Studentische Monatszeitung für Duisburg, Essen und das Ruhrgebiet

KULTUR

Die mit dem Tod tanzt

Am 26. Februar feierte das Musical „Elisabeth – Die wahre Geschichte der Sissi“ seine Premiere im Essener Colosseum Theater. Mit einer stolzen, selbstbewussten Kaiserin zeigt das Stück eine oft unterschlagene Seite der historischen Figur und brilliert dabei mit musikalischer und visueller Fulminanz.
 

„Gewitter im Kopf“

Leipzig-Ost nach der Wende: Fünf Freunde zwischen Techno, Drogen, Liebe und existenziellen Problemen. „Als wir träumten“, der neue Film von Regisseur Andreas Dresen, basiert auf dem gleichnamigen autobiografischen Roman von Clemens Meyer und gibt einen authentischen Einblick in das Leben von Dani, Rico, Pitbull, Marc und Paul. Das Ende der DDR stellt dabei mehr einen zeitlich begrenzenden Rahmen dar und wird nur zwischen den Zeilen thematisiert. 
 

Weltfrauentag mit Groove

<a href="http://akduell.de/wp-content/uploads/2015/03/IMG_3096-Kopie-e1425981294739.jpg"><img class="alignleft size-medium wp-image-8354" src="http://akduell.de/wp-content/uploads/2015/03/IMG_3096-Kopie-e1425981294739-300x200.jpg" alt="IMG_3096 Kopie" width="300" height="200" /></a>Vom revolutionären Streiktag zu Rosen in der Fußgängerzone, von Schleiftönen und Vibrato zu popigem Jazz: der Internationale Frauentag ist alljährlich auch Abbild einer breit gefächerten Bewegung. Vom sechsten bis zum achten März veranstaltete das Kleinkunsttheater „Die Säule“ am Duisburger Dellpatz das Festival „Frauenstimmen“. Die auftretenden Duisburger Musikerinnen teilten ihre Künste mit bunt gemischtem Publikum und feierten den Tag der Gleichberechtigung auf ihre eigene Art – mit Musik.
 

Ich bin dann mal meditieren

Serienmarathons, Kissenschlachten, endlose Partys getränkt in gutes Gewissen, Urlaub daheim, auf schneebedeckten Bergen oder doch lieber nach Marokko? Hausarbeiten, Praktikum, neues Semester planen oder stehen etwa noch Prüfungen an? Wie auf dem Empire State Building scheint die Zeit I-Phone-like zu verstreichen. Aber wo, verdammt, bleibt die Erfüllung? Stopp! Durchatmen! Wie wärs mit Innehalten, Kopf frei kriegen und auf sich selbst besinnen?
 

Der Grugapark leuchtet

Die Gruga erstrahlt diesen Monat wieder in bunten Lichtern. Der alljährliche Event „Parkleuchten“ im Grugapark in Essen, das 2015 bereits das sechste Mal stattfindet, kommt auch in diesem Winter gut an. Ob Märchenwald, strahlende Lampions, sinnliche Musik oder schillernde Fontäne – ein Besuch bei Einbruch der Dunkelheit hält einiges bereit.
 

Happy-End an der Bärendelle?

<a href="http://akduell.de/wp-content/uploads/2015/02/IMG_20150222_173855-e1424704808329.jpg"><img class="alignleft wp-image-8298 size-full" src="http://akduell.de/wp-content/uploads/2015/02/IMG_20150222_173855-e1424704808329.jpg" alt="IMG_20150222_173855" width="900" height="598" /></a>Das seit 2011 leerstehende Schulgebäude nahe des Bahnhofs Essen-West hat eine neue Besitzerin gefunden. Die Stiftung „Mein Wohnen“ erwarb die Immobilie nach gut einjährigen Verhandlungen von der Stadt Essen und will einem gemeinnützigen Träger gut 500 Quadratmeter im Erdgeschoss zu symbolischen Mietkosten überlassen. Im März soll in Gesprächen zwischen der Stadt, dem Investor und der Bürgerinitiative Bärendelle vereinbart werden, wie genau diese Fläche genutzt werden kann. In den Obergeschossen sollen günstige Wohnungen entstehen.
 

Gemischte Tüte Zukunft ohne Lakritze, bitte.

Als Bewohner*in des Essener Südostviertels stößt man seit geraumer Zeit immer wieder auf Botschaften wie „Alles gut?“ oder „Was würdest du mit diesem Platz machen?“, meist in Sprechblasenform. Seit November 2014 lädt der Zukunftskiosk damit zum Mitmachen und Gestalten des Stadtteils ein. akduell traf die beiden Studentinnen, welche sich selbst als Kioskdamen bezeichnen und das Projekt ins Leben gerufen haben.
 

DUET im Zwiebelglas

Was haben ein Aktzeichenkurs, Sonnenblumenpflänzchen, eine frustrierte 55-Jährige, 20 Studierende und eingelegte Zwiebeln gemeinsam? Sie sind alle Teil des neuen Stücks der Duisburg University English Theatre (DUET) Group: Sitting Pretty von Amy Rosenthal. Akduell schaute für euch bei einer der letzten Proben vor der Premiere am 11. Februar zu und wurde mit viel Herzblut, bequemen Stühlen und klassisch englischem Theater begrüßt.
 

Von der Schönheit des Scheiterns in New York

Im Kulturhauptstadtjahr 2010 hat Petrina Engelke ihre Koffer samt Punk-Background gepackt, um sich in New York als freie Journalistin zu etablieren. Erfolgreich. Seit fünf Jahren lebt und arbeitet die heute 45-Jährige in den Hochhausschluchten des Big Apple. Auf ihrem Blog moment-newyork.de versorgt sie ihre Leser*innen mit unkonventionellen Reisetipps und Anekdoten aus New York. Engelke hat nicht nur ein Gespür für Geschichten, sondern weiß sie auch zu erzählen. Zum Beispiel mit Bildern und Spoken Word Poetry. Für eine ihrer stets gut besuchten Lesungen kommt sie ins Bochumer Neuland.
 

Ein schräger Abend bei den Füchsen

Eishockey: Da  sind sechs gegen sechs Spieler*innen auf dem Eis, literweise Bier auf den Rängen und die ganz große Show. Auch in Duisburg kratzen die Kufen die oberste Schicht vom Eis, der Puck kracht gegen die Bande und die Fans singen Chöre. Noch dazu gibt es derzeit einen spannenden Aufstiegskampf. Denn in der Scania Arena heißt es „Mission Aufstieg 2015!“. Wir waren für euch einen schrägen Abend lang im Duisburger Fuchsbau und haben uns das Spiel des EVD gegen den vermeintlichen Angstgegner vom Herner Eissportverein angesehen.
 

Handball: Wütend auf den Wüstenstaat

Die Handball-Nationalmannschaft Katars hat es bei einer </strong><strong>Weltmeisterschaft noch nie </strong><strong>in ein Achtelfinale geschafft. </strong><strong>Nun ist die Auswahl aus dem </strong><strong>Wüstenstaat Vize-Weltmeister. </strong><strong>In der Runde der besten acht </strong><strong>Mannschaften warfen die </strong><strong>Kataris auch die deutsche </strong><strong>Auswahl aus dem Turnier, ohne </strong><strong>ein Tor eines Spielers, der in </strong><strong>dem Emirat am Persischen </strong><strong>Golf das Licht der Welt erblickte. </strong><strong>Skandal! Die Mannschaft </strong><strong>mit deutscher Abstammung </strong><strong>hatte es sportlich eigentlich </strong><strong>gar nicht ins Turnier geschafft, </strong><strong>wurde aber kurzerhand doch </strong><strong>noch reingeschubst. Australien </strong><strong>musste Zuhause bleiben.
 

Ungewollte Nähe, erschreckende Aktualität

Ein brennender Müllcontainer, </strong><strong>überall Scherben, Kinder, die Pfand</strong><strong> einsammeln. Es ist der hässliche </strong><strong>Morgen danach in Rostock-Lichtenhagen. </strong><strong>Der Film „Wir sind jung. </strong><strong>Wir sind stark.“ zeigt die Ereignisse </strong><strong>aus dem Sommer 1992 und vermittelt </strong><strong>schonungslos, was Fremdenhass </strong><strong>anrichtet. Ein Film, den man </strong><strong>nicht sehen möchte, aber sollte.