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KULTUR

Vier Horrorfilme, die nicht nachhaltig verstörend sind

Ein lächelnder Kürbis, statt ein gruseliger Kürbis zur Halloween-Zeit.

[Foto: pixabay]

13.10.2021 08:49 - Canberk Köktürk

Es ist Oktober und somit beginnt die Gruselzeit. Die Tage werden deutlich kürzer, die Nächte länger und Halloween steht vor der Tür. Im Herbst gehören Horrorfilme zum Unterhaltungsprogramm vieler Menschen. Es gibt aber auch zarte Seelen, die sich ungern gruseln. Deswegen haben wir euch vier Horrorfilme für den Halloweenabend rausgesucht, die nicht ganz so gruselig sind.

Die Vögel, 1963

Alfred Hitchcocks Klassiker scheint anfangs nur eine romantische Komödie zwischen den Hauptfiguren Mitch und Melanie zu erzählen, die sich in einer Tierhandlung kennenlernen. Durch einen Streich von Mitch animiert, sucht Melanie ihn bei seiner Familie auf, um sich mit einem weiteren Streich zu rächen. Das Haus von Mitch befindet sich in Bodega Bay, einem kleinen Ort am Meer. Irgendwie verhalten sich die örtlichen Vögel und das Wetter seltsam.... 

Der Spannungsaufbau ist wie immer Alfred Hitchcocks Stärke. Vor allem die Szene, in der Melanie auf Mitchs Schwester wartet, ist ikonisch. Auch wenn der Film von seiner Spannung lebt, ist der Kampf des Menschen gegen die Natur kein grausamer Horror-Streifen, der euch nächtelang verfolgt.

Regie: Alfred Hitchcock

Darsteller:innen: Tippi Hedren, Rod Taylor, Jessica Tandy, Suzanne Pleshette

Get Out, 2017

Menschen mit Migrationsgeschichte kennen die Situation sehr gut: Man ist auf einer Party und sobald die ersten Getränke getrunken wurden, verschiebt sich der Fokus auf die Herkunft oder auf das Aussehens des „exotischen“ Gastes. Jordan Peele schafft es in seinem Regiedebüt, dieser Situation Horror-Elemente hinzuzufügen, wodurch der Film ein bizarrer Trip wird und die schlimmsten Ängste von Betroffenen widerspiegelt. Eine Hyperbel des Alltagsrassismus, die sich allzu real anfühlt.

Durch die humoristischen Elemente, die Jordan Peele genau so gut drauf hat wie die Darstellung von mehr als nur seltsamen Situationen sowie die Reflexion von Rassismus und Diskriminierung, wird der Film auch für zarte Seelen aushaltbar.

Regie: Jordan Peele

Darsteller:innen: Daniel Kaluuya, Allison Williams, Catherine Keener, Betty Gabriel

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Der weiße Hai, 1975

Der weiße Hai war der große Durchbruch des Kultregisseurs und zählt zu den Klassikern des Horrorgenres. Ein übergroßer Weißer Hai greift Menschen am Strand von Amity Island an. Doch die Badesaison soll nicht ruiniert werden. Daher versuchen Stadtverwaltung und Bürgermeister, die Badegäste mit einem falsch gefangenen Hai zu beruhigen. Der Polizeichef Brody und der Haijäger Quint scheinen die Einzigen zu sein, die ernsthaft versuchen, den berüchtigten Weißen Hai zu fangen. Auf hoher See beginnt der Kampf zwischen Natur und Mensch.

Allein die Titelmelodie von Der weiße Hai ist bis heute symbolisch für lauernde Gefahr. Und genau mit dieser lauernden Gefahr spielt der Film und hält die Spannung hoch. Es gibt keine schlimmen Jumpscares oder Monster für Horror-Laien. Nebenbei sorgt der Film im tiefsten Herbst für Sommergefühle.

Regie: Steven Spielberg

Darsteller:innen: Roy Scheider, Robert Shaw, Richard Dreyfuss, Lorraine Gary

Shaun of the Dead (Blood-and-Ice-Cream-Trilogie), 2004

Nicht verwechseln mit dem Zombie-Klassiker Dawn of the Dead von George A. Romero. Shaun of the Dead ist eine Horrorkomödie von Edgar Wright und der Start der berühmten Blood-and-Ice-Cream-Trilogie. Neben Shaun of the Dead gehören auch Hot Fuzz sowie The World’s End zu der Trilogie. Neben dem Genre der Horrorkomödien verbindet die drei Filme nur zwei weitere Dinge: Simon Pegg und Nick Frost in den Hauptrollen sowie Cornetto-Eis, das in allen Filmen nebenbei vorkommt. Shaun of the Dead zeigt die Zombie Apokalypse in einem kleinen Vorort von London. Dort sammeln sich Freund:innen von Shaun und Ed und versuchen, zu überleben.

Auch wenn hier und da Schreck-Szenen zu sehen sind und auch einige Tropfen Blut fließen, ist der Film für Horror-Vermeider aushaltbar, weil der besondere, dunkle britische Humor in die Gruselsekunden eingebaut wird. Auch wenn man sich erschreckt oder ekelt, man tut es lachend! Gleiches gilt auch für Hot Fuzz und The World’s End.

Regie: Edgar Wright

Darsteller:innen: Simon Pegg, Nick Frost, Kate Ashfield, Bill Nighy

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