Studentische Monatszeitung für Duisburg, Essen und das Ruhrgebiet

KULTUR

Apphilfe gegen das Wegwerfen

 

Massenhaft kritisch

Seit 200 Jahren gibt es das Gefährt mit zwei Rädern, das damals die Kutsche ablöste und Pferde aus der Knechtschaft, Menschen zu transportieren, befreite. Dann wurde das Auto für die Allgemeinheit erschwinglich  – und das Fahrrad zur Nebensache. In der Critical Mass-Bewegung erobern sich Radfahrende Räume in der städtischen Infrastruktur nun zurück.
 

Mini-Version des eigenen Selbst

2017 nutzen 2,1 Milliarden Menschen ein Smartphone. Seit 2005, dem großen Durchbruch des iPhones, ist jede Information zu jeder Tageszeit zugänglich, jeder Moment kann festgehalten werden und die Verbindung zu Freund*innen oder Fremden weltweit ist nur einen Sende-Knopf entfernt. Wie lebt es sich eigentlich mit diesem blinkenden, piependen Ding?
 

Eine Runde Mitleid für Watzke

Mit verschränkten Armen und düsterem Gesichtsausdruck standen BVB-Geschäftsführer Hans-Joachim Watzke und Präsident Reinhard Rauball nach dem DFB-Pokalsieg der Borussia auf dem Rasen und zeigten der Öffentlichkeit schlechte Miene zu gutem Spiel. War das die Ratlosigkeit, wie man trotz Titel die Trainerentlassung begründen soll?
 

MSV: Rechte Hools greifen Kohorte an

Der MSV Duisburg hat eine überragende Saison hinter sich. Der Wiederaufstieg in die zweite Bundesliga gelang als Tabellenführer, der Auswärtssieg im Niederrheinpokalfinale bei Rot-Weiß Essen machte das Double perfekt. Das letzte Saisonspiel stand daher auch im Zeichen der Fankurven: Pyrotechnik und Choreographien sorgten beim Spiel für Aufsehen. Recherchen der akduell zeigen nun, dass es auch unschöne Szenen im MSV-Block gab: Rechte Hooligans griffen die antirassistische Ultragruppe Kohorte an.
 

Wenn Schönheit zum Verhängnis wird

Am vergangenen Samstag, 27. Mai, premierte im Musischen Zentrum der Ruhr-Universität Bochum (RUB) die Inszenierung von „Missionen der Schönheit“. Sieben Monologe von Frauen in den verschiedensten Lebenslagen erinnerten die Zuschauenden an die Zwänge und Ideale, die das Frausein in unserer Gesellschaft mit sich bringt.
 

Zwischen Duisburg und Dortmund

Fast zwei Stunden portraitiert <em>Pottkinder – ein Heimatfilm</em>, das Regiedebüt von Alexander Waldhelm, die fiktive Familie Klüsen aus dem Ruhrpott. Genauer: Aus Oberhausen. Ein Film, der sich in weiten Teilen als Komödie ansehen lässt, jedoch mit seiner Ruhrpottschnauze auch immer wieder ernste Themen anspricht. Nach der Premiere Anfang Mai wurde der Film am Sonntag, 28. Mai, in Anwesenheit des Regisseurs und des Kameramanns Stephan Glagla in der Oberhausener Lichtburg vorgeführt.
 

CSD: "Schon wieder Schilder malen"­

Regenbögen, wo man hinsieht. Bei über 30 Grad Celsius wurde am Freitag 26. Mai, in Düsseldorf die Christopher Street Day (CSD)-Saison in NRW eingeläutet. Etwa 1.500 Menschen tanzten, tranken und demonstrierten bei der jährlichen Parade zu den Liedern von Helene Fischer durch die Innenstadt. Was sie wollen? Gleiche Rechte für alle und keine Diskriminierung mehr aufgrund der sexuellen Orientierung oder des selbstgewählten Geschlechts. Eigentlich unfassbar, aber auch im Jahr 2017 muss dafür in Deutschland noch auf die Straße gegangen werden. Ein Abstecher auf die Parade.
 

”Museum under attack”

Vergangenes Wochenende, am 19. und 20. Mai, fand im Folkwang Museum Essen in Kooperation mit der Ruhr-Universität Bochum das „interkulturelle Symposium“ zum Thema Queer Exhibitions/Queer Curating statt. Beleuchtet wurden mit Vorträgen und Diskussionen, größtenteils in englischer Sprache abgehalten, queere Ausstellungen im politischen und kulturellen Kontext. Dabei stand die Frage im Raum: Wie wird Queerness inszeniert und rezipiert und welches Potenzial bietet das?
 

Grüne Hauptstadt: Nichts außer Prestige

Seit fast fünf Monaten trägt die Stadt Essen den Titel Grüne Hauptstadt Europas. Positive Auswirkungen auf den Alltag werden bisher jedoch schmerzlich vermisst. Stattdessen werden teure Prestigeprojekte gefördert<strong>.</strong>
 

Parallelen der Zeit

<em>Haymatloz – Exil in der Türkei</em> erzählt fünf Geschichten von Nachkommen jüdischer Wissenschaftler*innen, die in den 1930er Jahren aus Deutschland in die Türkei flohen. Fünf Schicksale, die beispielhaft für bis zu 1.000 Wissenschaftler*innen stehen. Ein Film über die 1930er Jahre in der Türkei, der aber auch immer wieder Brücken zur Gegenwart schlägt. Organisiert wurde die Filmvorführung vom Verein türkischer Studenten (VtS) und der Türkisch-Deutsche Studierenden und Akademiker Plattform. Für das anschließende Gespräch über den Film waren Regisseurin Eren Önsöz und Enver Hirsch, einer der Protagonisten des Films, anwesend.
 

Gemeinsam lernen, gemeinsam stark sein

Mit der Ratifizierung der Behindertenrechtskonvention der Vereinten Nationen im Jahr 2009 hat sich Deutschland verpflichtet Inklusion auch in der Schule zu etablieren. Doch das gemeinsame Lernen von Kindern mit und ohne Förderbedarf ist Ländersache. Nicht überall in Deutschland hat sich der inklusive Unterricht seitdem so entwickelt wie er sollte. Das zeigt auch der Dokumentarfilm <a href="http://ich-du-inklusion.de/der-film/"><em>Ich. Du. Inklusion. – Wenn Anspruch auf Wirklichkeit trifft</em></a> von Thomas Binn. Was der Film jedoch allem voran porträtiert: Wie viel Energie und Willen alle Beteiligten in die Förderung der benachteiligten Kinder investieren.