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KULTUR

Warum Podcasts manchmal die besseren Zeitungen sind

Immer und überall Podcasts hören.

[Symbolbild: pixabay]

14.09.2020 14:29 - Laura Lindemann

Podcasts sind echte Alleskönner und aus der heutigen Gesellschaft nicht mehr wegzudenken. Die Audiodateien, die man zu jederzeit und überall hören kann, vereinfachen den Alltag enorm. Ein Plädoyer für den Podcast.

 Eine Kolumne von Laura Lindemann

Zugegeben: Auch ich träume davon, morgens mit einem Cappuccino in der Hand genüsslich eine Zeitung aufzuschlagen und tiefgreifende Reportagen über Menschen zu lesen, die die Welt ein Stückchen besser machen. Am liebsten möchte ich mir dafür fünf Stunden Zeit nehmen, mein Handy ausschalten und alles um mich herum vergessen. Eben die besagte Life-Work-Balance, über die aktuell alle Trendsetter:innen sprechen. Leider funktioniert das neben Studium, Job und anderen sozialen Verpflichtungen meistens nicht. Oft sieht die Realität so aus, dass ich morgens in Windeseile meinen Kaffee runterkippe, weil ich wieder einmal zu lange liegen geblieben bin. Schnell noch Insta und Co. checken und dann nichts wie los.

Motiviert durch Podcasts 

Irgendwann habe ich versucht, einen Spagat zwischen nervigen Verpflichtungen, Unterhaltung und dem Wissen über das aktuelle Weltgeschehen zu finden. So stieß ich vor einigen Jahren auf meinen ersten Podcast: Fest und Flauschig von Olli Schulz und Jan Böhmermann. Und stieg in den Hype mit ein. Denn: Das englische Wort Podcast setzt sich aus den Begriffen „Pod“ (Ipod, deutsch: tragbarer Audiospieler) und „Cast“ (Broadcast, deutsch: Sendung) zusammen. So konnte ich den Podcast zu jederzeit und überall hören egal, ob morgens beim Zähneputzen, nachmittags beim Sport oder abends beim Kochen. Seitdem ist er mein ständiger Informant, Unterhalter und Ratgeber- je nachdem in welcher Stimmung ich gerade bin. 

Im Vergleich zu Zeitungen, sind Podcasts häufig mehr auf mich und meine Interessensgebiete zugeschnitten. Dadurch, dass sie manchmal mehrere Folgen haben, werden die Themen in der Tiefe behandelt und diskutiert. Mit den ersten Podcasts küchenrad.io mit Philip Banse und Chaosradio Express mit Tim Pritlove etablierte sich die Szene 2005 in Deutschland. Seitdem hat sich nicht nur die qualitative Aufbereitung der Podcasts deutlich verbessert. Die hohe Themenvielfalt ermöglicht es mir, ohne ein weiteres Medium nutzen zu müssen, alle wichtigen Informationen zu bekommen. Und steigert, während dem Erledigen lästiger Alltagsaufgaben, meine Motivation und Produktivität. Oft bin ich dadurch abends früher fertig und finde die Zeit, auch mal eine „richtige“ Zeitung zu lesen. 

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