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Öffentlicher Nahverkehr in NRW: Die Deutsche Bahn muss nachbessern

Verspätungen und Zugausfälle sind auch für viele Studierende Alltag. [Foto: Jacqueline Brinkwirth]

10.04.2019 12:06 - Jacqueline Brinkwirth

Im Februar hat der Verkehrsverbund Rhein-Ruhr (VRR) die Bahn-Tochter DB Regio wegen anhaltend schlechtem Service abgemahnt. Das nimmt die Deutsche Bahn in die Pflicht, umfassende Maßnahmen zur Verbesserung vorzustellen. Welche Änderungen nun geplant sind.

Verspätungen, Zugausfälle und andere Servicemängel haben für den VRR im Februar den Ausschlag gegeben, die Deutsche Bahn-Tochter DB Regio abzumahnen (akduell kommentierte). Damit ist nun die Bahn in der Pflicht, umgehend und umfassend nachzubessern. Warum der VRR daran so interessiert ist, erklärte eine Sprecherin der akduell: „Schlechte und nicht akzeptable SPNV-Betriebsleistungen und Services der DB wirken sich direkt auf die Fahrgäste aus, da dies zu Zugausfällen, fehlenden Sitzplätzen und massiven Verspätungen führt und es in Summe zu untragbaren Qualitätseinschränkungen für die Fahrgäste kommt.“ Davon sind täglich tausende Kund*innen des VRR betroffen.

Dabei arbeitet der VRR lediglich als Aufgabenträger des Nahverkehrs: „Der VRR fungiert in seinem Gebiet als sogenannter Aufgabenträger und Besteller von SPNV-Leistungen. In den dazu geschlossenen Verkehrsverträgen sind Qualitätsmerkmale mit den Eisenbahnverkehrsunternehmen vereinbart. Der VRR drängt darauf, dass die Unternehmen diese verkehrsvertragliche Leistungspflicht erfüllen, damit massive Zugverspätungen und reduzierte Platzangebote schnell und nachhaltig verbessert werden.“

Deutsche Bahn ohne Plan?

Nach der Abmahnung ist nun die Deutsche Bahn am Zug. Wie der Service für Fahrgäste speziell in NRW verbessert werden soll, erläutert eine Bahnsprecherin nur unkonkret: „Um pünktlicher und zuverlässiger unterwegs zu sein, investiert die Deutsche Bahn auch weiter in das Eisenbahnnetz. Dafür stehen 2019 rund 630 Millionen Euro zur Verfügung.“

Ein flächendeckenderes Schienennetz, mehr Verbindungen und mehr eingesetzte Züge sollen Verspätungen und Zugausfälle in NRW verhindern. Anhaltender Personalmangel könnte hier allerdings zum Problem werden. Diesen Umstand will die Bahn ebenfalls angehen: „Die DB plant außerdem, 2019 in NRW rund 2.800 neue Mitarbeiter an Bord zu holen. Bereits im vergangenen Jahr hat die DB in NRW insgesamt rund 3.300 neue Mitarbeiter rekrutiert, darunter rund 170 Lokführer, 580 Instandhalter, 160 Fahrdienstleiter und 220 Servicekräfte in den Zügen.“

VRR droht mit Vertragsstrafen

Spürbar sind diese Änderungen für Pendler*innen bisher nicht. Auf viel frequentierten Strecken kommt es immer noch zu enormen Verspätungen. Und auch der Bau neuer Strecken wird zukünftig ebenfalls zu Baustellen, Umleitungen und Verzögerungen im Betriebsablauf führen.

Dem VRR reicht das nicht: „Der VRR erwartet insbesondere Aussagen und Planungen zu einer zuverlässigen Instandhaltungsorganisation für die Triebfahrzeuge, die auf den Linien im Einsatz sind und eine verlässliche Disposition für den Personaleinsatz, Zugumläufe und den Fahrzeugeinsatz.“ Zuletzt verlangte der Verkehrsverbund deswegen sogar erhebliche Vertragsstrafen von der Deutschen Bahn. Auch einen Vorschlag zur Entschädigung betroffener Kund*innen soll die Bahn machen.

Ein Maßnahmenpaket, wie der VRR es fordert, gibt es bislang nicht. Per Mitteilung ließ der NRW-Chef der DB Regio Andree Bach lediglich verlauten, dass er alles daran setze „die von uns geforderte Leistung so schnell wie möglich wieder in vollem Umfang auf die Schiene zu bringen.“

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