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LOKALES

Mit König der Löwen ins Finale

26.03.2019 12:45 - Julia Segantini

Eine Jury bewertet, welche Gruppe am besten tanzt. Dabei kommt es nicht nur auf die Technik an. [Symbolbild: Pixabay]

Vom 15. bis 24. März fand die Vorrunde der Duisburger TANZtage statt. Bei dem deutschlandweit größten Amateurtanzfestival treten über 5.000 Tänzer*innen aller Altersklassen und Tanzstile an. Mit Teilnehmerin Teresa haben wir über die Stimmung während der Veranstaltung und über die Vorbereitung für das Finale am ersten Aprilwochenende gesprochen.

„Es waren super viele Leute da. Die Leute von der Show davor sind gegangen, die neuen sind gekommen. Es war sehr wuselig“, beschreibt Teresa. Sie ist Mitglied der Gladbecker Showdance-Gruppe JackBack, die dieses Jahr zum ersten Mal seit zehn Jahren wieder am Turnier in der Rheinhausen-Halle teilnahm. Jeden Tag fanden mehrere Shows statt, in denen die antretenden Gruppen vor einem Publikum ihr Können unter Beweis stellten. Wer ins Finale kommt, entschied eine Jury aus Choreograph*innen, Tanzpädagog*innen und Trainer*innen verschiedener Tanzrichtungen sowie ausgebildete Wertungsrichter*innen. Bewertet wurde nach Technik, Schwierigkeitsgrad, Choreographie und Präsentation.

JackBack trat mit einem Medley aus dem Musical König der Löwen auf. „Wir haben das ungefähr vier Monate lang einstudiert“, berichtet Teresa. Besonders intensiv habe die Gruppe an der Synchronität der

Performance gefeilt. „An dem Tag, an dem wir dran waren, gab es insgesamt drei Shows. Wir sind in der zweiten aufgetreten. Wir sind zwei Stunden vorher angekommen, haben eingecheckt und dann bekommt man so ein kleines Abteil zum Umziehen“, erzählt sie.

Auch für die darauffolgende Stellprobe übte die Gruppe vorher. „Bei einer Stellprobe geht man ohne Kostüm alle Positionen durch, damit man weiß, wie groß die Bühne überhaupt ist, wie es da aussieht und wo die Mitte ist“, erklärt die Hobbytänzerin. Für die Stellprobe stand jeder Gruppe nur ein Zeitfenster von fünf Minuten zur Verfügung. „Da haben wir tatsächlich auch vorher geübt, das in ein paar Minuten hinzubekommen, denn wir haben sehr viele Positionswechsel“, berichtet Teresa. Besonders beeindruckend fand sie die Stimmung unter den Tänzer*innen und Organisierenden. „Die Leute, die das veranstaltet haben, waren super freundlich. Da hat dich jeder an die Hand genommen und dir erklärt, wo du hin musst und wie der zeitliche Ablauf ist“, findet sie. „Es waren auch super viele Kinder aus allen Altersgruppen da, die getanzt haben. Konkurrenzkampf gab es keinen. Alle waren einfach nur gut drauf,  hatten Lust zu tanzen und haben den anderen die ganze Zeit zugejubelt“, erzählt sie.

Showdance gegen Gardetanz

Bei den anderen antretenden Teams sei vor allem der Gardetanz vertreten gewesen, so Teresa. „Wir waren ja in Duisburg und wenn man Richtung Rhein fährt, gibt’s halt viel Karneval, deswegen waren viele Gruppen karnevalistisch angehaucht, was wir überhaupt nicht waren. Wir waren die komplette Ausnahme“, sagt sie. Zudem hätten wenige Männer teilgenommen, „wir waren die einzigen, die auch Hebefiguren mit Männern gemacht haben und auch etwas Ballett drin hatten“, berichtet sie. Warum sie Showdance liebt weiß sie genau: „Da kann alles mit drin sein, Hip Hop, Freestyle, Ballett, Contemporary, Jazz, beim Showdance kommt alles zusammen“, sagt sie.

Auch wenn JackBack es ins Finale geschafft hat, wollen sich die Tänzer*innen  noch keine Pause gönnen. „Wir haben ein Video von der Show bekommen und das wird jetzt komplett studiert. Wir hatten zwar eine sehr hohe Punktzahl, aber irgendwas kann man immer noch mal verbessern“, betont Teresa. „Es kommt darauf an, was der Jury wichtig ist. Da sind sicherlich einige Gruppen dabei, die technisch besser als wir sind“, meint sie. Ins Finale haben es insgesamt 13 Teams geschafft, darunter Tänzer*innen aus den Bereichen Jazz & Modern, Streetdance und Showdance.

Bildquelle: lizensfreies Bild, pixabay

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