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LOKALES

Dortmund: All inclusive Studiwohnheim eröffnet

Das circa 25.000 m² große Gebäude in der Kampstraße. [Foto: Ayssa Maiß]

18.10.2021 16:12 - Ayssa Maiß

Seit beinah drei Jahren beobachten die Dortmunder:innen bereits den Bau eines Studierendenwohnheimes in der Innenstadt. Anfang Oktober 2021 konnten die ersten Zimmer im sogenannten BaseCamp bezogen werden – ab 580 Euro. Was das BaseCamp den Studierenden für diesen Preis zu bieten hat.

Die durchschnittlich 23 m² großen Zimmer sind ausgestattet mit Designermöbeln und einem Bad nach Hotelstandards. Ab einer Miete von 630 Euro beinhaltet das Zimmer zusätzlich eine eigene Küchenzeile. Die Studierenden, die in einer Wohnung für 580 Euro ohne Küchenzeile leben, können die Ihnen zugeteilte Gemeinschaftsküche der Etage benutzen. Zugang zum voll ausgestatteten Fitnessstudio, Kino und Coworking Space haben alle Studierenden. Im Kino wird allerdings nur die nötige Hardware und das Ambiente zur Verfügung gestellt. Die Studierenden können dann ihre eigenen Streaming Dienste auf der Leinwand nutzen, ein Programm würde zu hohe Kosten verursachen. Neben den gut ausgestatteten Freizeiträumen mache das BaseCamp auch das sogenannte BaseLife Konzept aus. So stellen sie andere Bewohner:innen als BaseBuddies ein, die für die Studierenden immer erreichbar seien, sie unterstützen und Veranstaltungen organisieren. „Wer mag muss das BaseCamp also gar nicht verlassen“, sagt Marc Schenk, General Manager des BaseCamp Dortmund.

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In Bezug auf die höheren Preise sagt Schenk, dass die Ansprüche der Studierenden gestiegen und die Wohnheime der Studierendenwerke voll seien: „Wenn also nicht die Privatwirtschaft einsteigt, wer dann.“ Das aus Skandinavien stammende Unternehmen hat bereits Standorte in Dänemark, Polen und in weiteren Städten Deutschlands, in denen jährliche Erhebungen zur Wohnsituation mit den Studierenden gemacht werden. Das BaseCamp Dortmund sei aufgrund der Wünsche der Studierenden entstanden.

„Für Dortmund ist der Preis lächerlich“

Fabian studiert an der Technischen Universität Dortmund und hält das Angebot des BaseCamp für interessant: „Ich finde es attraktiv, man muss nicht weit zum Fitnessstudio laufen und das Preis-Leistungsverhältnis stimmt.“ Lena mag das Konzept einer kleinen Infrastruktur, wodurch man schneller in Kontakt käme. „Aber das kann sich natürlich nicht jeder leisten. Es klingt wie eine Elite Wohngemeinschaft", gibt sie zu bedenken.

„Für Dortmund ist der Preis total lächerlich, aber die ausländischen Studierenden finden keine Wohnungen und zahlen den hohen Preis“, meint TU-Student Leo. Tatsächlich haben die Wohnheime in Dortmund jedes Semester mehr Anfragen als freie Zimmer, erklärt Johannes Zedel vom Studierendenwerk Dortmund. Mit durchschnittlich 270 Euro im Monat sind die Einzelapartments  um einiges günstiger als ein Zimmer im BaseCamp.

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Der Kicker im Wartebereich des Waschraums wird gern genutzt. [Foto: Ayssa Maiß]

Weitere Highlights sollen folgen 

Laut den Architekten hätte das Studierendenwohnheim schon vor zwei Jahren fertig sein sollen. Jetzt wird es schon von etwa 60 Studierenden bewohnt, einige Baustellen gibt es aber noch. „Durch Corona haben sich die Bauarbeiten sehr verzögert, daher gibt es die ersten drei Monate 20 Prozent Rabatt auf die Miete“, erklärt Schenk. Im Erdgeschoss sollen eine eSports Arena und Ladenflächen für den Einzelhandel entstehen. Auch die Dachterrasse mit Café, Bar und Veranstaltungsfläche befindet sich noch im Bau.

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