Studentische Monatszeitung für Duisburg, Essen und das Ruhrgebiet

KULTUR

Nachbarschaftstreffen im neuen Essener Alibi

Das Alibi, ein selbstverwaltetes Freiraumprojekt in Essen, wurde vergangenen Monat nach einer langen Winterpause in neuen Räumlichkeiten wieder eröffnet. Bei Kaffee und Kuchen erzählen die Organisierenden beim zweiten Nachbarschaftstreffen, was demnächst ansteht, wie der Umzug gelaufen ist und welche Möglichkeiten zum Mitmachen bestehen.
 

Rasant und derb - Roller Derby

Der Sport ist schnell, hart – und weiblich! Beim Roller Derby geht es manchmal ganz schön zur Sache. Genau das Richtige für die Frauen von den RuhrPott Roller Girls aus Essen. Bei ihrem ersten Stammtisch im neuen Jahr, 4. Januar, hat die akduell mit dem Team darüber gesprochen, worum es beim Roller Derby geht und vor welchen Herausforderungen sie stehen.
 

Mit Law and Order gegen Alkoholkranke

Seit über einem halben Jahr gilt in der Duisburger Innenstadt ein <a href="http://akduell.de/2017/05/alkoholverbot-zapfenstreich-in-der-duisburger-innenstadt/" target="_blank" rel="noopener">Alkoholverbot </a>. Trotz anhaltender Kritik von der lokalen Linkspartei, den Grünen und sozialen Initiativen hat eine Ratsmehrheit aus SPD und CDU für eine Fortführung der Testphase bis März 2018 gestimmt.
 

"Ein kulinarisches Abbild von Marxloh aus Kindersicht"

Man nehme eine Gruppe Kinder aus einem Stadtteil, füge eine Künstlerin hinzu sowie eine große Portion Vereinsengagement – et voilá, heraus kommt ein besonderes Kochbuch! Zunächst muss das Projekt jedoch ein wenig ruhen und auf die <a href="https://www.startnext.com/leckereien-vom-mekka-am-rhein">Crowdfunding-Finanzierung</a> warten – erst nach dem 30. November geht es in den Ofen, beziehungsweise in den Druck. Die hungrigen Leser*innen erwartet ein aromatisches Potpourri von Rezepten aus Afghanistan, der Türkei, Syrien, Bulgarien, Deutschland, Ghana und vielen weiteren Ländern.
 

Queere Kritik gnadenlos verbannt

Die feministische Buchmesse „Queeres Verlegen“ </strong><strong>findet am 18. November zum dritten Mal </strong><strong>in Berlin statt. Nicht mit dabei ist der Querverlag, </strong><strong>denn der Herausgeberin in Patsy L’Amour LaLove </strong><strong>bleibt die Teilnahme dieses Jahr versagt. </strong><strong>Aufgrund ihres Werkes Beißreflexe, das den </strong><strong>aktuellen queeren Aktivismus kritisiert, luden </strong><strong>die Organisator*innen sie aus. „Inhaltliche </strong><strong>Auseinandersetzung durch Anwendung von </strong><strong>Machtmitteln zu ersetzen, erinnert ans finstere </strong><strong>Mittelalter und darf nicht toleriert werden“, </strong><strong>verkündet der Verlag Männerschwarm in </strong><strong>einem Facebook-Post.
 

Gefühlte (Un)Sicherheit und reale Bedrohungssituation

Kann man sich davor schützen, Opfer von Gewalt im öffentlichen Raum zu werden? Oder ist es nur möglich, einen Umgang mit der eigenen Angst zu finden? Die Wayguard-App wirbt damit, vom Android Mag 2016 als beste App im Bereich Sicherheit ausgezeichnet worden zu sein und soll Frauen*, Männern* und Kindern gleichermaßen helfen – wir haben sie getestet.
 

Fortbewegung wie auf dem Land

Seit Freitag kommen ÖPNV-Nutzende in Duisburg in einen ganz neuen infrastrukturellen Genuss. Was in ländlichen Gebieten seit Jahren den traurigen Höhepunkt der gemeinschaftlich-mobilisierten Fortbewegung darstellt, erhält nun auch Einzug in die Stadt an Rhein und Ruhr: Mit MyBus bringt die Duisburger Verkehrsgesellschaft (DVG) eine neue Transportmöglichkeit auf die Straßen.
 

Reformator oder Hassprediger?

Er wird gefeiert für seine Stärke, seinen Mut und seinen Widerstand. Er gilt als großer Reformator, der sich gegen die katholische Kirche erhob und gegen den Ablasshandel kämpfte, die Bibel ins Deutsche übersetzte und so maßgeblich zur Entwicklung der deutschen Sprache beitrug. Die Rede ist von Martin Luther. Oftmals verschwiegen und relativiert wird jedoch sein Hass auf Andersdenkende, allen voran auf jüdische Menschen. Die Initiative Religionsfrei im Revier veranstaltete deshalb am Samstag, 21. Oktober, im Kulturbahnhof Bochum Langendreer eine Tagung zu Luther und übte Kritik am Reformator und der evangelischen Kirche.
 

Gefangen ‖ Gefoltert ‖ Geflohen

Seit dem 15. Juli 2016 befindet sich die Türkei im Ausnahmezustand: Seit dem Militärputsch spaltet Präsident Recep Tayyip Erdoğan das Land mehr denn je. Während viele Anhänger*innen des AKP-Chefs das harte Vorgehen gegen Regierungskritiker*innen begrüßen, sehen sich diese oftmals gezwungen aus dem Land zu fliehen, um Haftstrafen und Folter zu entgehen. Nicht allen gelingt das. Unter dem Titel „Verfolgt – Gesichter des Ausnahmezustandes“ werden in einer Foto-Ausstellung in Duisburg noch bis zum 10. November zwölf Einzelschicksale von Menschen porträtiert, deren Leben in Folge des Putsches durch Verfolgung und Inhaftierung geprägt wurde. Es sind zwölf von über Hunderttausend.
 

David Lynch - Ein Künstler packt aus

David Lynch ist vor allem durch Filme wie Blue Velvet (1986), Mulholland Drive (2001) und der Kultserie Twin Peaks (1990 bis 1991, 2017) bekannt. Seine Werke zeichnen sich häufig durch Surrealität, Melancholie und Düsternis aus. In den vergangenen Jahren wurde es auf der Leinwand eher still um ihn. Dafür ist nun der eineinhalbstündige Dokumentarfilm David Lynch: The Art Life, der das Leben des Ausnahmekünstlers vor seinem großen Durchbruch behandelt, erschienen.
 

Deutschland, deine Stammtische

Er ist urdeutsch, so ein Stammtisch. Lange Zeit trafen sich dort vor allem die Männer, um zu trinken und Entscheidungen zu treffen. Andere Dorfmitglieder wurden meist ausgeschlossen. Aber ein Stammtisch steht heute auch für eine politische Diskussionskultur, die Zusammenhänge vereinfacht und zu Parolen greift. Frischestes Beispiel: Die politische Debatte vor der Bundestagswahl 2017. Mehr Kneipendiskussion als konstruktiver Diskurs. Ein Gedankenexperiment.
 

Eine Essener Disco und die "Endlösung"

„Nun sind sie endlich da… die neuen Boxen, die Endlösung.“ So kündigte die Essener Disco Studio ihre neue Anlage auf der von über 37.000 Menschen gelikten Facebook-Seite an. Später titelte Der Westen, die Disco habe sich deshalb einen Shitstorm eingefangen. Den Shitstorm allerdings fing sich nicht die Disco ein, sondern ein kritischer Facebook-Nutzer, der auch den Zorn von Mitarbeitenden des Clubs auf sich zog.