Studentische Monatszeitung für Duisburg, Essen und das Ruhrgebiet

KULTUR

Gemischte Tüte Zukunft ohne Lakritze, bitte.

Als Bewohner*in des Essener Südostviertels stößt man seit geraumer Zeit immer wieder auf Botschaften wie „Alles gut?“ oder „Was würdest du mit diesem Platz machen?“, meist in Sprechblasenform. Seit November 2014 lädt der Zukunftskiosk damit zum Mitmachen und Gestalten des Stadtteils ein. akduell traf die beiden Studentinnen, welche sich selbst als Kioskdamen bezeichnen und das Projekt ins Leben gerufen haben.
 

DUET im Zwiebelglas

Was haben ein Aktzeichenkurs, Sonnenblumenpflänzchen, eine frustrierte 55-Jährige, 20 Studierende und eingelegte Zwiebeln gemeinsam? Sie sind alle Teil des neuen Stücks der Duisburg University English Theatre (DUET) Group: Sitting Pretty von Amy Rosenthal. Akduell schaute für euch bei einer der letzten Proben vor der Premiere am 11. Februar zu und wurde mit viel Herzblut, bequemen Stühlen und klassisch englischem Theater begrüßt.
 

Von der Schönheit des Scheiterns in New York

Im Kulturhauptstadtjahr 2010 hat Petrina Engelke ihre Koffer samt Punk-Background gepackt, um sich in New York als freie Journalistin zu etablieren. Erfolgreich. Seit fünf Jahren lebt und arbeitet die heute 45-Jährige in den Hochhausschluchten des Big Apple. Auf ihrem Blog moment-newyork.de versorgt sie ihre Leser*innen mit unkonventionellen Reisetipps und Anekdoten aus New York. Engelke hat nicht nur ein Gespür für Geschichten, sondern weiß sie auch zu erzählen. Zum Beispiel mit Bildern und Spoken Word Poetry. Für eine ihrer stets gut besuchten Lesungen kommt sie ins Bochumer Neuland.
 

Ein schräger Abend bei den Füchsen

Eishockey: Da  sind sechs gegen sechs Spieler*innen auf dem Eis, literweise Bier auf den Rängen und die ganz große Show. Auch in Duisburg kratzen die Kufen die oberste Schicht vom Eis, der Puck kracht gegen die Bande und die Fans singen Chöre. Noch dazu gibt es derzeit einen spannenden Aufstiegskampf. Denn in der Scania Arena heißt es „Mission Aufstieg 2015!“. Wir waren für euch einen schrägen Abend lang im Duisburger Fuchsbau und haben uns das Spiel des EVD gegen den vermeintlichen Angstgegner vom Herner Eissportverein angesehen.
 

Handball: Wütend auf den Wüstenstaat

Die Handball-Nationalmannschaft Katars hat es bei einer </strong><strong>Weltmeisterschaft noch nie </strong><strong>in ein Achtelfinale geschafft. </strong><strong>Nun ist die Auswahl aus dem </strong><strong>Wüstenstaat Vize-Weltmeister. </strong><strong>In der Runde der besten acht </strong><strong>Mannschaften warfen die </strong><strong>Kataris auch die deutsche </strong><strong>Auswahl aus dem Turnier, ohne </strong><strong>ein Tor eines Spielers, der in </strong><strong>dem Emirat am Persischen </strong><strong>Golf das Licht der Welt erblickte. </strong><strong>Skandal! Die Mannschaft </strong><strong>mit deutscher Abstammung </strong><strong>hatte es sportlich eigentlich </strong><strong>gar nicht ins Turnier geschafft, </strong><strong>wurde aber kurzerhand doch </strong><strong>noch reingeschubst. Australien </strong><strong>musste Zuhause bleiben.
 

Ungewollte Nähe, erschreckende Aktualität

Ein brennender Müllcontainer, </strong><strong>überall Scherben, Kinder, die Pfand</strong><strong> einsammeln. Es ist der hässliche </strong><strong>Morgen danach in Rostock-Lichtenhagen. </strong><strong>Der Film „Wir sind jung. </strong><strong>Wir sind stark.“ zeigt die Ereignisse </strong><strong>aus dem Sommer 1992 und vermittelt </strong><strong>schonungslos, was Fremdenhass </strong><strong>anrichtet. Ein Film, den man </strong><strong>nicht sehen möchte, aber sollte.
 

Nachwehen der Revolution

Uraufführung einer Auseinandersetzung: Der alte Feind ist die Diktatur, der neue Feind eine Chimäre, die mit Gewalt zuschlägt. Im aktuellen medialen Diskurs wird Tunesien als ein Land in der Warteschleife beschrieben. Wie der Alltag dort nach der Revolution aussieht, zeigt „Sabra“, ein bilderstarkes Musiktheaterstück von der jungen tunesischen Regisseurin Meriam Bousselmi. Das Stück wird am 8. November am Theater an der Ruhr in Mülheim zum ersten Mal gezeigt. Es ist das Ergebnis einer Kooperation der Association Haraka, Tunis, mit den „Klanglandschaften Afrika - Orient“ des Theaters an der Ruhr, dem WDR 3 und dem NRW Kultursekretariat.