Studentische Monatszeitung für Duisburg, Essen und das Ruhrgebiet

KULTUR

Kurzgefasst: CIA trifft auf Folkwang

 

Shoppen ist nicht alles im Leben

Ein neues Designer Outlet Center (DOC): Eine Chance für die Stadt Duisburg, findet Oberbürgermeister Sören Link (SPD). Unter den Bürger*innen und in der kommunalen Opposition bildet sich indes immer mehr Widerstand. Die Initiative „Ja zu Duisburg – Kein DOC“ startete am 7. April ein Bürgerbegehren, um gegen den Grundsatzbeschluss des Stadtrats vom 1. Februar anzugehen, ein DOC auf dem Gelände des ehemaligen Güterbahnhofs zu realisieren.
 

Jetzt doch: Loveparade-Katastrophe wird vor Gericht behandelt

Was der Stadt Duisburg einen Imagewechsel verpassen sollte, endete in einer Katastrophe mit 21 Toten und über 650 Verletzten. Die Loveparade-Tragödie jährt sich nun zum siebten Mal. Bislang gab es keine juristische Aufarbeitung. Die Entscheidung des Landgerichts Duisburg im vergangenen Jahr, keine Klage gegen zehn Beschuldigte zu erheben, wies das Oberlandesgericht Düsseldorf nun ab. Damit wird es doch zu einem Strafverfahren kommen.
 

Vaxxed: Stimmungsmache in Horrorfilmmanier

Keine Fragen zum umstrittenen Regisseur
 

Das Gegenteil von Grau

Den Leerstand der Stadt nutzen, alternative Lebensvorstellungen verwirklichen, Nachhaltigkeit, ein Miteinander statt Ausgrenzung und für die Belange von Minderheiten kämpfen. Im Dokumentarfilm Das Gegenteil von Grau von Matthias Coers und dem Netzwerk Recht auf Stadt Ruhr werden verschiedene Initiativen und Gruppen im Ruhrgebiet vorgestellt, die sich genau diese Themen zur Aufgabe gemacht haben und in Selbstorganisation und mit viel Engagement einen alternativen Blick auf die Stadt werfen. Am Sonntag, 26. März, feierte der Film im Lokal Harmonie in Duisburg Premiere mit anschließender Diskussionsrunde mit den Filmemachenden.
 

"Wir wollen keinen Krieg, wir wollen reden!“

Viele muslimische Kinder und Jugendliche in Deutschland wachsen mit Vorurteilen gegenüber Jüd*innen auf – meist geprägt durch die Erfahrungen oder Vorurteile ihrer Eltern sowie durch den Nahost-Konflikt. Um dem etwas entgegen zu setzen, organisiert die Initiative HeRoes aus Duisburg-Marxloh mit interessierten Jugendlichen regelmäßig Fahrten in das ehemalige Konzentrationslager Auschwitz. Die Gedanken, Gefühle und Zwiespälte, denen die jungen Männer* dort begegnen, haben sie zu Papier gebracht – und ein Theaterstück daraus entwickelt.
 

"Die Bilder sollen lieber penetrant als elegant sein"

Mit der Ausstellung Maria Lassnig sind bis zum 21. Mai die Arbeiten einer der bedeutendsten Künstlerinnen Österreichs des 20. Jahrhunderts im Essener Folkwang Museum zu sehen. In Essen macht sie ihren dritten Halt und tourt anschließend weiter durch Osteuropa. Zu sehen sind Arbeiten aus ihrer gesamten Schaffenszeit von 1945 bis 2013.
 

„Ich mache da Urlaub, wo andere Diktatur machen“

Vor knapp zwei Jahren war der Reporter und Autor Stephan Orth für zwei Monate im Iran unterwegs. Aber nicht einfach als herkömmlicher Tourist, sondern als Couchsurfer – und Journalist. Eine ganz besonders gefährliche Kombination, denn im Iran ist beides nicht besonders gerne gesehen. Erst vor Kurzem war er mit seinem Roman Couchsurfing im Iran auf Lesetour durch Deutschland. Dabei hat er auch in Essen einen Stopp eingelegt. Unsere Redakteurin Mirjam Ratmann hat ihn getroffen.
 

Zeiten des Umbruchs

 

Schalke auf dem Prüfstand

FC Schalke 04 gegen Paok Saloniki – das gab es doch schon mal oder? Damals, im August 2013, hatte es ordentlich geknallt in der Arena auf Schalke. Die Fahne eines mazedonischen Vereins, mit dem Gelsenkirchener Fangruppen befreundet sind, löste einen Eklat bei den Paok-Anhänger*innen aus. Die Polizei stürmte daraufhin die Nordkurve mit Pfefferspray und Schlagstöcken. Am vergangenen Mittwoch, den 22. Februar, kam es erneut zu einem Aufeinandertreffen der beiden Vereine. Ein Hochsicherheitsspiel mit immensem Polizeiaufgebot, diesmal ohne eine Eskalation im Stadion.
 

Karneval ist kein Freibrief

Endlich ist dieser ganze Mist vorbei. Jedes Jahr aufs Neue sehnen sich Nicht-Karnevalist*innen den Aschermittwoch herbei. Neben Erbrochenem auf den Straßen, betrogenen Partner*innen und verlorenen Geldbörsen bleibt dieses Jahr aber noch was vom Karneval hängen: Rassistische Kostüme.
 

Her mit dem schönen Leben!

In Duisburg fehlt es an soziokulturellen Freiräumen – und das nicht erst seit gestern. Jahrelang schon gehen Duisburgs Bürger*innen auf die Straßen und fordern „Mehr Recht auf Freiraum!“ und „Mehr Recht auf Stadt!“. Besonders die Nachttanzdemos haben hier Tradition. Auch am Faschingssamstag versammelten sich hunderte Menschen in der Duisburger Innenstadt, um ihrem Unmut Gehör zu verschaffen.