Studentische Monatszeitung für Duisburg, Essen und das Ruhrgebiet

KULTUR

„Ich mag das Leben im Internet lieber als das unten auf der Erde“

Hetzkampagnen und Hasskommentare in Netz und Print, feministischer, anti-rassistischer Aktivismus und zur Seite getretene Babykatzen. Über dies und mehr konnten wir Anfang Juni mit Stefanie Sargnagel (eigentlich Sprengnagel) reden. Die 31-jährige Autorin, Künstlerin und Aktivistin, die im letzten Jahr die Publikumskategorie des Bachmannpreises gewann, las am 12. Juni im Düsseldorfer zakk aus ihren Büchern <em>Binge Living</em> und <em>Fitness</em>.
 

Die periodische Wiederkehr eines bekannten Phänomens

Menstruation? Die habe ich doch schon seit über zehn Jahren, da muss mir niemand mehr was zu erzählen. Das könnte frau* beim ersten Blick auf Ebbe und Blut, geschrieben von Luisa Stömer und Eva Wünsch, denken. Und Mann* hat doch genug im Sexualkundeunterricht darüber erfahren. Ein Buch über die Regel, das schenkt man am besten der kleinen Nichte. Oder lohnt sich doch ein Blick hinein?
 

Aktuelle Dystopie

Europa im Jahr 2016. Die Grenzen sind endgültig dicht. Nach Deutschland gibt es nur einen Weg: Geflüchtete erhalten Asyl, wenn sie an einer TV Show teilnehmen – jedoch überleben die wenigsten. Der Jungregisseur Krystof Slatnik hat mit seinem Spielfilmdebut Immigration Game nicht nur in Deutschland für Aufsehen gesorgt, sondern gleichzeitig den längst in Vergessenheit geratenen deutschen Genrefilm wiederentdeckt.
 

Kurzgefasst: Poet in Residence

In diesem Sommersemester ist der Kölner Literatur-Professor und Schriftsteller Christof Hamann als Poet in Residence an der Universität Duisburg-Essen (UDE) zu Gast. Vom 10. bis 13. Juli präsentiert der Autor in drei Poetik-Vorlesungen und einer Lesung seine Gedanken und Texte zum Thema „Gehen, Stolpern, Schreiben“.
 

Was ist das für 1 Coplife?

Die Polizei – dein Freund und Helfer – bekannt aus den Negativschlagzeilen der Presselandschaft wegen Augen-OPs nach Wasserwerfereinsatz, der Abschiebung von Schüler*innen direkt aus dem Klassenzimmer heraus - oder Racial Profiling, gibt es jetzt auch in der Mallorca-Edition. Berliner Hundertschaften haben es sich nicht nehmen lassen, in Hamburg vor dem G20-Gipfel ordentlich auf den Putz zu hauen und wurden prompt zurückbeordert.
 

Sozialdemokratische Selbstbeweihräucherung

<em>Ein Kommentar von Philipp Frohn</em>
 

Ehe für alle: Dankt den Aktivist*innen

25 Jahre Aktivismus verdichten sich am Freitagmorgen </strong><strong>des 30. Juni 2017 auf 38 Minuten </strong><strong>Debattenzeit und eine Abstimmung im Plenarsaal </strong><strong>des Bundestags. Danach ist klar: Die </strong><strong>Ehe für alle wird im Bürgerlichen </strong><strong>Gesetzbuch </strong><strong>festgeschrieben. Voraussichtlich ab dem 1. </strong><strong>November dürfen Menschen unabhängig </strong><strong>vom Geschlecht die Ringe als Ehepartner*innen </strong><strong>und nicht mehr nur als „Lebenspartner*</strong><strong>innen“ tauschen. Am Ende könnte vor </strong><strong>allem Angela Merkels (CDU) Aufhebung des </strong><strong>Fraktionszwangs in die Geschichtsbücher </strong><strong>eingehen. Dabei sollte man sich bei anderen </strong><strong>Menschen bedanken: Den Aktivist*innen, die </strong><strong>das ermöglicht haben. 
 

Grenzen im Quadrat

Eine Stadt, acht Standorte, 60 Künstler*innen, Workshops, Vorträge, Buchsalons. Das 2017 erstmalig stattfindende <a href="http://www.f2-fotofestival.de">f2 Fotofestival Dortmund</a> vereint verschiedene Ansichten auf das Thema Grenzen. Vergangenen Freitag, 23. Juni, wurde das Festival im Depot Dortmund eröffnet, bis zum 16. Juli können sich Interessierte die Arbeiten anschauen, die ein breites Spektrum von klassisch-dokumentarisch bis hin zu künstlerisch-konzeptuell abdecken.
 

Extraschicht: Das lange Warten

Die Extraschicht gilt als eins der kulturellen Aushängeschilder des Ruhrgebiets. Am Samstag öffneten 45 Spielorte mit industriellem Flair ihre Pforten und wollten insgesamt 235.000 Besuchende von nah und fern vom regionalen Charme begeistern. Interesse wird geweckt, hohe Erwartungen entstehen – und werden zunichte gemacht. Ein Erlebnisbericht eines Abends in langen Warteschlangen und vollen Bussen
 

Offline ist das neue Online

Vergangene Woche fand die weltgrößte Videospielmesse E3 in Los Angeles statt. Dort wurden die neuesten Blockbuster-Spiele vorgestellt. Laut statista.com wird die Branche allein im Jahr 2017 einen Umsatz von etwa 75 Milliarden US-Dollar erwirtschaften und damit die Filmbranche weit hinter sich lassen. Aber was ist mit der Vergangenheit? akduell-Redakteur Meiko Huismann sprach mit Pierre Cournoyer,  Vorsitzender und Mitbegründer des Vereins <a href="http://www.insert-coins.wtf/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Insert Coins e.V.</a>, über den Charme alter Spielekonsolen, der heutigen Spielebranche und wie Senior*innen auf Videospiele reagieren würden.
 

Achtung, Verwechslungsgefahr!

Nachdem das Musikfestival Ring am Rock wegen Terrorgefahr unterbrochen werden musste, haben die Ermittler*innen nun die Ursache festgestellt: Ein Schreibfehler auf der Personalliste.  Da hat sich Stock am Ring-Veranstalter Marcel Fliederberg also ganz umsonst über Muslim*as aufgeregt.
 

Apphilfe gegen das Wegwerfen