen nachhaltigen Verkehr. Wenn wir also die Absicht erklären, Maßnahmen zum Klimaschutz zu verabschieden, müssen wir den Forderungen des Radentscheids folgen und die Zahl der Räder auf den Straßen steigern“, forderte AStA-Vorsitzende Aylin Kilic.

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