Studentische Monatszeitung für Duisburg, Essen und das Ruhrgebiet

KULTUR

Aktuelle Dystopie

Europa im Jahr 2016. Die Grenzen sind endgültig dicht. Nach Deutschland gibt es nur einen Weg: Geflüchtete erhalten Asyl, wenn sie an einer TV Show teilnehmen – jedoch überleben die wenigsten. Der Jungregisseur Krystof Slatnik hat mit seinem Spielfilmdebut Immigration Game nicht nur in Deutschland für Aufsehen gesorgt, sondern gleichzeitig den längst in Vergessenheit geratenen deutschen Genrefilm wiederentdeckt.
 

Kurzgefasst: Poet in Residence

In diesem Sommersemester ist der Kölner Literatur-Professor und Schriftsteller Christof Hamann als Poet in Residence an der Universität Duisburg-Essen (UDE) zu Gast. Vom 10. bis 13. Juli präsentiert der Autor in drei Poetik-Vorlesungen und einer Lesung seine Gedanken und Texte zum Thema „Gehen, Stolpern, Schreiben“.
 

Was ist das für 1 Coplife?

Die Polizei – dein Freund und Helfer – bekannt aus den Negativschlagzeilen der Presselandschaft wegen Augen-OPs nach Wasserwerfereinsatz, der Abschiebung von Schüler*innen direkt aus dem Klassenzimmer heraus - oder Racial Profiling, gibt es jetzt auch in der Mallorca-Edition. Berliner Hundertschaften haben es sich nicht nehmen lassen, in Hamburg vor dem G20-Gipfel ordentlich auf den Putz zu hauen und wurden prompt zurückbeordert.
 

Sozialdemokratische Selbstbeweihräucherung

<em>Ein Kommentar von Philipp Frohn</em>
 

Ehe für alle: Dankt den Aktivist*innen

25 Jahre Aktivismus verdichten sich am Freitagmorgen </strong><strong>des 30. Juni 2017 auf 38 Minuten </strong><strong>Debattenzeit und eine Abstimmung im Plenarsaal </strong><strong>des Bundestags. Danach ist klar: Die </strong><strong>Ehe für alle wird im Bürgerlichen </strong><strong>Gesetzbuch </strong><strong>festgeschrieben. Voraussichtlich ab dem 1. </strong><strong>November dürfen Menschen unabhängig </strong><strong>vom Geschlecht die Ringe als Ehepartner*innen </strong><strong>und nicht mehr nur als „Lebenspartner*</strong><strong>innen“ tauschen. Am Ende könnte vor </strong><strong>allem Angela Merkels (CDU) Aufhebung des </strong><strong>Fraktionszwangs in die Geschichtsbücher </strong><strong>eingehen. Dabei sollte man sich bei anderen </strong><strong>Menschen bedanken: Den Aktivist*innen, die </strong><strong>das ermöglicht haben. 
 

Grenzen im Quadrat

Eine Stadt, acht Standorte, 60 Künstler*innen, Workshops, Vorträge, Buchsalons. Das 2017 erstmalig stattfindende <a href="http://www.f2-fotofestival.de">f2 Fotofestival Dortmund</a> vereint verschiedene Ansichten auf das Thema Grenzen. Vergangenen Freitag, 23. Juni, wurde das Festival im Depot Dortmund eröffnet, bis zum 16. Juli können sich Interessierte die Arbeiten anschauen, die ein breites Spektrum von klassisch-dokumentarisch bis hin zu künstlerisch-konzeptuell abdecken.
 

Extraschicht: Das lange Warten

Die Extraschicht gilt als eins der kulturellen Aushängeschilder des Ruhrgebiets. Am Samstag öffneten 45 Spielorte mit industriellem Flair ihre Pforten und wollten insgesamt 235.000 Besuchende von nah und fern vom regionalen Charme begeistern. Interesse wird geweckt, hohe Erwartungen entstehen – und werden zunichte gemacht. Ein Erlebnisbericht eines Abends in langen Warteschlangen und vollen Bussen
 

Offline ist das neue Online

Vergangene Woche fand die weltgrößte Videospielmesse E3 in Los Angeles statt. Dort wurden die neuesten Blockbuster-Spiele vorgestellt. Laut statista.com wird die Branche allein im Jahr 2017 einen Umsatz von etwa 75 Milliarden US-Dollar erwirtschaften und damit die Filmbranche weit hinter sich lassen. Aber was ist mit der Vergangenheit? akduell-Redakteur Meiko Huismann sprach mit Pierre Cournoyer,  Vorsitzender und Mitbegründer des Vereins <a href="http://www.insert-coins.wtf/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Insert Coins e.V.</a>, über den Charme alter Spielekonsolen, der heutigen Spielebranche und wie Senior*innen auf Videospiele reagieren würden.
 

Achtung, Verwechslungsgefahr!

Nachdem das Musikfestival Ring am Rock wegen Terrorgefahr unterbrochen werden musste, haben die Ermittler*innen nun die Ursache festgestellt: Ein Schreibfehler auf der Personalliste.  Da hat sich Stock am Ring-Veranstalter Marcel Fliederberg also ganz umsonst über Muslim*as aufgeregt.
 

Apphilfe gegen das Wegwerfen

 

Massenhaft kritisch

Seit 200 Jahren gibt es das Gefährt mit zwei Rädern, das damals die Kutsche ablöste und Pferde aus der Knechtschaft, Menschen zu transportieren, befreite. Dann wurde das Auto für die Allgemeinheit erschwinglich  – und das Fahrrad zur Nebensache. In der Critical Mass-Bewegung erobern sich Radfahrende Räume in der städtischen Infrastruktur nun zurück.
 

Mini-Version des eigenen Selbst

2017 nutzen 2,1 Milliarden Menschen ein Smartphone. Seit 2005, dem großen Durchbruch des iPhones, ist jede Information zu jeder Tageszeit zugänglich, jeder Moment kann festgehalten werden und die Verbindung zu Freund*innen oder Fremden weltweit ist nur einen Sende-Knopf entfernt. Wie lebt es sich eigentlich mit diesem blinkenden, piependen Ding?