Studentische Monatszeitung für Duisburg, Essen und das Ruhrgebiet

LOKALES

Corona: Keine Versorgungsengpässe an der Uniklinik

Die Bevölkerung ist ausreichend mit Schutzmasken ausgestattet, doch wie
sieht es in Krankenhäusern aus? [Symbolbild: David Peters]
14.05.2020 15:21 - David Peters

Die Corona-Epidemie stellt Bevölkerung und Krankenhäuser vor ungeahnte Herausforderungen. Vielfach beklagte medizinisches Personal fehlende oder unzureichende Schutzausrüstung. Am Universitätsklinikum Essen soll dies aber nicht der Fall sein.

Seit dem Ausbruch der Corona-Epidemie wird viel über Schutzausstattung und Kapazitäten der Krankenhäuser diskutiert. Besonders medizinisches Personal ist einem hohen Ansteckungsrisiko ausgesetzt. Das Robert-Koch-Institut empfiehlt deshalb das generelle Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes. Primär diene dies dem Schutz des Gegenübers, aber kann, zumindest in kleinem Rahmen, auch den oder die Träger*in schützen. Doch Ärzt*innen und Mitarbeitende schlugen Alarm: Es gäbe nicht genügend Masken für das Personal.

Anders sieht es am Universitätsklinikum Essen aus: „Unsere Materialausstattung ist stabil“, so Thorsten Schabelon, Leiter der Abteilung Marketing und Kommunikation. In der Versorgung mit Atemschutzmasken habe es bisher keine Engpässe gegeben. Auch für die kommende Zeit sei man vorbereitet, erklärt Schabelon: „Wir halten, aktuell und Stand jetzt, genügend Ausrüstung für eine ausreichende Zeit vor.“

Keine Engpässe bei Intensivbetten

Am Universitätsklinikum in Essen wurden bisher über 150 Patient*innen mit Covid-19 behandelt. „Darunter sind acht Patienten aus Frankreich, die im Rahmen eines EU-Solidarprojekts des Landes Nordrhein-Westfalen zu uns gekommen sind“, führt Schabelon aus. Vielfach gab es auch Bedenken, dass die Zahl der Intensivbetten, die zur Behandlung von schweren Covid-19-Fällen notwendig sind, in deutschen Krankenhäusern zu gering sei. Auch hier vermeldete die Uniklinik bisher keine Engpässe. Man habe rechtzeitig vorgesorgt, erklärt Thorsten Schabelon: „Wir haben frühzeitig unsere Zentrale Notaufnahme Nord ausgebaut und haben 60 Intensivbetten für COVID-19-Patienten bereitgestellt, die aber bislang nie komplett ausgelastet waren.“

Laut der Stadt Essen sind insgesamt 784 Essener*innen an einer Corona-Virusinfektion erkrankt (Stand 9. Mai). 99 Fälle zählt die Stadt aktuell. In den vergangenen Tagen habe es 30 Neuinfektionen gegeben, was einem Tagesdurchschnitt in 4,2 Personen ergibt. Inzwischen gelten 651 Personen als genesen. Demgegenüber stehen 34 Todesfälle, die entweder an oder in einer Verbindung mit einer Erkrankung mit dem Corona-Virus verstorben sind.

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