Studentische Monatszeitung für Duisburg, Essen und das Ruhrgebiet

LOKALES

Darf ich vorstellen: Essen Altendorf

Die Natur holt sich das industriell geprägte Altendorf zurück.

[Foto: Saskia Ziemacki]

12.05.2022 17:31 - Saskia Ziemacki

Die Universität Duisburg-Essen versteht sich als Pendler-Uni. Für alle, die von ihrer Heimat zur Uni pendeln, für alle, die neu hergezogen sind und für alle, die die Stadt, in der sie studieren, kennenlernen möchten, stellen wir Essens Stadtteile vor. Wir starten mit einem Stadtteil westlich der Uni: Altendorf. 

Ich steige bei der Straßenbahn-Haltestelle Helenenstraße aus. An der belebten Einkaufsstraße tummeln sich Menschen aller Art, um emsig die Geschäfte zu besuchen, die von türkischen über afghanischen bis hin zu chinesischen und vielen weiteren Spezialitäten alles anbieten. Knapp die Hälfte der über 22.000 Einwohner:innen Altendorfs haben ausländische Wurzeln. Daher bietet der Stadtteil, gerade auf seiner Hauptverkehrsader, der Altendorfer Straße, einen internationalen Mix an Geschäften und Gastronomie an. 

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Weiter geht es zur Haltestelle Jahnstraße. Von dort kann man ein ehemaliges Zechengelände bewundern und an Blumenwiesen vorbei zum Niederfeldsee spazieren. Hat der Essener Norden den Ruf, grau und industriell zu sein, so finde ich mich in einer erstaunlich grünen Oase wieder. Nach dem Rückgang der Industrie schossen in Altendorf modellartige und künstliche Wohn- und Freizeitgebiete aus dem Boden, die den Stadtteil aufwerten sollten. Die Umgebung des Niederfeldsees und des Krupp-Parks sind durch seine Grünflächen und den Radschnellweg Ruhr, der sich durch das gesamte Gebiet zieht, trotzdem ein Erholungsgebiet in Essen, dass ich sehr genieße.  

Um mir den Charme der Architektur anzuschauen, gehe ich lieber zur Hirtsiefer-Siedlung, eine unter Denkmalschutz stehende, historische Arbeitersiedlung für die Kruppsche Gussstahlfabrik. Altendorf wurde innerhalb der Industrialisierung durch die Kruppschen Fabriken stark beeinflusst, wodurch die Bevölkerung explosionsartig anstieg. Im Zweiten Weltkrieg wurde der Stadtteil wegen dieser unmittelbaren Lage, die als „Deutsche Waffenschmiede" bezeichnet wurde, durch alliierte Bombenangriffe weitestgehend zerstört. Schutz bot ein Hochbunker an der Körnerstraße, der im Kalten Krieg zwischen 1987 und 1988 wieder in Betrieb genommen und 2014 unter Denkmalschutz gestellt wurde. Auf dem Weg zur Siedlung schaue ich mir die imposante evangelische Christuskirche an der Kopernikusstraße an und gelange am Ende zur modernen DITIB-Zentralmoschee Essen. 

Die Fotostrecke zeigt einen kleinen Eindruck Altendorfs: 

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